TV-Duell zwischen Hannelore Kraft (SPD) und Armin Laschet (CDU)

Fernsehduell zur NRW-Wahl: Respektvoll, aber hart

NRW-Zuschauer sehen Hannelore Kraft (SPD) als Siegerin des TV-Duells gegen Armin Laschet (CDU)Forsa-Blitzumfrage – Schwächere Unterstützung der CDU-Anhänger für den Herausforderer gibt den Ausschlag. Sie gilt als „kleine Bundestagswahl“, von einem „Stimmungsbild für Deutschland“ ist die Rede: Am 14. Mai wählt Nordrhein-Westfalen ein neues Landesparlament.

TV-Duell zwischen Hannelore Kraft (SPD) und Armin Laschet (CDU)

Einen eindeutigen Sieger gibt es bei TV-Duellen selten: Dafür liegt die Wahrheit wohl zu sehr im Auge des Betrachters. So war es auch gestern Abend wieder. Zwar griff CDU-Herausforderer Armin Laschet vor allem in der ersten halben Stunde und begünstigt durch die Wahl der Themenfelder mutig an, doch die erfahrene Wahlkämpferin Hannelore Kraft fand zumeist eine Antwort. Überhaupt wurde die SPD-Ministerpräsidentin mit fortschreitender Sendedauer zunehmend souveräner. Als echte Entscheidungshilfe taugte das TV-Duell damit kaum, als Motivationsschub für die eigenen Leute aber sehr wohl. Was durchaus seinen Wert haben kann: Womöglich wird es am 14. Mai gerade darauf ankommen, wer stärker zu mobilisieren versteht. Westfalen-Blatt

NRW- Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat das TV-Duell mit ihrem CDU-Herausforderer Armin Laschet klar für sich entschieden. Wie eine Blitz-Umfrage des Forsa-Instituts für den „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter 500 wahlberechtigten Zuschauern aus Nordrhein-Westfalen ergab, sahen 52 Prozent Kraft vorn, 34 Prozent hielten Laschet für den Sieger. Erwartungsgemäß fiel das Votum der SPD-Anhänger mit 89 zu drei Prozent eindeutig zugunsten der Amtsinhaberin aus, während unter den CDU-Anhängern 72 Prozent für Laschet als Gewinner stimmten, 16 Prozent hingegen für Kraft. Ähnlich fiel das Ergebnis auf die Frage nach Sympathie und Kompetenz der Konkurrenten aus. Hier sprachen sich 52 beziehungsweise 53 Prozent für Kraft aus, während Laschet nur 38 Prozent der Befragten sympathischer und 35 Prozent kompetenter fanden.

53 Prozent aller Zuschauer sprachen Kraft die bessere Eignung für das Ministerpräsidentenamt zu, 33 gaben Laschet den Vorzug. Auch in dieser Frage versammelte sich die SPD-Anhängerschaft mit 96 zu 2 Prozent deutlich geschlossener hinter der eigenen Spitzenkandidatin als die CDU-Klientel hinter ihrem Frontmann Laschet. Diesen hielten zwar 84 Prozent der CDU-Anhänger für geeigneter, aber immerhin elf Prozent der CDU-Anhänger entschieden sich in diesem Punkt für die Amtsinhaberin von der SPD. Insgesamt hat die Debatte nach Meinung der allermeisten Zuschauer (86 Prozent) die für die Menschen wichtigen Themen angesprochen. Nur elf Prozent der Befragten vertraten eine gegenteilige Meinung. Zwischen SPD- und CDU-Anhängern gab es in diesem Punkt keinen nennenswerten Unterschied. Die Teilnehmer der Blitzumfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa repräsentativ ausgesucht. Ihr Votum wurde unmittelbar nach dem Ende der einstündigen Fernseh-Debatte in Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen „meetyou“ eingeholt, das für die technische Umsetzung des Webcasts und des Live-Votings verantwortlich war. Joachim Frank – Kölner Stadt-Anzeiger

Merkel nennt Bilanz der rot-grünen Landesregierung in NRW „überaus enttäuschend“ – Scharfe Kritik an Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD)

Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, hat die Arbeit der rot-grünen Regierung von Nordrhein-Westfalen unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) scharf kritisiert. Die Bilanz sei „überaus enttäuschend“ und „keine Empfehlung für die Zukunft“, sagte Merkel dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ kurz vor der Landtagswahl am 14. Mai. Besonders dem Landesinnenminister, Ralf Jäger (SPD), warf die Kanzlerin „schwere Versäumnisse“ im Bereich Innere Sicherheit vor und verwies unter anderem auf die Kölner Silvesternacht 2015 und die Aufarbeitung der damaligen Gewaltexzesse. Aber auch die Zahl der Wohnungseinbrüche sei in NRW weit höher als in anderen Bundesländern. „Die Verantwortung dafür kann die Landesregierung nicht auf andere abschieben.“ Mit CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet und der CDU könne „in NRW viel mehr erreicht werden“, so Merkel weiter. Es sei richtig, „dass die CDU die Sicherheit in NRW zum Thema macht – wie auch die Versäumnisse der Landesregierung in der Verkehrs-, in der Haushalts- und in der Bildungspolitik.“ Kölner Stadt-Anzeiger

Ihre Meinung ist wichtig!

Persönliche Angaben freiwillig! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.