Vorteil Laschet: TV-Duell Kraft gegen Laschet

Das soziale Gewissen der CDU Deutschlands

Die Argumente sind ausgetauscht, jetzt geht es im Finale des Wahlkampfes darum, die Inhalte überzeugend zu vermitteln – und auf möglichst sympathische Art und Weise. Um die Sprache der Sportler zu bemühen: Hannelore Kraft und Armin Laschet trennten sich gestern Abend nach einem gut 60-minütigen TV-Duell unentschieden.

Vorteil Laschet: TV-Duell Kraft gegen Laschet

Trotzdem darf das CDU-Lager die Debatte als Punktsieg werten. Denn dem CDU-Spitzenkandidaten wird immer wieder unterstellt, er agiere in entscheidenden Momenten fahrig. Gestern gab sich Laschet keine Blöße. Insbesondere beim Thema Innere Sicherheit drängte der Herausforderer die Ministerpräsidentin in die Defensive, bohrte erfolgreich in den tiefen Wunden, die die Kölner Silvesternacht und der Fall Amri bei der rot-grünen Regierung hinterlassen haben. Krafts Verteidigungsstrategie ging in diesem Punkt nicht auf; sie agierte zwar deutlich emotionaler, ihr Kümmerer-Image konnte aber sie nicht mit Inhalt füllen. Laschet lieferte in Bildungsfragen keine überzeugenden Antworten. Wohltuend: Beide verzichteten auf persönliche Angriffe; das ist in Zeiten des Populismus nicht selbstverständlich. Vielleicht schwant beiden aber auch, dass sie nach dem 14. Mai gemeinsam auf der Regierungsbank sitzen könnten. Martin Korte – Westfalenpost

Das war er also, der Schlagabtausch zwischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihrem Herausforderer Armin Laschet. Er war intensiv, heftig und kontrovers – wie es sich für politischen Streit gehört. Er war – vielleicht mit Ausnahme der Debatte um die Innere Sicherheit – von Respekt geprägt. Der Herausforderer versuchte mit dem Frontalangriff auf Innenminister Ralf Jäger zu punkten. Das gelang zum Auftakt teilweise, insbesondere durch eine sehr starke Vereinfachung. Eine Opposition darf den Minister angreifen, ohne erklären zu müssen, dass zusätzliche Stellen für Polizisten in NRW aktuell auch deshalb nötig sind, weil die Vorgängerregierung dort gekürzt hat. Laschet verließ aber recht schnell das Thema der Wohnungseinbrüche zugunsten des Themas Amri, des Attentäters von Berlin. Es wirkte geplant, aber man zweifelt, ob die Amri-Skandalisierung näher an den Wähler-Interessen liegt. Zur aktuellen Debatte der Leitkultur, die Bundesinnenminister de Maizière lostritt, bemühte sich der Herausforderer um eine Relativierung.

Das war sicher klug, aber zu gewinnen war dieses Thema für ihn nicht. Gerade der ehemalige Integrationsminister Laschet hätte sich hier besser an die Seite des ehemaligen Generalsekretärs seiner Partei, Ruprecht Polenz aus Münster, gestellt, der die Debatte für überflüssig und gefährlich hält. Auf dem Feld der Sozialpolitik punktete Kraft. Der Herausforderer geriet in die Defensive, als er dort seine eigene Zeit als Integrationsminister unter Jürgen Rüttgers verteidigen musste. Kraft griff ihn auch auf den Feldern Kinderbetreuung und Arbeits- markt an. Laschet tat sich schwer zu parieren. Ähnlich ging es dem Herausforderer in Sachen G8/G9-Abitur. Dort zog sich Laschet auf die Mehrheitsmeinung während der 2000er Jahre als Rechtfertigung des von allen Seiten kritisierten Gesetzes der Rüttgers-Regierung zurück. Kraft plädierte für Korrekturen, war konkreter als Laschet – eine perfekte Lösung aber konnte keiner präsentieren. Es war ein offener Schlagabtausch. Er war respektvoll, aber auch hart. Kraft war stärker in den Fakten und Analysen. Laschet zeigte sich ruhig und angriffslustig zugleich. Ein Herausforderer muss ein solches Duell gewinnen, um wirkungsvoll zu punkten. Armin Laschet aber schaffte gegen Hannelore Kraft allenfalls ein Unentschieden. Thomas Seim – Neue Westfälische

Armin Laschet beruft Karl-Josef Laumann in sein Team

Der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der CDU Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, stellte heute beim Wahlkampfauftakt der CDU in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf den Bundesvorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Karl-Josef Laumann als ein weiteres Mitglied seines Teams für die Landtagswahl vor. Dazu erklärt Armin Laschet: „Heute starten wir in die heiße Wahlkampfphase. Wir haben die Zeit der Opposition genutzt, um uns auf die Regierung dieses starken Landes vorzubereiten. Mit einer Fülle von Ideen wollen wir unser Land endlich wieder auf die Spitzenplätze führen. Um all das durchzusetzen, brauchen wir die besten Köpfe. Menschen, die mit Leidenschaft und Know-how für die Sache brennen: Menschen wie Karl-Josef Laumann. Er ist ein Arbeiter für soziale Gerechtigkeit und ein Kämpfer für die Rechte der Arbeitnehmer. Er steht für die christlich-soziale Wurzel der CDU.

Ich freue mich daher sehr, dass Karl-Josef Laumann in meinem Team daran mitarbeiten wird, unser Land wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Er kennt als Patienten- und Pflegebeauftragter der Bundesregierung die Sorgen und Nöte vieler Menschen und ist wie kein anderer prädestiniert, in Nordrhein-Westfalen den Menschen in den Mittelpunkt der Gesundheitspolitik in einer älterwerdenden Gesellschaft zu stellen.

Karl-Josef Laumann ist auch eine starke Stimme Westfalens und das soziale Gewissen der CDU Deutschlands. Seine tiefe Verwurzelung in der christlichen Soziallehre und sein gewerkschaftliches Engagement prägen seine politische Arbeit. Seine Konzepte zur Bekämpfung des Ärztemangels im ländlichen Raum haben schon jetzt das Regierungsprogramm der CDU Nordrhein-Westfalen geprägt.

Karl-Josef Laumann wird in den anstehenden Koalitionsverhandlungen für uns sicherstellen, dass in Nordrhein-Westfalen wieder eine nachhaltige und erfolgreiche Sozial- und Arbeitsmarktpolitik Einzug erhält. Wir brauchen wieder ein starkes Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, das in Nordrhein-Westfalen eine lange Tradition hat.“ CDU NRW

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