Ohoven: G20 war Gipfel der vertanen Chancen – ohne Mittelstand kein Erfolg!

G20-Gipfel: Merkel und die Wundertüte

Doch am Ende könnten vom Treffen der Mächtigen in Hamburg bei vielen vor allem andere Eindrücke hängen bleiben: Ein exklusiver Kreis trifft sich inmitten von Hamburg, was immense Kosten nach sich ziehen wird. Gerade die schlimmen Krawalle von Linksautonomen und Chaoten samt massiven Auseinandersetzungen mit der Polizei führen dazu, dass Merkel den Gipfel in Hamburg innenpolitisch kaum zu ihren Gunsten wird ausschlachten können. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände mit Randale, Gewalt, mutwilliger Zerstörung und wilden Jagdszenen auf den Straßen der Hansestadt legen einen dunklen Schatten über das Treffen der Top-Wirtschaftsmächte. Straubinger Tagblatt

Ohoven: G20 war Gipfel der vertanen Chancen – ohne Mittelstand kein Erfolg!

Die G20-Jungunternehmerallianz mit 500.000 Mitgliedsunternehmen reagiert enttäuscht darauf, dass die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten keinen Konsens beim Klimaschutz erzielt und sich beim Freihandel auf einen missverständlichen Kompromiss verständigt haben.

Aktuell haben die Wirtschaftsjunioren Deutschland die Präsidentschaft der G20-Jungunternehmerallianz inne. Alexander Kulitz, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, zum Ergebnis beim Klimaschutz: „Die Unternehmen haben auf ein klares Bekenntnis aller G20-Staaten zum Pariser Klimaabkommen gehofft, um Unternehmensstrategien daran ausrichten zu können und um Planungssicherheit zu haben. Die abweichende Position der USA und der Türkei kann zu einer Erosion des Klimaschutzprojekts führen.“

Kulitz zur Übereinkunft aller G20-Staaten, auf Protektionismus verzichten zu wollen: „Nach der gemeinsamen Erklärung bleiben ‚rechtmäßige Handelsschutzinstrumente‘ ausdrücklich erlaubt. Niemand weiß, ob dazu zum Beispiel auch Strafzölle gehören. Diese schwammige Erklärung sorgt für Unsicherheit bei der jungen Wirtschaft in den G20-Staaten.“

Die G20-Jungunternehmerallianz hatte Forderungen an die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten in Hamburg gestellt. Diese basieren auf einem Communiqué, das am 16. Juni auf dem G20-Gipfel der Jungunternehmer von Repräsentanten der jungen Weltwirtschaft unterzeichnet wurde.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit mehr als 10.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 40.000 Ausbildungsplätze.

Die Wirtschaftsjunioren Deutschland vertreten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums die Interessen der jungen deutschen Wirtschaft im internationalen Netzwerk der G20-Jungunternehmerallianz. Aktuell haben die Wirtschaftsjunioren Deutschland die Präsidentschaft der G20-Jungunternehmerallianz inne.  WJD Wirtschaftsjunioren Deutschland

Zum Ausgang des G20-Treffens in Hamburg erklärt der deutsche und europäische Mittelstandspräsident Mario Ohoven: „Hamburg war der Gipfel der vertanen Chancen. Die Bilanz des G20 Treffens fällt enttäuschend aus: Ob Freihandel, Russland-Sanktionen, Migration, Klimaschutz oder Finanzmarkt-Regulierung, auf keinem der für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtigen Felder gab es konkrete Ergebnisse. Es ist erschreckend, wie wenig Gemeinsamkeiten sichtbar wurden.

Aus diesem Grund ist es höchste Zeit, dass künftig der Mittelstand in die Vorbereitung weltweiter wirtschaftspolitischer Treffen eingebunden wird. Denn nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Industrieländern bilden Klein- und Mittelbetriebe das Rückgrat der Wirtschaft. Dies muss die Politik berücksichtigen. Ohne Beteiligung des Mittelstands ist das Scheitern von Treffen dieser Art programmiert.“ BVMW

Vom G20-Gipfel musste ein klares Bekenntnis zum Freihandel ausgehen

Reinhold von Eben-Worlée: Freier Handel ist die treibende Kraft, um weltweit erfolgreich Armut zu bekämpfen und Wohlstand zu ermöglichen

„Vom G20-Gipfel hätte ein klares Bekenntnis zum Freihandel ausgehen müssen. Der Kampf gegen Protektionismus sollte ganz oben auf der Agenda stehen“, das fordern DIE FAMILIENUNTERNEHMER anlässlich des morgen startenden Treffens. „Freier Handel ist die treibende Kraft, um weltweit erfolgreich Armut zu bekämpfen und Wohlstand zu ermöglichen“, so Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER. Seit 1980 hat sich der weltweite Export dank freieren Handels verzehnfacht: Trotz kräftigen Bevölkerungswachstums hat sich das weltweite Bruttoinlandsprodukt pro Kopf verdreifacht und es leben heute viermal weniger Menschen in absoluter Armut als vor fast vier Jahrzehnten. „Gerade mit Blick auf die Bekämpfung der Armut in der Welt sind ein freier und fairer Handel sowie sichere Investitionsbedingungen die besten Instrumente, auch um Frieden und Freiheit zwischen den Handelspartnern zu festigen“, so der Hamburger Unternehmer.

DIE FAMILIENUNTERNEHMER drängen vor allem auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den USA in Sachen Freihandel. „Das G20-Treffen kann die Gelegenheit für eine Annäherung bieten. Anknüpfend an die bisherigen Zwischenergebnisse müssen die Gespräche wieder aufgenommen werden“, fordert von Eben-Worlée. „Ein Abkommen zwischen den USA und der Europäischen Union würde knapp die Hälfte des Welthandels umfassen. Das ist die Chance, gemeinsam weltweite Standards und Normen zu setzen – nach oben und nicht nach unten.“ DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.

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