Fake-News im Wahlkampf: Transparenz statt Gerüchte

Informationskrieg: Wie gegen Propaganda vorgehen?

Da rollt was auf Politiker, Wähler und auch auf die Medien im nächsten Jahr zu. Der Fall Künast zeigt stellvertretend einmal mehr, dass die Schattenseiten des digitalen Zeitalters jeden zu jeder Zeit treffen können. Die Politik muss sich mehr einfallen lassen, um gegen Fake-Nachrichten und Trolle vorzugehen, die Unwahrheiten verbreiten, um Stimmung zu machen. Und zum Beispiel der AfD Wahlkampfhilfe zu geben.

Fake-News im Wahlkampf: Transparenz statt Gerüchte

So müssen Facebook und Co. stärker in die Pflicht genommen werden. Die sollten überprüfen, ob es sich bei Nachrichten tatsächlich um solche handelt, oder um Fake-News, die die öffentliche Debatte beeinflussen sollen. Das müssen Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen oder Radio schließlich auch – genauso wie seriöse Online-Nachrichtenportale. Zudem werden Regierungen und Behörden sich mehr anstrengen müssen, um sich vor Angriffen aus dem Netz wirkungsvoll zu schützen. Und schließlich ist größtmögliche Transparenz ein wirksames Mittel gegen Gerüchte und Desinformation. Dass so viele Menschen selbst den wildesten Verschwörungstheorien glauben schenken, kommt schließlich nicht von ungefähr. Straubinger Tagblatt

Künast und der Kampf gegen die Falschnachrichten im Netz – Es wird anstrengend

Da rollt was auf Politiker, Wähler und auch auf die Medien im nächsten Jahr zu. Der Fall Künast zeigt stellvertretend einmal mehr, dass die Schattenseiten des digitalen Zeitalters jeden zu jeder Zeit treffen können. Alles kann im Netz behauptet werden, jeder kann Opfer von Pöbelei oder Verleumdung werden. Und das nach wie vor noch weitgehend unbehelligt und ungestraft. Daumen runter für Facebook & Co. Deshalb ist es wichtig, dass mit Künast endlich jemand den Kampf gegen die „Fake News“ und gegen die Verunglimpfungen führt. Das schafft Bewusstsein für die üblen persönlichen und gesellschaftlichen Folgen dessen, was aus dieser anderen Welt hierher¸überschwappt. Bislang hat die Politik vor dem Phänomen meist nur wie das Kaninchen vor der Schlange gesessen. Nicht zuckend, nicht aufmuckend, auf die Selbstkontrolle der sozialen Netzwerke und auf runde Tische vertrauend. Schluss damit. Denn gebracht hat das wenig, der Hass wird weiter kübelweise im Netz ausgeschüttet und nur selten gelöscht. Die Politik muss endlich mutig den Konflikt mit den Weltkonzernen führen, sie darf sich nicht länger mit billigen Versprechungen abspeisen lassen. Da liegt Künast völlig richtig. Und jeder Hetzer, der hierüber hinaus entlarvt und bestraft wird, schreckt andere hoffentlich ab. Je näher das Bundestagswahljahr rückt, und je mehr Details auch über den digitalen Schmutz-Wahlkampf in den USA bekannt werden, desto nervöser wird man in Deutschland. Zu Recht.

Denn unter dem Strich kann die Meinungsmache im Netz durch Falschnachrichten, durch „Social Bots“, also computererstellte Nutzerprofile bei Facebook oder Twitter, wahlentscheidend sein. Das wird eine Herausforderung werden für die Parteien im Wahlkampf. Aber nicht nur für die – auch für jeden Bürger. Denn immer noch gilt: Demokratie gibt es nicht frei Haus, nicht ohne Engagement und Einsatz. Sie verlangt jedem mündigen Bürger etwas ab. Wer sich also nur noch auf Facebook und bei seinesgleichen informiert, wer sich nur von Vorlieben oder Abneigungen leiten lässt, die einem die sozialen Netzwerke präsentieren, ohne dass sie erklären, wie die Informationen entstanden sind und wie sie ausgewählt wurden, der wird den Blick auf andere Realitäten verlieren. Er sieht nur noch das, was die eigene Meinung bestätigt. Dessen muss sich jeder viel bewusster werden. Das Wahljahr wird anstrengend, für Wähler und für die zu Wählenden, wenn man nicht will, dass die Demokratie womöglich Stück für Stück den Demokratiefeinden anheimfällt. Darin liegt übrigens auch eine Chance für die so genannten „klassischen Medien“. Informationen sorgsam filtern, Ereignisse und Gesagtes überprüfen und einordnen – da sind Journalisten deutlich im Vorteil gegenüber den Facebook-Algorithmen. Auch online. Lausitzer Rundschau

Informationskrieg: Wie gegen Propaganda vorgehen?

Von terroristischen Organisationen und Ländern wie Russland betriebene Online-Propaganda zielt darauf ab, Angst und Unsicherheit zu schüren und Europa zu spalten. Das Plenum debattiert heute Nachmittag (22.11.) über einen Bericht, der stärkere Gegenmaßnahmen und eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten fordert. Wir haben mit der Berichterstatterin Anna Fotyga (EKR) aus Polen über die Folgen der Desinformationskampagnen gesprochen und darüber, wie man diesen begegnen sollte.

Welche Auswirkungen haben diese Propaganda-Aktionen? Haben Propaganda-Aktionen das Potenzial, Wahlen in Europa zu beeinflussen?

Nach der russischen Aggression gegen die Ukraine und der Annexion der Krim ist viel geschehen. Das war ein Weckruf.

Unserer Ansicht nach hat Russland in Zentral- und Osteuropa bereits viel früher damit begonnen, Informationen zu verfälschen und Medienmärkte zu beeinflussen. Es handelt sich um eine Fortsetzung der Methoden und Mittel, die während des Kalten Kriegs eingesetzt wurden.

Natürlich ergeben sich Auswirkungen auf die Gesellschaften innerhalb der EU und in anderen Ländern. Sicherlich sind auch die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika das Ziel russischer Propaganda, unter Einsatz verschiedener Mittel wie zum Beispiel Russia Today.

Warum gelingt es dem sogenannten „Islamischen Staat“ über das Internet junge Muslime in Europa zu erreichen? Wie kann Europa sich selbst verteidigen?

Es geht hier nicht nur um junge Muslime. Mithilfe des Einsatzes verschiedenster Mittel ist es dem „IS“ gelungen, Menschen verschiedener Generationen und Glaubenszugehörigkeiten für sich zu gewinnen und sie dazu zu bewegen, zu konvertieren und sich zu radikalisieren.

Ich habe zahlreiche Vertreter verschiedener Ministerien der EU-Mitgliedstaaten getroffen und für die Entscheidungsträger ist es ein regelrechtes Trauma zu wissen, dass sich die Jugend möglicherweise gegen das eigene Land wenden wird. Es ist wirklich außerordentlich schwierig, hier etwas dagegen zu unternehmen, doch wir sind dazu bereit und erhalten nun auch Unterstützung auf europäischer Ebene.

Es gibt hochentwickelte Tools, um die Lage zu evaluieren. Der Bericht nennt Instrumente, um Falschinformationen anzuzeigen und hebt die Notwendigkeit hervor, Fälle und Muster der Radikalisierung zu beschreiben und deren tragischen Folgen für ganze Familien.

Den Mitgliedstaaten stehen Instrumente zur Verfügung, um die sozialen Medien und Fälle der Radikalisierung zu beobachten. Das ist natürlich mit großen Anstrengungen verbunden; doch aufgrund unserer Zusammenarbeit und den Informationen aus den Mitgliedstaaten sind wir uns der Entwicklungen bewusst.

Die Finanzierung bleibt natürlich ein wichtiges Thema. Wir müssen vielmehr in diese Kampagnen investieren, um gegen die Radikalisierung anzukämpfen. Europäische Union

Welche Rolle spielte Russland bei der US-Wahl?

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