FDP Optimismus vor Bundesparteitag – „Spekulationen über eine Zitterpartie im Bund haben sich erledigt“

FDP-Vize Kubicki: FDP mit zweistelligen Ergebnissen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen

FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki rechnet bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen jeweils mit einem „zweistelligen Ergebnis“ für die FDP. „Ich erwarte ein starkes Signal für die Bundestagswahl im Herbst“, sagte Kubicki der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

FDP Optimismus vor Bundesparteitag – „Spekulationen über eine Zitterpartie im Bund haben sich erledigt“

Mit Blick auf den an diesem Freitag beginnenden Bundesparteitag erklärte der Liberale außerdem Spekulationen über eine Zitterpartie der FDP im Bund für erledigt. „Diese Diskussion werden wir definitiv nicht mehr führen“, meinte Kubicki.

Auch die Debatte über mögliche Koalitionen und Mutmaßungen über die Vorliebe der Freidemokraten für eine Kooperation mit der SPD lehnte der Kieler FDP-Fraktionschef ab. „Ich stehe nicht für ein Bündnis mit der SPD. Ich stehe für die FDP“, sagte der 65-Jährige, der am 24. September wie auch Parteichef Christian Lindner ein Bundestagsmandat anstrebt. Seiner Partei gehe es um die Durchsetzung von politischen Zielen. „Und da gibt es durchaus Bereiche, in denen eine Zusammenarbeit mit der SPD leichter ist als mit der Union“, meinte er. Es gebe aber genauso Bereiche, in denen die Liberalen der Union deutlich näherstünden.

Im Bund liegt die FDP laut Umfragen mehrheitlich bei sechs Prozent. In Schleswig-Holstein, wo am 7. Mai gewählt wird, werden die Liberalen auf neun Prozent taxiert. In Nordrhein-Westfalen, wo am 14. Mai ein Urnengang ansteht, sehen Meinungsforscher die FDP bei zehn Prozent. Neue Osnabrücker Zeitung

ARD-Vorwahlumfrage Schleswig-Holstein: Bisherige Regierungskoalition verpasst knapp die Mehrheit

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Schleswig Holstein kommt die CDU in der Sonntagsfrage der ARD-Vorwahlumfrage Schleswig-Holstein auf 32 Prozent (Wahlergebnis 2012: 30,8 Prozent). Die SPD erreicht 31 Prozent (2012: 30,4 Prozent). Die Grünen kommen auf 12 Prozent (2012: 13,2 Prozent), die FDP auf 8,5 Prozent (2012: 8,2 Prozent). Der SSW (Südschleswigscher Wählerverband) erreicht 3 Prozent (2012: 4,6 Prozent). Die Linke kommt auf 4,5 Prozent (2012: 2,3) und würde nach dieser Umfrage an der 5-Prozent-Hürde scheitern. Die AfD kommt auf 6 Prozent. Die sonstigen Parteien kommen auf 3 Prozent. Darunter fallen auch die Piraten. Bei dieser Umfrage handelt es sich ausdrücklich um keine Prognose, sondern um die politische Stimmung in der laufenden Woche.

Mit diesen Zahlen wäre eine Fortführung der bisherigen Koalition aus SPD, Grünen und SSW rechnerisch knapp nicht möglich. 45 Prozent der Bürger in Schleswig-Holstein fänden ein solches Bündnis gut bzw. sehr gut für Schleswig-Holstein. 48 Prozent fänden ein solches Bündnis weniger gut bzw. schlecht. 39 Prozent der Befragten fänden eine große Koalition unter Führung der CDU gut bzw. sehr gut für das Land. 56 Prozent fänden eine solche Koalition weniger gut bzw. schlecht. Eine Große Koalition unter Führung der SPD fänden 34 Prozent gut bzw. sehr gut, 61 Prozent fänden ein solches Bündnis weniger gut bzw. schlecht. Ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP fänden 29 Prozent der Befragten gut bzw. sehr gut. 65 Prozent fänden dies weniger gut oder schlecht. Eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP fänden 26 Prozent der Bürger gut bzw. sehr gut für das Land, 67 Prozent fänden sie weniger gut bzw. schlecht.

Wenn die Bürger in Schleswig-Holstein ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 48 Prozent für Amtsinhaber Torsten Albig (SPD) entscheiden. 27 Prozent würden sich für den CDU-Herausforderer Daniel Günter (SPD) entscheiden. 9 Prozent würden sich für keinen der beiden entscheiden.

Die Zufriedenheit mit der bisherigen Landesregierung in Schleswig-Holstein ist auf verhältnismäßig gutem Niveau. 61 Prozent sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden bzw. sehr zufrieden. 35 Prozent sind weniger bzw. gar nicht zufrieden. (Zum Vergleich: Mit der Arbeit der Bundesregierung waren im DeutschlandTrend Anfang April 53 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden.)

Für diese Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche 1.003 Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein telefonisch befragt. WDR Pressedesk – ARD Das Erste

Befragungsdaten

  • Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung im Saarland ab 16 Jahren
  • Fallzahl: 1.003 Befragte
  • Erhebungszeitraum: 25.04.2017 – 26.04.2017
  • Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
  • Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl
  • Fehlertoleranz bei 1.000 Befragten: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
    * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Die Fragen im Wortlaut:

  • Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag in Schleswig-Holstein Landtagswahl wäre?
  • Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Landesregierung in Schleswig-Holstein? Sind Sie damit…
  • Wenn man den Ministerpräsidenten in Schleswig-Holstein direkt wählen könnte, für wen würden Sie sich entscheiden: für Torsten Albig oder für Daniel Günther?
  • Ich nenne Ihnen jetzt einige denkbare Zusammensetzungen der künftigen Landesregierung. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob diese Zusammensetzung für Schleswig-Holstein Ihrer Meinung nach sehr gut, gut, weniger gut oder schlecht wäre.

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