Mittelbayerische Zeitung: Die Addition

Regensburg – Zerrieben zwischen Kindern, Haushalt und Job. Überall wollen Frauen ihr Bestes geben – und am Ende bleiben sie selbst auf der Strecke. Und schuld daran sind sie laut einer neuen Umfrage selbst. Frauen stecken sich zu hohe Ziele. Dabei müssten sie sich doch nur ein bisschen locker machen, oder? Doch wo anfangen? Schmutz übersehen? Wäsche mehrere Tage tragen? Kinder beim Lernen sich selbst überlassen und ihnen obendrein die zeitraubenden Hobbys streichen? Oder lieber doch den Chef mit gedrosselter Motivation überraschen? Die Autorinnen Susanne Garsoffky und Britta Sembach haben ein Buch über “Die Alles ist möglich-Lüge” geschrieben. Ihr Fazit: Eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es nicht. Es bleibt immer eine Addition. Und zur Summe aller Anstrengungen darf man dann noch das schlechte Gewissen rechnen, das die Frauen plagt. Eine pauschale Lösung für das Dilemma gibt es nicht. Wer Kinder und Job schaffen will, der braucht einfac

WAZ: Eltern im Dauerstress

Essen – Eltern haben es in Deutschland heute leicht. Es gibt Kindergeld, Krippen und Kitas, Teilzeitjobs und Ganztagsschulen, Vätermonate und Frauenförderung.

Warum aber lässt der Stress nicht nach? Warum finden Väter und Mütter das Elternsein in diesen Zeiten trotz aller staatlichen Unterstützung unendlich anstrengender als sie es bei ihren eigenen Eltern erlebt haben? Die Antwort: Weil der Druck größer ist – vor allem der, den sie sich selbst machen.

Das beginnt schon mit der Frage nach dem richtigen Babybrei, der besten Kleinkindbetreuung sowie der Wahl des passenden Musikinstruments und geht bis zur Suche nach der besten Universität. Unzählige Ratgeber, Besserwisser und aufgeregte Elternzirkel verstärken den Druck noch – manchmal bis zur Hysterie.

Dahinter steht ein banales Motiv: Ein gut geratenes Kind gilt heute mehr denn je als sichtbarer Lebenserfolg seiner Eltern. Den will keiner leichtfertig verspielen. Deshalb der ganze St

Allg. Zeitung Mainz: Ruhe für Eltern

Mainz – Das Beste, was man für Mütter und Väter tun könnte, wäre, mit sofortiger Wirkung alle Studien zum Thema “Wie gut erziehen wir denn” oder ähnlich gelagerten Fragestellungen für mindestens fünf Jahre aufzuschieben. Natürlich haben es Eltern immer ein Stück von sich aus zu verantworten, wenn sie sich unter Druck setzen. Und auch über die soziale Kontrolle (oder sollten man sagen: Normierung?) in Hipster-Vierteln oder Neubaugebieten des gediegenen Mittelstandes ließen sich jede Menge süffisante Bücher der Marke “Selber schuld” schreiben. Aber dennoch: Es ist heftig, was alles auf Eltern herunterprasselt. Das sind neben besagten Studien kiloweise Ratgeberliteratur, verdichtete Lehrpläne an Schulen und eine steil ansteigende Reizüberflutung aus Internet und Sozialen Medien.

Dazu gesellen sich sowohl bei Eltern als auch bei Kindern stetig wandelnde berufliche (Eingangs-)Voraussetzungen sowie ab und an liebe Großeltern, die ganz

Himmelsrichtung und Raumnutzung bestimmen Art und Ausstattung der Fenster

Hausbau oder Modernisierung Ein Haus ist viereckig und hat zumeist gleichgroße Fenster. So einfach aber auch unbefriedigend war es früher einmal. Heute ist die Sache etwas komplizierter, dafür überzeugt das Ergebnis für viele Jahrzehnte. “Wer sein Haus heute modernisiert oder neu baut, der sollte bei der Auswahl der Fenster Faktoren wie die Himmelsrichtung oder die […]

Paritätischer Gesamtverband unterstützt Proteste gegen PEGIDA

Der Paritätische Gesamtverband begrüßt die bundesweiten Protestbewegungen gegen die islamfeindliche PEGIDA-Bewegung und unterstützt die Demonstration am Montag, 12. Januar 2015, 17 Uhr in Berlin, zu der das Bündnis gegen Rassismus unter dem Motto “NoBärgida, NoRacism” aufgerufen hat. Mit der Demonstration soll ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und gegen die Instrumentalisierung der Opfer des Anschlags auf die Satirezeitung “Charlie Hebdo” für rassistische Hetze gegen Muslime gesetzt werden.

“Der Anschlag in Paris war ein fürchterliches, verabscheuungswürdiges Verbrechen. Jetzt rassistische Ressentiments auf Kosten der Opfer zu schüren, ist abstoßend. Was wir brauchen, ist ein deutliches Zeichen des Zusammenhalts, gegen Gewalt und gegen jede Form des Rassismus und der Ausgrenzung”, so Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes. “Offenheit, Vielfalt und Toleranz – das sind und waren schon imme

Republikanischer Anwaltsverein: Sächsische Ermittler verstoßen eklatant gegen rechtsstaatliche Grundsätze

Berlin – Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) zieht eine verheerende Bilanz der Arbeit der sächsischen Ermittlungsbehörden. Diese hätten bei der Verfolgung antifaschistischer und zivilgesellschaftlicher Aktivitäten “jedes Maß verloren” und “in eklatanter Weise gegen rechtsstaatliche Grundsätze verstoßen”, kritisiert der Berliner Rechtsanwalt Peer Stolle in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung “neues deutschland” (Montagausgabe). Stolle verweist dabei auf die rechtswidrige Funkzellenabfrage, die zu einer Erhebung von mehr als einer Million Datensätzen und zu einer Feststellung von über 54 000 MobilfunknutzerInnen geführt hatte, auf ergebnislose Ermittlungen gegen eine angebliche Antifa-Sportgruppe sowie auf Manipulation von Beweismitteln durch die Polizei und Falschaussagen von Polizeibeamten in Strafverfahren gegen den Jugendpfarrer Lothar König und den Antifaschisten Tim K. Das Verfahren gegen König wu

Rheinische Post: Tritte gegen die Helfer

Düsseldorf – Was muss in den Köpfen von Leuten vorgehen, die Rettungskräfte während eines Einsatzes anspucken, schlagen und beschimpfen? Vermutlich nichts. Mit gesundem Menschverstand lässt sich Gewalt gegen Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten wohl auch nicht erklären. Es ist eine gefährliche Entwicklung, die unsere Gesellschaft seit einiger Zeit durchläuft. Die Attacken auf Rettungskräfte sind ein weiteres Anzeichen dafür, dass irgendetwas aus den Fugen geraten zu sein scheint. Der Respektverlust Autoritäten gegenüber zieht sich längst durch fast alle Lebensbereiche. Die Elite des Landes, die etwas zu sagen hat, wird immer seltener widerstandslos gehört. Im Internet wird jeder und alles in Frage gestellt – oft dumpf, ungefragt und anonym. Parallel dazu wächst auf der Straße die Gewaltbereitschaft. Die Frage nach dem Warum ist schwierig zu beantworten. Fehlende Bildung, Verlust von Werten, Perspektivlosigkeit und Unzufriedenheit mögen Erklärungen

Orkanböen und Hochwasser bedrohen Deutschland

BdV erklärt, welche Versicherungen bei Sturmschäden zahlen

Große Teile Deutschlands werden am kommenden Wochenende von dem Orkantief “Christian” heimgesucht, so die Wettervorhersage. Sturmböen mit bis zu 120 Stundenkilometern sind zu erwarten. Dazu kommt außerdem heftiger Regen, der die ohnehin schon sehr hohen Flusspegel weiter gefährlich ansteigen lässt – Hochwaser droht. Weniger Sorgen muss sich derjenige machen, der sein Hab und Gut über eine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung versichert hat. Denn die zahlt in der Regel bei Sturmschäden. Nicht automatisch mit versichert sind jedoch Schäden durch Hochwasser aufgrund von Starkregen. Hierzu muss eine separate Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Weitere Informationen stellt der Bund der Versicherten e. V. auf seiner Homepage zur Verfügung oder individuell seinen Mitgliedern.Hat Sturm mit einer Windstärke von mindestens 8 zu einem Schaden am Haus oder Hausrat geführt, ist dies

Online-Kondolenzbuch: Reporter ohne Grenzen ruft zu Solidarität mit Charlie Hebdo auf

Seit dem brutalen Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo verleihen auch in Deutschland viele Menschen auf unterschiedliche Weise ihrer Trauer und Solidarität Ausdruck. Reporter ohne Grenzen (ROG) hat nun ein Online-Kondolenzbuch gestartet, mit dem Sie Ihre Gedanken und Botschaften an die Hinterbliebenen des Attentats übermitteln können. Die gesammelten Einträge wird Reporter ohne Grenzen als gedrucktes Kondolenzbuch an die französische Botschaft in Berlin übergeben, damit sie auf diesem Wege die Familien der Getöteten erreichen.

Das Online-Kondolenzbuch finden Sie unter www.reporter-ohne-grenzen.de/mitmachen/wir-sind-charlie/.

“Nach diesem schrecklichen Anschlag ist jede Stimme der Ermutigung und Solidarität ein wichtiges Zeichen für die Hinterbliebenen und für die Redaktion von Charlie Hebdo”, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. “In dieser Situation gilt es deutlich zu machen, dass die Feinde der Pressefreiheit e

Große Mehrheit fürchtet neue Wirtschafts- und Finanzkrise in der EU

ARD-DeutschlandTrend Januar 2015

61 Prozent der Deutschen haben Sorge, dass sich die Wirtschafts- und Finanzkrise in der Europäischen Union wiederholt. 36 Prozent haben keine Sorge. Bei den AfD-Anhängern ist die Angst besonders groß, dass sich die Wirtschafts- und Finanzkrise in der EU wiederholt: 86 Prozent der AfD-Anhänger machen sich diesbezüglich Sorgen, 14 Prozent machen sich diesbezüglich keine Sorgen. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben.

Im Vorfeld der Neuwahlen in Griechenland finden 80 Prozent der Befragten, dass die Bundesregierung sich dafür einsetzen soll, dass auch eine neue griechische Regierung den Sparkurs fortsetzt. Die Zahl derer, die die Ansicht vertreten, das Land müsse die Gemeinschaftswährung aufgeben, wenn es die Sparauflagen nicht einhält, liegt bei 61 Prozent. Dieser Schritt wäre nach Einschätzung von 53 Prozent für den Rest von Europa wesentlich weniger dramatisch als noch