NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) bedauert Rückzug seiner Lügen-Kollegin

Lebenslüge der Petra Hinz: Abitur und Examen sind erfunden

Die Essener Bundestagsabgeordnete Petra Hinz hat in ihrem Lebenslauf gelogen. Wie eine INFORMER-Recherche von Politik-Redakteur Pascal Hesse enthüllt hat, besitzt Hinz keine Allgemeine Hochschulreife (Abitur) und hat ebenfalls kein erstes und kein zweites Staatsexamen abgelegt. Dies hatte Hinz jedoch seit Jahren behauptet. informer-magazine.de

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) bedauert Rückzug seiner Lügen-Kollegin

„Ich bedaure ihren Rückzug“

Zum Rückzug von Petra Hinz von der Kandidatur für den Deutschen Bundestag erklärt Thomas Kutschaty, Vorsitzender der Essener SPD:

„Die Entscheidung von Petra Hinz, nicht mehr für den Bundestag kandidieren zu wollen und ihr Amt als stellv. Parteivorsitzende in Essen zur Verfügung zu stellen trifft uns überraschend. Noch vor zwei Wochen (4.7.2016) haben die Parteigremien (Unterbezirksvorstand und Unterbezirksausschuss) deutlich gemacht, dass anonyme Vorwürfe keinen Einfluss auf Kandidatenaufstellungen haben dürfen. Petra Hinz hatte breite Rückendeckung für eine erneute Kandidatur erhalten. Gegenkandidaturen sind innerhalb der parteiinternen Frist nicht erklärt worden. Ich bedaure ihren Rückzug sehr respektiere aber zugleich, wenn sie nunmehr mit ihrer ganzen Kraft den anonymen Vorwürfen entgegentreten möchte. Mit Petra Hinz wird uns eine hochengagierte und bürgernahe Abgeordnete in Zukunft fehlen.“ SPD Essen

Vorausgegangen war ein „offener Brief“ an die Essener SPD von einem anonymen Autor

Petra Hinz: „Als Bundestagsabgeordnete habe ich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes, unserer Stadt die Verpflichtung, meine volle Leistungskraft der Wahlkreis- und Parlamentsarbeit und damit den Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu widmen.“

Petra Hinz: „Es geht ihm allein um die verleumderische Diffamierung einer sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten. Ich werde mit aller Kraft den anonymen Behauptungen entgegentreten und die Verantwortlichen rechtlich zu Rechenschaft ziehen. Dafür brauche ich all meine Kraft, Konzentration und Zeit, um die notwendigen Handlungsschritte einzuleiten und zu verfolgen.“

Anwaltliche Vertretung schafft Klarheit

Im Auftrag unserer Mandantin Frau Petra Hinz, MdB, teilen wir Folgendes mit:

Frau Hinz hat im Jahr 1983 am heutigen Erich-Brost-Berufskolleg der Stadt Essen die Fachhochschulreife erworben. Sie hat jedoch keine allgemeine Hochschulreife erworben. Sie hat darüber hinaus kein Studium der Rechtswissenschaften absolviert und auch keine Juristischen Staatsexamina abgelegt.

In der Rückschau vermag Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gründe sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe über ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen für weitere unzutreffende Behauptungen über ihre juristische Ausbildung und Tätigkeit. Mitte der 1990er Jahre unternahm sie den Versuch, auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen und so zumindest einen Teil ihrer bio-grafischen Falschangaben zu heilen. Aufgrund ihrer zeitlichen Beanspruchung als Mitglied im Rat der Stadt Essen und ihre ehrenamtlichen politischen Engagements musste sie diesen Versuch jedoch bereits nach etwa einem Jahr wieder aufgeben.

Es ist klarzustellen, dass Frau Hinz zu keinem Zeitpunkt rechtsberatend tätig war. Ihre Angestelltentätigkeit in den Jahren 1999 bis 2003 war nicht juristischer Natur.

Das politische Engagement von Frau Hinz war und ist von Aufrichtigkeit und Integrität geprägt. Sie ist daher sehr bestürzt, nicht die Courage aufgebracht zu haben, für ihr Fehlverhalten geradezustehen. Sie bittet ihre Wegbegleiter, ihre Mitarbeiter, ihre Freunde und Familie, all die Menschen, die ihr vertraut haben, und auch die allgemeine Öffentlichkeit von ganzem Herzen um Entschuldigung. INFORMER magazine

Eine Meinung zu "NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) bedauert Rückzug seiner Lügen-Kollegin". Wie lautet Ihre?

  1. 02elf   Mittwoch, 20. Juli 2016, 17:32 um 17:32

    Im Text wird dann aus einer Presseerklärung von Montag (18.7.) zitiert. Diese Presseerklärung bezieht sich ausdrücklich nicht auf den Sachverhalt der fehlerhaften Vita.

    Sie bezog sich auf eine Erklärung von Petra Hinz vom Sonntag (17.7.), in der sie angekündigt hat auf eine weitere Kandidatur zu verzichten ohne weitere Gründe zu nennen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Vorwürfe mit Blick auf die Vita noch nicht bekannt.

    Die Causa Vita hat Frau Hinz erst gestern (19.7.) durch ihre Anwälte selbst öffentlich gemacht. Hierzu gibt es eine aktuelle Presseerklärung vom heutigen Tage (20.7.), die ich Sie bitten möchte zu verwenden bzw. dieses in ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen: http://www.spdessen.de/meldungen/28355/213430/Ich-habe-Petra-Hinz–nahegelegt-ihr-Mandat-als-Bundestagsabgeordnete-sofort-niederzulegen.html

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