Freie Ärzteschaft: E-Health-Gesetz zwingt Ärzte und Patienten zur Datenpreisgabe

Kaum hat das Bundesgesundheitsministerium sein “Versorgungsschwächungsgesetz” aus dem Sack gelassen, folgt der nächste Knüppel: Mit einem E-Health-Gesetz will Minister Hermann Gröhe (CDU) die digitale Transformation im Gesundheitswesen und dabei vor allem das Projekt elektronische Gesundheitskarte (eGK) durchsetzen. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) kritisiert den Referentenentwurf zu diesem Gesetz scharf: “Statt für gute Medizin zu sorgen, kommt jetzt ein neues Gesetz, mit dem massiv Druck auf Ärzte und Patienten ausgeübt wird”, sagte FÄ-Vorsitzender Wieland Dietrich am Donnerstag in Essen. “Minister Gröhe entwickelt sich zum obersten Zwangsbeamten in unserem Land. Freiwilligkeit der Datenpreisgabe – informationelle Selbstbestimmung als europäisches Grundrecht – soll es nicht mehr geben! Er sollte sich aber klar machen: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Ärzte und Versicherte werden ihren Widerstand gegen zentral gespeicherte Patienten

MDS-Bericht: Pflegequalität wird immer besser

Anstrengungen der Dienste und Einrichtungen tragen Früchte

Nach der Auswertung von Prüfungen in mehr als 23.000 Pflegediensten und -einrichtungen ist es nun schwarz auf weiß im 4. Pflege-Qualitätsbericht zu lesen: Die Qualität der Pflege hat sich in den letzten drei Jahren weiterhin deutlich verbessert. “Der vorliegende Bericht bescheinigt den Pflegeeinrichtungen, -diensten und Pflegekräften erneut eine gute Arbeit. Diese verdient ebenso wie die weiteren Verbesserungsmaßnahmen Anerkennung, Wertschätzung und lobende mediale Aufmerksamkeit. Unsere Mitglieder haben die Messlatte für die Qualität ihrer Arbeit sehr hoch gehängt, und sie haben ihren an sich selbst gestellten Anspruch erfüllt”, kommentiert Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), das Ergebnis. “Es ist offensichtlich, dass sich alle gemeinsam um gute Noten bemühen, und von diesem Einsatz profitieren die über 2,6 Millionen Pflegebedü

Südwest Presse: KOMMENTAR · PFLEGEQUALITÄT

Ein LichtblickIn deutschen Pflegeheimen läuft immer noch einiges schief. Dochdas sind Einzelfälle. Für ein großes “Pflege-Bashing”, also eineGeneralkritik an den Zuständen, gibt es dagegen “wenig Anlass”. Solautet das Urteil des Chefs des Medizinischen Dienstes derKrankenkassen, Peter Pick. Er sollte wissen, was er sagt: SeineOrganisation nimmt jedes Jahr alle Heime unter die Lupe. Sicherlichkönnen die Prüfer dabei nicht alle Missstände aufdecken. Aber ihreBerichte zeigen doch, dass sich innerhalb eines Jahrzehnts dieQualität der Pflege deutlich verbessert hat. Das ist erfreulich – undes war dringend nötig. Vor zehn Jahren hatten die Prüfer noch zu Tagegefördert, dass jeder dritte Heimbewohner nicht ausreichend zu essenund zu trinken bekam. Die jüngste Untersuchung ergab deutlich wenigerMängel, selbst wenn jeder einzelne Fall einer zu viel ist.

Dennochgibt es negative Entwicklungen: Immer mehr Heimbewohner erhaltenWindeln oder Kathe

EU-Kommission plädiert für gegenseitige Anerkennung statt Harmonisierung beim Marktzugang von Medizinprodukten

TTIP: Erfreuliche Signale für die Medizintechnikbranche

Wiederholt hat sich SPECTARIS zu dem derzeit zwischen der EU-Kommission und den USA verhandelten Transatlantischen Handelsabkommen (TTIP) geäußert und dabei eine gegenseitige Anerkennung bei den Zulassungs- und Marktzugangsverfahren von Medizinprodukten gefordert. Die Signale, die zu Jahresbeginn aus Brüssel empfangen wurden, werden daher von SPECTARIS positiv bewertet.

Die Europäische Kommission hat am 7. Januar im Rahmen ihrer neuen Transparenzinitiative zum Transatlantischen Handelsabkommen eine Reihe von Dokumenten veröffentlicht, welche die EU-Position in den Verhandlungen mit den USA ausweisen. Im Kapitel zu Medizinprodukten heißt es, dass von EU-Seite keine Harmonisierung der Marktzugangsverfahren beabsichtigt ist. Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS, begrüßt dies: “Die EU-Kommission scheint erkannt zu haben, dass – obwohl beide Systeme unterschiedli

BDSI: Verzicht von Süßwaren in der Kassenzone macht Kinder nicht schlanker

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) hält den von der Regierungskoalition vorgeschlagenen Verzicht von Süßwaren im Kassenbereich für nicht geeignet, um einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Problem des Übergewichts zu leisten.”Es bleibt dem Handel selbstverständlich überlassen, wie er seine Kassenzone gestaltet. Doch durch einen Süßwarenverzicht im Kassenbereich wird niemand schlanker. In Maßen genossen hat jedes Lebensmittel in einer ausgewogenen Ernährung seinen Platz. Und wenn es um die Entschärfung von “Quengelsituationen” geht, reicht die Einrichtung einzelner Familienkassen”, sagt Stephan Nießner, Vorsitzender des BDSI.

An der Entstehung von Übergewicht – so belegt es die Wissenschaft – sind viele Faktoren beteiligt. Der Kampf gegen Übergewicht muss daher als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden, die die Vielzahl von Ursachen und deren Vernetzung bei den Lösungsansätzen

Pflegequalität in Heimen und durch Pflegedienste hat sich verbessert

Die Versorgungsqualität in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten ist besser geworden. Das zeigt der vierte MDS-Pflege-Qualitätsbericht, der heute vom GKV-Spitzenverband und vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) in Berlin vorgestellt wurde. Grundlage des Berichts sind Daten aus über 23.211 Qualitätsprüfungen, die im Jahr 2013 in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten stattfanden. Die MDK-Gutachter untersuchten dabei die Versorgungsqualität bei 146.000 Menschen. Verbesserungen gab es bei der Dekubitusprophylaxe und der Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen. Schwächen zeigten sich im Schmerzmanagement. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Pflege in Deutschland.

“Der Bericht zeigt, dass sich die Pflegequalität in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert hat. Er zeigt aber auch, dass noch viel zu tun ist. Mit einem modernen Schmerzmanagement könnte pflegebedürftigen Menschen viel Leid erspart werden, doch hier wird in

Apotheker begrüßen Vorstoß für Medikationsplan im E-Health-Gesetz

Deutschlands Apotheker begrüßen die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, Patienten einen gesetzlichen Anspruch auf einen Medikationsplan einzuräumen, wenn sie fünf oder mehr Medikamente einnehmen. Der Medikationsplan ist im jetzt bekannt gewordenen Referentenentwurf zum E-Health-Gesetz vorgesehen, das den Nutzwert der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) erhöhen und den Prozess ihrer Weiterentwicklung beschleunigen soll.

“Ein konsequent geführter Medikationsplan ist eine entscheidende Voraussetzung für ein systematisches Medikationsmanagement, bei dem gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten verhindert werden können”, sagte dazu Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. “Insofern begrüßen wir grundsätzlich den Vorstoß zu einem E-Health-Gesetz und die damit verbundene Absicht, die Vernetzung zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen voranzutreiben. Es ist gut, dass die Apothekerscha

Qualität der pflegerischen Versorgung hat sich erneut verbessert

Aktueller Pflege-TüV weiterhin kritisch

Heute wurde in Berlin der 4. Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) vorgestellt. Anne Linneweber, Vorsitzende des Fachausschusses Altenhilfe in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) äußerte sich insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen des Berichtes.

“Obwohl sich die Bedingungen hinsichtlich Personal, zeitraubender Bürokratie und ausufernder Kontrollen seit dem letzten Bericht eher weiter verschlechtert haben, ist es den Pflegeeinrichtungen und Diensten dennoch gelungen, die Versorgungsqualität der pflegebedürftigen Menschen zu verbessern”, so Linneweber heute in Berlin.

Der Bericht zeigt, dass die tatsächliche Qualität der pflegerischen Versorgung größtenteils besser ist, als die bloße Ansicht von durchgeführten Maßnahmen im Sinne der Prozessqualität vermuten lässt. So ist z. B. die Anzahl von Druckgeschw

DFV fordert Familiengerechtigkeit in Steuerrecht UND Sozialversicherungen

Der Deutsche Familienverband (DFV) begrüßt das Vorhaben des Bundesfinanzministers, den seit 2010 unveränderten Kinderfreibetrag und das damit verbundene Kindergeld anzuheben. “Es ist höchste Zeit, das Versprechen der vergangenen zwei Bundestagswahlen endlich in die Tat umzusetzen”, sagt DFV-Präsident Dr. Klaus Zeh. Doch allein mit steuerrechtlichen Neuregelungen ist es nicht getan.

“Dringend erforderlich ist es, Familien auch in den Beiträgen zur Sozialversicherung zu entlasten – so wie es das Bundesverfassungsgericht bereits in seinem Pflegeversicherungsurteil von 2001 vorgegeben hat”, fordert Zeh. “Doch das Gegenteil ist der Fall! Es ist ein Skandal, dass bei der zu Jahresbeginn eingeführten Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags die Kindererziehung als generativer Beitrag erneut ignoriert wurde. Eltern werden so beim Aufbau des kapitalgedeckten Vorsorgefonds völlig zu Unrecht für die demografische Entwicklung haftbar gemacht!

Südwest Presse: KOMMENTAR zu GESUNDHEITSKARTE

Ausgabe vom 14.01.2015 Kurz vor Weihnachten platzte den gesetzlichen Krankenkassen der Kragen, und sie sperrten 57 Millionen Euro, die sie eigentlich für die elektronische Gesundheitskarte hätten bezahlen sollen. Das ist ihnen nicht zu verdenken. Denn allen großen Ankündigungen zum Trotz kann dieses Plastikkärtchen, in das sie schon fast eine Milliarde Euro investieren mussten, nicht mehr als der billige Vorgänger. Das Problem: Die Kassen müssen sich mit den Ärzten und den übrigen Beteiligten am Gesundheitswesen über jeden Schritt einigen angefangen bei der Speicherung von Notfalldaten bis zur elektronischen Krankenakte oder dem elektronischen Rezept. Doch die Mehrheit der Ärzte-Funktionäre will alleine die Macht über die Daten behalten und blockiert jede Einigung.

Viele Bereiche des Lebens hat die Digitalisierung radikal verändert. Doch im deutschen Gesundheitswesen herrscht noch die digitale Steinzeit. Ärztebriefe werden wie vor Jahrzehnten per Post verschick