Ex-Opelaner verkauft und verraten: Opel erfolgreich wie nie

Erfolgsstory Opel: Opel verkauft mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge

Seit Januar 2015 wechselten insgesamt 2.600 ehemalige Beschäftigte des Bochumer Werks in die Transfergesellschaft von TÜV NORD Transfer. Opel hingegen legte 2015 um 4,7 Prozent zu.

Ex-Opelaner verkauft und verraten: Opel erfolgreich wie nie

Opel hat im vergangenen Jahr mit mehr als 229 000 Pkw-Neuzulassungen in Deutschland das beste Verkaufsergebnis seit 2011 erzielt. Der Zuwachs um rund 10 300 Einheiten gegenüber dem Vorjahr entspricht einem Plus von 4,7 Prozent. Allein im Monat Dezember verbuchte die Marke mehr als 18 800 Pkw-Neuzulassungen (+15%) verbuchen. Der Marktanteil stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat auf 7,6 Prozent (+0,5%) und damit auf den besten Dezember-Wert seit 2011.

Trotz des Rückzugs aus dem russischen Automobilmarkt hat Opel 2015 das beste Verkaufsergebnis seit vier Jahren erzielt. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen laut vorläufigen Daten in Europa mehr als 1,1 Millionen Autos (+3,3 %) aus. Der Anteil am Gesamtmarkt wuchs damit im dritten Jahr in Folge auf rund 5,8 Prozent. Der Rüsselsheimer Hersteller und seine britische Schwestergesellschaft Vauxhall erzielten im vergangenen Jahr Volumenzuwächse auf 20 Märkten, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Der Marktanteil legte in zehn europäischen Ländern zu.

Opel hat zudem im Jahr 2015 mehr als 100 000 leichte Nutzfahrzeuge verkauft, was einem Zuwachs von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Mokka war für Opel von Anfang an eine Erfoglgsgeschichte. Rund drei Jahre nach Markteinführung wurde jetzt das 500 000ste Fahrzeug der Baureihe bestellt. So konnte Opel im vergangen Jahr in Deutschland ein Verkaufsplus von 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen – in Europa wuchs der Absatz des Mokka um 16 Prozent, was ihn zum Bestseller in seinem Segment machte.

Seit kurzem bietet Opel für das B-Segment-SUV auch den persönlichen Online- und Service-Assistenten Onstar an. Die Leistungen reichen von der Unfall- und Pannenhilfe über die mobile Fahrzeugdiagnose per Smartphone-App bis zum WLAN-Hotspot für bis zu sieben Endgeräte gleichzeitig. (ampnet/jri) Auto-Medienportal.Net

Bilanz nach einem Jahr Transfergesellschaft für Ex-Opelaner: Jahresverlauf nach Plan

Seit Januar 2015 wechselten insgesamt 2.600 ehemalige Beschäftigte des Bochumer Werks in die Transfergesellschaft von TÜV NORD Transfer. Zur Halbzeit zieht das Unternehmen eine Zwischenbilanz.

Aktuell arbeiten über 50 Transferberater, Qualifizierungsmanager und Stellenakquisiteure unter Hochdruck: Bisher fanden circa 50.000 Beratungsgespräche statt, 550 Kontakte mit Unternehmen wurden geknüpft, zwei große Job-Messen und 25 Unternehmensvorstellungen mit mehr als 1.000 interessierten Transfermitarbeitern veranstaltet. 1.600 Stellen wurden akquiriert und dabei 2.300 Mitarbeiter bei Unternehmen vorgestellt. Bisher haben mehr als 1.500 Transfermitarbeiter an einer Qualifizierung teilgenommen, mit Schwerpunkten im gewerblich-technischen Bereich, wie CNC und Steuerungstechnik, Stanz- und Umformtechnik sowie in Kraftverkehr und Logistik.

„Das erste Jahr verlief planmäßig. In den ersten zwölf Monaten der über zwei Jahre laufenden Transfergesellschaft lag unser Fokus klar auf Beratung, Neuorientierung und Qualifizierung der ehemaligen Opelaner. Jetzt im nächsten Schritt geht es mit Nachdruck um die Vermittlung in neue Beschäftigung“, sagt Hermann Oecking, Geschäftsführer von TÜV NORD Transfer.

Für circa 700 Mitarbeiter endete die Transfergesellschaft nach einem Jahr zum 31. Dezember 2015. Die Mitarbeiter mit zweijähriger Laufzeit werden auch im zweiten Jahr aktiv unterstützt.

Bis heute sind 260 Mitarbeiter in neue, dauerhafte Beschäftigung vermittelt worden. Weitere 220 Mitarbeiter sind über die Transfergesellschaft bereits in neuen Unternehmen aktiv, zum Beispiel in einer Einarbeitungsqualifizierung auf eine konkrete Stelle oder in Praktika. Alle Transfermitarbeiter haben bis zum Ablauf der Transferzeit grundsätzlich eine Rückkehrmöglichkeit in die Transfergesellschaft, so dass viele Mitarbeiter mit neuem Arbeitsplatz ihren Vertrag mit der Transfergesellschaft zunächst ruhen lassen.

„Angesichts der außerordentlichen Laufzeit von 24 Monaten und der hohen Aufstockung des Kurzarbeitergelds haben die Sozialpartner die Transfergesellschaft nicht auf schnelle Aktivierung ausgelegt, sondern auf eine hohe finanzielle und zeitliche Absicherung der Betroffenen gesetzt“, betont Gernot Mühge, Arbeitsmarktforscher am Bochumer Helex Institut. Aus diesem Grund könne von den aktuellen Vermittlungszahlen weder auf die Wirksamkeit des Transfers noch auf die Qualität der Beratung geschlossen werden, so der Wissenschaftler. „In dem von uns alle sechs Monate erhobenen Feedback aller Mitarbeiter wird unsere Transferberatung mit der Note 1,7 bewertet. Ich bin davon überzeugt, dass wir Ende 2016 eine vernünftige Vermittlungsquote erreichen werden“, bilanziert Hermann Oecking.

In 2016 finden neben weiteren Unternehmensvorstellungen und Job-Messen auch sogenannte Job-Speed-Datings – das erste Mitte Februar – statt. Hier können sich personalsuchende Unternehmen und Transfermitarbeiter in zehnminütigen Kurzinterviews kennenlernen, um dann zu entscheiden, mit wem sie weitere Bewerbungsgespräche führen möchten. Außerdem werden aus dem Europäischen Globalisierungsfonds Gelder in Höhe von knapp sieben Millionen Euro zum Beispiel für weitere Qualifizierungen, Workshops und Nachbetreuungen bereitgestellt.

Über TÜV NORD Transfer
TÜV NORD Transfer unterstützt als Träger von Transfergesellschaften von Arbeitsplatzverlust betroffene Mitarbeiter bei der Entwicklung neuer beruflicher Perspektiven. Ziel ist es, sie zeitnah und nachhaltig von Arbeit in Arbeit zu vermitteln. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001:2008 und AZAV zertifiziert und eine Tochtergesellschaft von TÜV NORD Bildung. www.tuev-nord-transfer.de TÜV NORD GROUP

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