Landesregierung NRW mit kluger Entscheidung bei Lockführerstreik

Streiks bei der Bahn: Verbraucherschützer fordern Schlichtung

Im Streit zwischen der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL machen sich Verbraucherschützer für die Einschaltung eines Schlichters stark. “Pendler, Familien, Urlaubsreisende erneut durch einen Streik auszubremsen, geht gar nicht.”, sagte Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). “Taktische Spielchen” bei GDL und Deutscher Bahn müssten ein Ende haben, fordert Deutschlands oberster Verbraucherschützer. […]

Im Streit zwischen der Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL machen sich Verbraucherschützer für die Einschaltung eines Schlichters stark. “Pendler, Familien, Urlaubsreisende erneut durch einen Streik auszubremsen, geht gar nicht.”, sagte Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). “Taktische Spielchen” bei GDL und Deutscher Bahn müssten ein Ende haben, fordert Deutschlands oberster Verbraucherschützer. “Ein Mediator muss endlich schlichten.” Die Verlierer des Endlosstreits seien die Bahnreisenden, kritisiert Müller. “Das Verständnis der Verbraucher ist längst auf der Strecke geblieben.” Der Tagesspiegel

Bahn Streik GDL

Verkehrsminister Michael Groschek hat den Landesbetrieb Straßenbau NRW angewiesen, wegen des angekündigten Streiks bei der Bahn auf Tagesbaustellen auf den Autobahnen zu verzichten. „Der Streik wird zu noch mehr Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen führen. Mit dem Verzicht auf Tagesbaustellen wollen wir helfen, die schlimmsten Staus zu vermeiden. Wer nicht zur Rushhour fahren muss, tut gut daran, früher oder später, jedenfalls außerhalb der Verkehrsspitzen zu fahren“, sagte Verkehrsminister Michael Groschek.

Straßen.NRW hat mit seinen Niederlassungen vereinbart, auf Autobahnen nur die aus Sicherheitsgründen absolut notwendigen Tagebaustellen während der Streiktage abzuarbeiten. Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit müssen beispielsweise beschädigte Schutzplanken nach einem Unfall repariert werden. „Andere Arbeiten werden wir später nachholen“, sagte Straßen, NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz.

„Tagesbaustellen“ sind Baustellen von kürzerer Dauer, die nach Möglichkeit außerhalb der Verkehrsspitzen durchgeführt werden. Zwar führt Straßen.NRW ohnehin ein Drittel dieser Arbeiten auf staubelasteten Strecken bei Nacht durch, aber das Markieren von Baustellen zum Beispiel kann bei Nachtfeuchte nicht durchgeführt werden. An Spitzentagen hat Straßen.NRW bis zu 80 Tagesbaustellen je 24 Stunden zu verzeichnen.

Der Landesbetrieb weist im Zusammenhang mit dem Streik auch noch einmal auf einen speziellen Service hin: Auf der Internetseite www.strassen.nrw.de finden Autofahrer eine Übersicht über Mitfahrerparkplätze in Nordrhein-Westfalen. Das Parken auf Mitfahrerparkplätzen ist kostenlos und zeitlich unbegrenzt möglich. Sie liegen nah an einer Anschlussstelle zur Autobahn oder Bundesstraße und sind dadurch vor allem für Fahrgemeinschaften attraktiv. Der gemeinsame Weg zu Arbeit sorgt für weniger Verkehr, schont die Umwelt und den Geldbeutel. Mitteilungen des Landes Nordrhein-Westfalen

Verständnislos und bestürzt über erneuten Lokführerstreik

“Eine kleine Gruppe versucht wieder einmal auf dem Rücken von Wirtschaft und Bevölkerung ihre Partikularinteressen durchzusetzen. Die erneuten Streiks unterminieren das unabdingbare Vertrauen von Industrie und Handel in die Zuverlässigkeit der Bahn und konterkarieren alle Bestrebungen der Politik, mehr Güter auf die Bahn zu bringen. Die Lokführergewerkschaft GDL sägt damit an dem Ast, auf dem sie sitzt.” Dies erklärt Gerhard Handke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), heute in Berlin.

Die Produktionsprozesse setzten einen reibungslosen Transportablauf voraus. Falle jedoch mit der Bahn eines der Glieder der Logistikkette aus, drohten schon nach kurzer Zeit Produktionsausfälle und damit erhebliche Einbußen.

“Zu den besonders betroffenen Branchen eines Bahnstreiks zählt der Chemiehandel. Auch für die deutschen Stahl- und Metallhändler oder die Automobilzulieferer ist die Schiene wegen der zu transportierenden Masse unverzichtbar. Es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten, nicht zuletzt aufgrund der ohnehin ausgeschöpften Kapazitäten. Der Straßengüterverkehr ist bereits ausgelastet und auch Binnenschiffe sind knapp”, so Handke abschließend. BGA André Schwarz

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