Außenminister Steinmeier zu den Selbstmordanschlägen am Wochenende

Bundesregierung erschüttert über Terroranschläge

Am Samstag sind in Istanbul zwei Bomben vor einem Fußballstadion gezündet worden. Dutzende Menschen sind getötet und mehr als hundert verletzt worden. Die Kanzlerin telefonierte mit Präsident Erdogan und sprach dem türkischen Volk ihr Mitgefühl aus. Auch Außenminister Steinmeier zeigte sich tief erschüttert über die grausamen Terroranschläge.

Außenminister Steinmeier zu den Selbstmordanschlägen am Wochenende

Außenminister Steinmeier zu den Selbstmordanschlägen in Istanbul

Zu den nächtlichen Selbstmordanschlägen in Istanbul sagte Außenminister Steinmeier in Berlin:

„Wir sind erschüttert über die Nachrichten, die uns in der Nacht aus der Türkei erreicht haben. Erneut ist Istanbul von zwei grausamen Terroranschlägen getroffen worden. Dutzende Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als hundert verletzt. Und erneut haben diese Anschläge vor allem auf die Sicherheitskräfte abgezielt, die gestern Abend die Straßen rund um ein Fußballspiel in Besiktas abgesichert haben.

Wir verurteilen diese terroristischen Anschläge auf das Schärfste und trauern gemeinsam mit unseren türkischen Partnern. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Den vielen Verletzten wünschen wir baldige Genesung.

Wir wissen noch nicht genau, wer hinter diesen Anschlägen steckt. Aber nichts kann solche Taten rechtfertigen.

Besonders perfide ist: Diese Taten sollten so viele Menschen wie möglich treffen. Sie richteten sich auch gegen eine sportbegeisterte Gesellschaft, die gerade versuchte, sich von den schrecklichen Attentaten der letzten Monate zu erholen und in eine Normalität zurückzufinden.

Steinmeier zu Anschlag auf Kirche in Kairo

Die Nachrichten von dem Anschlag auf Gläubige in einem Gottesdienst in einer koptischen Kirche in Kairo sind wirklich entsetzlich. Mehr als zwanzig Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, sind bei dieser blutigen Tat getötet worden, Dutzende weitere wurden verletzt.

Wir verurteilen diesen terroristischen Anschlag auf das Schärfste, genau wie die Anschläge auf Sicherheitskräfte in Kairo und Kafr-el-Sheikh am Freitag, und wir trauern zusammen mit dem ägyptischen Volk. Wir gedenken der Opfer, trauern mit den Familien und wünschen den zahlreichen Verletzten baldige Genesung.

Wir stehen im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Ägyptens.

Dass ausgerechnet der Geburtstag des Propheten für einen heimtückischen Anschlag gegen christliche Gläubige genutzt wurde, zeigt das perfide Kalkül der Täter und ihrer Hintermänner, das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen mit terroristischer Gewalt zu hintertreiben. Wir müssen alles dafür tun, dass ihnen das nicht gelingt.

Auswärtiges Amt zum Selbstmordanschlag in Jemen

Wir verurteilen den brutalen Anschlag auf eine Kaserne in der jemenitischen Hafenstadt Aden, bei dem fast 50 Soldaten getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden.

Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Der gestrige Selbstmordanschlag ist der letzte in einer ganzen Reihe von Terrorattacken, zu denen sich der Islamische Staat in den letzten Monaten in Jemen bekannt hat. Die internationale Gemeinschaft muss weiter alles dafür tun, damit sich die Islamisten den militärischen Konflikt nicht zunutze machen können, um ihre Präsenz und ihren Einfluss im Land auszuweiten.

Wir unterstützen die laufenden Bemühungen des UN-Sondergesandten Ismail Ould Sheikh Ahmed, die Konfliktparteien in Jemen zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, damit die Gespräche über eine politische Lösung für den Konflikt fortgesetzt werden können. Erst wenn die Kampfhandlungen endlich abflauen, kann die Bevölkerung endlich mit dringend benötigten humanitären Hilfsgütern versorgt werden.“ Auswärtiges Amt

Bundeskanzlerin Merkel zum Anschlag in Istanbul

Die stellv. Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, teilt mit:

Nach dem entsetzlichen, menschenverachtenden Attentat in Istanbul gestern Abend hat Bundeskanzlerin Angela Merkel heute mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan telefoniert.

Die Bundeskanzlerin übermittelte dem Präsidenten ihr persönliches Beileid und das der Bundesregierung. Die Bundeskanzlerin bat den Präsidenten, den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme zu übermitteln und bot Hilfe an, sollte diese für die Versorgung der Verletzten gebraucht werden. Die Bundeskanzlerin und der Präsident vereinbarten, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus zu intensivieren. Deutsche Bundesregierung

Nach Anschlag: Erdoğan droht Vergeltung an

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