Pflegeversicherung – Nach der Reform ist vor der Reform

Die menschliche Qualität einer Gesellschaft zeigt sich auch darin, wie sie mit ihren älteren, hilfsbedürftigen Bürgern umgeht. So betrachtet ist die vor 20 Jahren eingeführte Pflegeversicherung eine Errungenschaft, die höchstes Lob verdient. Denn entgegen starken politischen Bestrebungen wurde das Pflegerisiko seinerzeit eben nicht ausschließlich individualisiert, sondern durch eine neue zentrale Säule im Sozialversicherungssystem auf breite Schultern verteilt. Die Akzeptanz der Pflegeversicherung ist in der Bevölkerung nach wie vor riesengroß. Umso erstaunlicher, dass die Pflegeversicherung so schnell selbst zum Pflegefall wurde. Der Grund dafür ist, dass sich Regierungen aller Couleur lange nur auf einen stiefmütterlichen Umgang mit ihr beschränkt hatten. Über Jahre wurden weder Beiträge noch Leistungen angepasst. Die ausschließliche Ausrichtung der Pflegeleistungen auf körperliche Gebrechen führte ebenfalls zu Fehlentwicklungen. Der damalige Gesundheitsminister

Zweifelhafte Hirntoddiagnostik in einem norddeutschen Krankenhaus

Statement der Prüfungs- und der Überwachungskommission zur Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung über eine vermeintlich

Prüfungs- und Überwachungskommission, in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV Spitzenverband, haben nach eingehender Analyse einer in Frage gestellten Hirntoddiagnostik in einem norddeutschen Krankenhaus auch unter Hinzuziehung weiterer unabhängiger Expertise festgestellt, dass die Organspenderin vor geplanter Organentnahme hirntot war.

Die seit Dezember laufenden Untersuchungen der Kommissionen haben bisher ergeben, dass sämtliche Hirnfunktionen erloschen waren. Das haben eingehende Untersuchungen nach Anhörungen von Experten und die Sichtung der vorliegenden Unterlagen gezeigt. Unabhängig davon wurden Unzulänglichkeiten in der Dokumentation festgestellt, die zu Unsicherheiten bei den Beteiligten und schließlich zum Abbruch der Organentnahme geführt haben. Für die Kommissione

Ministerien bescheinigen Altenpflege Spitzenwerte und planen deren Abschaffung

Zwischenbericht von vier Bundesministerien zur “Ausbildungs- und qualifizierungsoffensive Altenpflege” vorgelegt: Rekordzahlen in der Altenpflegeausbildung

Am 8. Januar 2015 legte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Zwischenbericht zur “Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege” vor und verkündete die zentralen Ergebnisse: Mit 26.740 Eintritten in eine Altenpflegeausbildung in ganz Deutschland wurde ein neuer Spitzenwert erreicht. Hinzu kommt, dass die im Rahmen der Offensive vereinbarte Steigerungsrate von 10 Prozent mit bundesweit insgesamt 14,2 Prozent deutlich übertroffen wurde.

Offenbar ist der Altenpflegeberuf attraktiv. Das sieht Dr. Thomas Kunczik vom Bündnis für Altenpflege genauso. Das Vorhaben der Bundesregierung, den Altenpflegeberuf zugunsten einer generalistischen Pflegeausbildung aufzugeben, ist ob dieser Nachrichten in keiner Weise nachvollziehbar: “Wir verzeichnen Rekordzah

Der Apotheker als Wissensmanager

Mehr Sicherheit für Arzt und Patient

Über 450 Apotheker, Mediziner, Pflegende, Wissenschaftler und Beschäftigte im Krankenhaus aus acht Nationen kamen zum 4. Kongress für Arzneimittelinformation nach Köln. Am 9. und 10.01.2015 standen die Qualität von verfügbarer Information in der Medizin sowie weitere Themen der Arzneimittelinformation im Zentrum der fachlichen Diskussionen. Bei der Eröffnung betont die Kongressleitung Frau Dr. Vetter-Kerkhoff, dass mit aktiver Arzneimittelinformation neues Wissen generiert wird. Mit individualisiert auf die therapeutischen und körperlichen Bedürfnisse des einzelnen Patienten abgestimmter Information beraten und unterstützen Apotheker im Krankenhaus und im ambulanten Bereich Ärzte und Pflegende. Der dadurch erreichte Nutzen und generiertes Wissen wurde von vielen Referenten hervorgehoben und konnte in Studien belegt werden.

Professor Ludwig, Chefarzt und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Kurier am Sonntag: Kommentar von Maren Beneke zur Vergabepraxis bei öffentlichen Aufträgen

Bremen – Wer jemandem den schwarzen Peter dafür in die Schuhe schiebt, dass Bremer Baubetriebe bei öffentlichen Ausschreibungen so selten zum Zug kommen, der macht es sich zu leicht. Denn letztendlich hat die EU dafür gesorgt, dass das Vergaberecht in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden ist. Das Ergebnis: Allein in Bremen gibt es heute mehr als 80 verschiedene Vergabestellen mit Formularen, die teilweise den gleichen Umfang wie ein Telefonbuch haben. Dass ein klein- oder mittelständischer Unternehmer da nicht mehr durchsteigt, ist verständlich. Und es ist auch verständlich, dass dieser sich auf öffentliche Ausschreibungen erst gar nicht mehr bewirbt – stapeln sich in der Branche derzeit doch die Aufträge aus der Privatwirtschaft. An der Struktur der Baubetriebe im Land Bremen kann auch die Politik nichts ändern.

Und auch nicht daran, dass ein niedersächsisches Unternehmen, das seine Arbeit im Wettbewerb am günstigsten anbietet, am Ende den Z

Deutscher Airbus „Robert Koch“ verstärkt EU-Hilfe in Ebola-Gebieten

Deutschland stellt dem freiwilligen Pool der EU ein eigens für die medizinische Evakuierung von Ebola-Patienten umgebautes Flugzeug zur Verfügung. Dies kündigte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier heute (Freitag) in seinem Gespräch in Berlin mit dem für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständigen Kommissar Christos Stylianides, Ebola-Koordinator der EU, an. Der Airbus “Robert Koch” verfügt über eine Sonderisolierstation, die es bereits während des Evakuierungsfluges erlaubt, Ebola-Patienten intensivmedizinisch zu behandeln.

“Wir begrüßen diesen Beitrag, der unsere Kapazitäten für die Evakuierung mit Ebola infizierter internationaler Helfer wesentlich verstärkt. Deutschland reagiert auf diese menschliche Tragödie großzügig und entschlossen”, erklärte Christos Stylianides, EU-Ebola-Koordinator und Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, der die betroffene Region kürzlich besuchte. “Die Ebola-Epidemi

Kriminalbeamte: Mordserie in Krankenhaus hätte in Teilen verhindert werden können

Gewerkschaft fordert amtliche Leichenschau als Konsequenz aus Geständnis von Krankenpfleger Osnabrück.- Die Mordserie in einem Delmenhorster Krankenhaus hätte zu großen Teilen verhindert werden können. Davon ist Ulf Küch, Vorsitzender des Bundes der Kriminalbeamten in Niedersachsen überzeugt. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) sagte Küch: „Bei einer verpflichtenden Leichenschau durch Amtsärzte wären Unregelmäßigkeiten schneller […]

Studie: Kassenpatienten warten länger auf Arzttermin

Halle – Kassenpatienten müssen in Sachsen-Anhalt deutlich länger auf einen Facharzttermin warten als privat Versicherte. Im Durchschnitt sind es 25 Tage. Dies hat eine Studie der Bundestagsfraktionen der Grünen ergeben, die der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Donnerstag-Ausgabe) vorliegt. Gerade im Vergleich zu anderen Bundesländern, in denen die Erhebung ebenfalls durchgeführt wurde, sind die Unterschiede in Sachsen-Anhalt am stärksten. In Bayern müssen gesetzlich Versicherte beispielsweise 19 Tage länger als privat Versicherte auf einen Termin warten, in Brandenburg sind es 24 Tage. Die gesetzlichen Krankenkassen kritisierten die längeren Wartezeiten. “Derartige Ungleichbehandlungen dürfen nicht bagatellisiert oder schöngeredet werden, hier bedarf es schneller und verlässlicher Lösungen”, sagte der Sprecher der Barmer GEK, Thomas Nawrath. Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt kritisierte die Studie dagegen als nicht repräsent

Pauschales Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung ist tierschutzwidrig

Frankfurt am Main – Einen Masterplan für eine Landwirtschaft, “die mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie”, berät die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen auf ihrer Klausurtagung derzeit in Weimar. Ganz oben auf der Agenda: ein Verbot für den Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierzucht.

“Krankheiten bei Menschen nicht mehr behandeln zu können, weil angeblich in der Tierhaltung die letzten wirksamen Antibiotika verschlissen werden, ist natürlich ein Thema, das bestens dafür geeignet ist, Ängste bei Menschen zu schüren und damit zu punkten”, kommentiert der Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt), Dr. Hans-Joachim Götz, das Vorhaben der Grünen. Doch so einfach, wie es scheint, ist es nicht. Das Problem der Antibiotikaresistenzen in der Humanmedizin lässt sich damit nicht lösen. Ein Blick auf die Auswertung der dritten Datenerhebung zur Antibiotikaabgabe in der Tiermedizin durch das Bundesamt für Ve

Datenbank „Versorgungslandkarte“ der Deutschen Rheuma-Liga

Fast jeder vierte Deutsche ist von einer der über 100 Arten rheumatischer Erkrankungen betroffen. Doch wo findet man geeignete Hilfe? Die neu gestaltete “Versorgungslandkarte” der Deutschen Rheuma-Liga mit rund 1.500 Adressen und vielen weiteren Informationen schafft Abhilfe.

Einfach und schnell Rheuma-Spezialisten finden – diesen Service bietet die neu gestaltete “Versorgungslandkarte” (www.versorgungslandkarte.de ) der Deutschen Rheuma-Liga. Die Online-Datenbank umfasst Adressen von internistischen und orthopädischen Rheumatologen, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen und Rheumazentren. Verzeichnet sind außerdem Physio- und Ergotherapeuten sowie Psychologen. Eltern rheumakranker Kinder erhalten Informationen zu Kinder- und Jugendrheumatologen, Kinderkliniken und Physiotherapeuten mit einer Fortbildung im Bereich Kinderrheumatologie.

“Bei der schwierigen Versorgungssituation ist es für Betroffene sehr hilfreich, unkompliziert