Weltgesundheitstag: Uni-Klinik Düsseldorf muss Schlechterstellung von Beschäftigten beenden

100.000 zusätzliche Pflegekräfte gegen hohen Krankenstand im Krankenhaus!

Der heutige 7. April ist als Gründungstag der WHO Weltgesundheitstag. DIE LINKE bringt an diesem Tag die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Ein Beispiel für schlechte Arbeitsbedingungen stellen die Tochtergesellschaften des Universitätsklinikums Düsseldorf dar.

Weltgesundheitstag: Uni-Klinik Düsseldorf muss Schlechterstellung von Beschäftigten beenden

Die Gewerkschaft ver.di rief am Donnerstag zu einem Warnstreik auf. Die Beschäftigten streikten gegen Schlechterstellung bei Lohn und Alterssicherung sowie für einen Tarifvertrag.

Helmut Born, Landtagsdirektkandidat der LINKEN im Wahlkreis 40, erklärt die Unterstützung der LINKEN. Düsseldorf für den Warnstreik in Düsseldorf:

„Die Grundlage einer guten stationären Gesundheitsversorgung ist die Arbeit der Beschäftigten in den Krankenhäusern; von der Pflege, über die Wäscherei bis hin zur Raumpflege. Ihre Arbeit muss fair bezahlt und wertgeschätzt werden. Mit ungleicher Entlohnung von Beschäftigten, die in den Tochtergesellschaften der Uni-Klinik Düsseldorf arbeiten, schafft die Uni-Klinik Lohnungerechtigkeit. Dagegen hat ver.di zu Recht zu einem Warnstreik am gestrigen Donnerstag aufgerufen. DIE LINKE. Düsseldorf erklärt sich solidarisch mit dem Kampf der Beschäftigten und wünscht Ihnen und ihrer Gewerkschaft viel Erfolg.“

Born weiter: „Bei den Ausgliederungen geht es hauptsächlich um Lohndrückerei. Es geht nicht an, dass über 700 Menschen, die in Tochtergesellschaften für die Uni-Klinik arbeiten, mehrere hundert Euro im Monat weniger verdienen. Auch für diese Beschäftigten muss der Tarifvertrag der Länder gelten. Die Arbeitgeber müssen ihre Verzögerungstaktik einstellen und rasch ein Angebot vorlegen.“
Gleichzeitig verurteilen wir die Unterfinanzierung der Krankenhäuser in NRW. Statt der vom Krankenhausverband geforderten Investitionsgelder von 1,3 Milliarden Euro pro Jahr finanziert die Landesregierung die Krankenhäuser nur mit nur 500 Millionen Euro. Wegen dieser Unterfinanzierung versuchen die Krankenhäuser, Kosten auch beim Personal zu drücken. Letzten Endes ist also die Landesregierung für die Lohndrückerei verantwortlich.“ DIE LINKE. Kreisverband Düsseldorf

100.000 zusätzliche Pflegekräfte gegen hohen Krankenstand im Krankenhaus!

Der Weltgesundheitstag erinnert an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 7. April 1948. Jedes Jahr legt die WHO ein Gesundheitsthema mit globaler Bedeutung für diesen Tag fest. Der Weltgesundheitstag 2017 dreht sich um das Thema Depression. Denn immer mehr Menschen leiden unter dieser Erkrankung – darunter auch viele Pflegekräfte.

Dazu erklärt die Parteivorsitzende der LINKEN, Katja Kipping: Ausgerechnet diejenigen, die anderen helfen, gehören zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Krankenstand. Denn es fehlen in deutschen Krankenhäusern rund 100.000 Pflegekräfte. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung leiden Pflegekräfte überdurchschnittlich oft an Muskel- und Skeletterkrankungen, aber auch an Depressionen und anderen psychischen Störungen.

Personalmangel im Krankenhaus gefährdet die Gesundheit – die der PatientInnen und der Pflegekräfte. In den Kliniken muss sich deshalb schnell etwas ändern. DIE LINKE fordert die Einstellung von 100.000 zusätzlichen Pflegekräften. Das ist durch eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge finanzierbar. Langfristig brauchen wir eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung, in die alle einzahlen – vom Topmanager bis zu Pflegekraft.

Im Rahmen ihrer Kampagne „Das muss drin sein!“ gegen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen macht DIE LINKE am Weltgesundheitstag deutschlandweit mit einer Social-Media-Aktion auf den akuten Pflegenotstand aufmerksam und verleiht ihrer Forderung nach 100.000 zusätzlichen Pflegekräften Nachdruck.

Zahlreiche Mitglieder der Partei – von Kreisverband bis Parteivorstand – posten Fotos auf Twitter und Facebook, auf denen sie Schilder mit Botschaften und Forderungen der LINKEN zum Thema Gesundheit und Pflege halten. Unter dem Hashtag #hunderttausend geht die Aktion auf Twitter am 7. April um 10 Uhr los, auf Facebook findet sie ganztägig statt.

Die drei größten Armutskrankheiten fordern jede Minute sechs Todesopfer

DSW: „Viele Erkrankungen könnten verhindert werden“

Jede Minute sterben sechs Menschen an einer der drei größten Armutskrankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria. Hinzu kommen die Todesfälle durch vernachlässigte tropische Krankheiten. Für viele dieser Krankheiten gibt es bisher keine wirksame Schutzimpfung oder Behandlungsmöglichkeiten. Schätzungsweise eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern sind von vernachlässigten und armutsbedingten Krankheiten betroffen, also nahezu jeder Sechste. Darauf weist die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltgesundheitstags am 7. April hin.

Renate Bähr, Geschäftsführerin der DSW, erklärt:

„Durch mehr Forschung und Entwicklung könnten viele Erkrankungen und das Leid, das sie auslösen, verhindert werden. Das betrifft einerseits die Entwicklung von Impfstoffen, andererseits die Entwicklung von Medikamenten. Um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und zielgerichtet zu behandeln, werden außerdem bessere Diagnosemöglichkeiten benötigt.

Die Bundesregierung muss beim G20-Gipfel in Hamburg das Thema vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten mit Nachdruck auf internationaler Ebene angehen. Immerhin sind 149 Länder und Gebiete weltweit von diesen Krankheiten betroffen. Deutschland darf die Auswirkungen auf die Menschen und Gesundheitssysteme der betroffenen Länder nicht tatenlos hinnehmen.“ Leonie Müßig – Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

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