Merkel lobt Engagement der Wirtschaft für Flüchtlinge

Rolle der Wirtschaft bei der Integration von Flüchtlingen

In diesen Tagen gibt es kaum ein Pressegespräch, bei dem die Flüchtlingskrise außen vor bleibt. Auch Siemens-Chef Joe Kaeser treibt das Thema offensichtlich um. Er sprach von einem „Stresstest für Deutschland“.

Merkel lobt Engagement der Wirtschaft für Flüchtlinge

Der Manager, der viel in der Welt unterwegs ist, sieht Unternehmen und Unternehmer in der Pflicht, die Migration positiv mitzugestalten. Dazu gehören Programme, um Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Kaeser spricht es aus: „Die Globalisierung war eine geniale Erfindung, vor allem für Deutschland.“ Jetzt schlägt diese Globalisierung zurück … Siemens will neben bis zu 100 Praktikumsplätzen in den Ausbildungszentren vier Förderklassen mit je 16 Plätzen einrichten. Ein Tropfen auf den heißen Stein ist das – mehr nicht. Aber Kaeser hat eine Wahrheit ausgesprochen. Die Wirtschaft hat lange Zeit von der Globalisierung profitiert. Sie darf die Konsequenzen nicht ausblenden. Christine Hochreiter Mittelbayerische Zeitung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Engagement der Wirtschaft zur Integration von Flüchtlingen begrüßt. Sie sei sehr froh, dass die Wirtschaft von Anfang an die Bereitschaft dazu signalisiert habe, sagt Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Wichtig sei, dass die Wirtschaft Praktika anbiete. Die Bundesagentur für Arbeit und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sorgten in den Sprachkursen dafür, dass die potentiellen Arbeitnehmer schnell die Sprache erlernten.

„Wir haben das Leiharbeitsverbot gelockert, damit Flüchtlinge hier auch schneller einen Einstieg finden können“, so die Bundeskanzlerin weiter. Man werde „alles daran setzen, die Bedingungen überschaubar, berechenbar zu machen“. Es gehe beispielsweise darum, „dass ein Ausbildungsplatz dann auch wirklich bis zum Ausbildungsende genutzt werden kann“. Merkel will ein „gutes Miteinander von Wirtschaft und Politik“. Sicherlich werde das auch ein Lernprozess sein, fügt die Bundeskanzlerin mit Blick auf die Integration der Flüchtlinge hinzu.

Am Dienstag (24.11.) spricht die Bundeskanzlerin auf dem diesjährigen Arbeitgebertag. Mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt könne man derzeit „recht zufrieden sein“, sagt Merkel. Obwohl die Zahl der Erwerbstätigen die höchste in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sei, gebe es eine Vielzahl freier Stellen.

Trotz der Flüchtlingskrise und der Bedrohung durch den Terrorismus des IS zeigt sich die Bundeskanzlerin zuversichtlich, dass der Bund 2016, wie geplant, keine neuen Schulden aufnehmen muss. „Nach dem, was wir jetzt wissen“, könne man den ausgeglichenen Haushalt durchsetzen. Wie sich die Dinge weiterentwickelten, könne man heute allerdings nur schwer voraussagen, fügt Merkel hinzu.

Die Bundeskanzlerin macht sich in ihrem Podcast einmal mehr für das Freihandelsabkommen TTIP stark. Am Abkommen zwischen den USA und den asiatischen Ländern sehe man, „dass sich Freihandel international sehr stark durchsetzt“, sagt Merkel. Es wäre sehr schlecht für Deutschlands Exporte und Arbeitsplätze, „wenn wir hier hinten zurückbleiben“. Es sei jedoch wichtig, „dass unsere Standards nicht verwässert werden“. Das, so Merkel, sei in den Verhandlungen garantiert: „Es wird nichts abgesenkt, weder im Verbraucherschutz noch im Umweltschutz, sondern alles beibehalten.“ Deutsche Bundesregierung

https://youtu.be/oMvqH5tTd3Q

Eine Meinung zu "Merkel lobt Engagement der Wirtschaft für Flüchtlinge". Wie lautet Ihre?

  1. Wir müssen Merkel   Sonntag, 22. November 2015, 0:53 um 0:53

    auch einmal loben. Ich möchte eine Sondersitzung zum Thema. Alle Abgeordneten müssen Partyhüte in der Farbe ihrer Partei tragen, mit Tuten tuten und die Kanzlerin mit schwarzem Konfetti bewerfen. Zwischendurch muss jeder eine Büttenrede halten. Die Kanzlerin singt mit einer Krone auf dem Kopf und einer Fackel in der Hand die US-amerikanische Nationalhymne, Seehofer singt die deutsche und trinkt Weißbier, Gabriel plündert das Buffet, Özdemir kifft, Wagenknecht lässt alle durchzählen…

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