Sicherheitskreise bestätigen: Jaber Albakr wollte einen Berliner Flughafen angreifen

Dank an mutigen Syrer und an die Ermittlungsbehörden

Der in Leipzig festgenommene Jaber Albakr bereitete offenbar einen Sprengstoffanschlag auf einen der Berliner Flughäfen vor. Unklar sei bislang jedoch, ob der Syrer den Flughafen Tegel oder den im brandenburgischen Schönefeld im Blick hatte. Das erfuhr der Berliner „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe) aus Sicherheitskreisen. Wahrscheinlich sei Albakr im Auftrag der Terrormiliz IS aktiv geworden.

Sicherheitskreise bestätigen: Jaber Albakr wollte einen Berliner Flughafen angreifen

Der Syrer, der in Chemnitz einen Anschlag geplant haben soll, ist durch das beherzte Handeln eines Landsmanns gefasst worden. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Dem entschlossen handelnden syrischen Flüchtling, aber auch den Geheimdiensten und den Ermittlungsbehörden, ist es zu verdanken, dass der mutmaßliche Terrorist gefasst und ein folgenschwerer Anschlag verhindert werden konnte. Die Festnahme unterstreicht die Bedeutung eines handlungsfähigen Staates, der seine Bürger umfassend vor Kriminalität – vom einfachen Diebstahl bis zu terroristischen Anschlägen – schützt. Wir hoffen, dass jetzt u.a. über Verbindungsdaten die Informationen über den Hintergrund des Täters und etwaige Hintermänner ermittelt werden können.

Der Fall zeigt, wie wichtig effektive Ermittlungs- und Eingriffsmöglichkeiten sind. Die Union setzt sich deshalb dafür ein, dass noch immer bestehende Lücken – wie beispielsweise bei der Speicherung und Erhebung von Telekommunikationsverkehrsdaten – endlich geschlossen werden. Wir müssen außerdem die Sympathiewerbung für Terrorvereinigungen unter Strafe stellen. Es ist unverständlich, dass der Bundesjustizminister nach wie vor beides ablehnt.“ CDU/CSU – Bundestagsfraktion

NRW-Innenminister Ralf Jäger: „Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht stellen“

In der Sicherheitsdiskussion nach dem Sprengstofffund in Chemnitz hat sich NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gegen Forderungen aus der Union ausgesprochen, künftig alle Flüchtlinge einer lückenlosen Überprüfung, auch durch die Nachrichtendienste, zu unterziehen. Die deutschen Sicherheitsbehörden gingen jedem Terrorhinweis nach, aber: „Es wäre falsch, Hunderttausende Menschen, die vor Krieg und Terror nach Deutschland geflüchtet sind, jetzt unter Generalverdacht zu stellen“, so Jäger gegenüber der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen. „Die Festnahme in Sachsen zeigt, dass die deutschen Sicherheitsbehörden alles in ihrer Macht stehende tun, damit es hier nicht zu terroristischen Anschlägen kommt. Dennoch: Es gibt keine absolute Sicherheit. Als freie und offene Gesellschaft sind wir verwundbar“, sagte Jäger weiter. Neue Westfälische

Behörden dürfen nicht zum Sicherheitsrisiko werden

Zur Festnahme des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr erklärt der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki:

„Wir freuen uns sehr, dass die Sicherheitsbehörden nicht nur einen möglichen Sprengstoffanschlag verhindert haben, sondern auch, dass es ihnen gelungen ist, den Hauptverdächtigen zu fassen – bevor dieser eine schreckliche Tat ins Werk setzen konnte. Dass der entscheidende Tipp in diesem Falle offenbar von einem Asylbewerber gekommen ist, zeigt, dass es auch künftig bei der Terrorismusbekämpfung vor allem auf Menschen ankommen wird, und nicht auf weitere Einschränkungen der Freiheit aller.

Es ist klar, dass der IS alle Wege nutzt, um in der Bundesrepublik einen schweren Anschlag verüben zu können. Dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bisher im Regelfall davon abgesehen hat, offensichtlich gefälschte Pässe anzuzeigen, hat die Arbeit der Terroristen eindeutig erleichtert. Wir können nicht zulassen, dass unsere Behörden wegen Überforderung den Rechtsstaat außer Kraft setzen und damit zum Sicherheitsrisiko für uns alle werden.“ FDP

Worauf stolz? – über den gefassten Terrorverdächtigen in Leipzig

Sicherheitsbehörden warnen seit Jahren, dass Deutschland im Fadenkreuz von islamistischen Terroristen ist. Logisch, schließlich ist Deutschland umgekehrt auch kein passiver Beobachter an den diversen Fronten. Klar also, dass der jetzt gefasste mutmaßliche IS-Angreifer nicht der Letzte sein wird, der Angst ins Land trägt.

Doch es ist ein Irrtum zu glauben, dass Terror immer nur von draußen kommt. In Deutschland explodierten Bomben, lange bevor sich einige Fanatiker unter Zehntausende fliehende Menschen mischten, die bei uns Schutz suchen. Gewiss, das Oktoberfest-Attentat ist lange her. Doch offenbar reichen die seither vergangenen 36 Jahre nicht, um die Wahrheit über dieses Morden ans Licht zu lassen. So ist das auch mit den Taten des NSU, der Nachahmer findet. Im vergangenen Jahr wurden bei Neonazis 562 Spreng- und Brandvorrichtungen gefunden. Dazu 1947 Waffen, die nicht zur Dekoration beschafft wurden. Und will jemand das planmäßige Anzünden von Flüchtlingsunterkünften ernsthaft als pyromanische Verirrung werten?

Nein, auch das ist Terror. Er gedeiht mitten unter uns. Die sächsischen Innenbehörden haben nicht den geringsten Grund, auf ihre Arbeit stolz zu sein. Der mutmaßliche IS-Bombenleger konnte gestoppt werden, weil syrische Landsleute ihm den Weg verlegten. Das führt notwendig zu der Frage: Was ist eigentlich mit jenen Politkriminellen, die unlängst in Dresden Bomben gezündet haben? Es scheint so, als warte Sachsens Polizei auch in diesem Fall darauf, dass ihr jemand die Täter zur Abholung bereitlegt. neues deutschland

Chemitzbomber Al-Bakr: Syrischer Flüchtling mit „IS-Kontext“

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