Pinkwart plant rheinisches Silicon Valley

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP): Bis 2020 auf Augenhöhe mit Berlin

Der neue NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, Andreas Pinkwart (FDP), will eine Initiative starten, um die Start-Up-Szene in den großen Städten des Landes zu einer einzigen Gründerregion zu verdichten.

Pinkwart plant rheinisches Silicon Valley

„Wenn die Gründerszene in Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf als eine Region bei Investoren und Kunden wahrgenommen wird, dann können sich Berlin und München warm anziehen“, sagte Pinkwart der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Das Silicon Valley sei ja vor allem deshalb so erfolgreich, weil die Gründer, Forscher und Investoren sich eng austauschten. „Warum soll ein Rheinland Valley nicht möglich sein?“, sagte Pinkwart. Das Programm habe bereits den Arbeitstitel „ABCD-Region“, nach den Anfangsbuchstaben der Städte (C für Cologne, Anm.d.Red.)

Dies bedeute aber nicht, dass Start-Ups in anderen Städten hinten runterfielen. Zugleich sprach sich der Digitalminister dafür aus, Kompetenzen im Umgang mit den neuen Medien in den Schule zu lehren: „Ja, wir brauchen mehr ‚Medienkompetenz‘. Schüler brauchen diese Fertigkeit, sie muss an den Schulen vermittelt werden.“ Für den Masterplan Digitalisierung, wie er im schwarz-gelben Koalitionsvertrag angekündigt ist, veranschlagt Pinkwart rund sieben Milliarden Euro bis 2025. Darin seien aber EU-und Bundesmittel enthalten. Mehr als zwei Milliarden Euro sollen aus dem Landeshaushalt kommen. Rheinische Post

Neue NRW-Regierung verspricht Aufholjagd für Gründerszene im Rheinland

In spätestens drei Jahren soll die Gründerszene im Rheinland auf Augenhöhe mit Berlin und München sein. Dies sagte der neue nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und fügte hinzu: „Da gehören wir auch hin.“ NRW solle das Land werden, „in dem man am einfachsten und schnellsten gründen kann“, so der Minister weiter, der im schwarz-gelben Kabinett von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auch für Innovation, Digitalisierung und Energie zuständig ist. Genehmigungen dauerten heute viel zu lange. Das sei in Gründungsphasen kritisch. „Wir haben schon heute moderne und innovativ arbeitende Industrieunternehmen in NRW – etwa im Maschinenbau, in der Chemie und bei den Automobilzulieferern. In der Kooperation mit der digitalen Start-up-Szene liegen große Chancen für die etablierten Player, sich weiterzuentwickeln“, so Pinkwart weiter.

In der Pflicht sieht der FDP-Politiker beim Aufbau eines „Rheinland-Valley“ vor allem die Universitäten, gemeinsam mit namhaften privaten Investoren. Anschubhilfen werde es aber auch vom Land geben: 1000 Gründer erhalten ein Jahr lang ein Stipendium über 1000 Euro im Monat. Auch für die Industrie in NRW lägen große Chancen in einer Kooperation mit der digitalen Start-up-Szene. Das Ruhrgebiet sei dem Rheinland in Sachen Förderung von Start-ups teilweise voraus, sagte Pinkwart – etwa mit dem Gründerfonds Ruhr: „30 Millionen Euro hat der Initiativkreis zusammen mit der NRW-Bank für innovative Start-ups eingesammelt. Das hat das Rheinland noch nicht geschafft.“ Kölner Stadt-Anzeiger

Teilnahme am Unternehmenswettbewerb KfW Award GründerChampions

Noch bis zum 1. August können sich erfolgreiche Gründer und Unternehmensnachfolger, deren Unternehmen im Jahr 2012 oder später gestartet sind, für den diesjährigen, insgesamt mit 35.000 EUR dotieren KfW Award GründerChampions bewerben.

Bereits seit dem Jahr 1998 zeichnet die KfW Bankengruppe mit ihrem renommierten Wettbewerb junge Unternehmen aus Deutschland aus, die für ihre innovativen Ideen öffentliche Anerkennung erfahren sollen. Die Jury besteht aus erfahrenen Vertreterinnen und Vertretern aus der KfW Bankengruppe, Politik, Wirtschaftsverbänden, Landesförderinstituten sowie Medienvertretern. Sie bewerten alle Konzepte nach Innovationsgrad sowie Kreativität und prüfen, ob soziale Verantwortung übernommen wird. Maßgeblich ist auch, wie umweltbewusst die Umsetzung erfolgt und ob Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen oder erhalten werden.

Pro Bundesland wird ein Unternehmen ausgezeichnet. Alle 16 Gewinner erhalten 1.000 Euro und werden zur feierlichen Prämierung am 12. Oktober nach Berlin eingeladen. Dort wird der Bundessieger unter ihnen bekannt gegeben, der weitere 9.000 Euro erhält. Außerdem vergibt die Jury, die aus Experten der Gründerszene besteht, einen Sonderpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Die Gäste der Preisverleihung wählen per Live-Abstimmung des Weiteren einen Publikumssieger (zusätzliches Preisgeld 5.000 Euro). Alle Preisträger erhalten neben dem Preisgeld und der Einladung nach Berlin die Möglichkeit der Teilnahme an einem Seminar der impulse-Akademie und Unterstützung bei der Veröffentlichung ihrer Erfolgsgeschichte durch eine PR-Agentur.

Interessierte können sich also noch bis zum 1. August 2017 online unter: www.kfw.de/award bewerben. KfW

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