Der heulende Wolf – Gegen schwarze Politik im grünen Kleid

Wahlkampf in Baden-Württemberg

Wenn Wolf und sein Team nicht aus dem Taumeln herauskommen, ist der Sturz in den Abgrund programmiert. Heute in einer Woche tritt die umstrittene Kanzlerin Merkel beim Last-Minute-Parteitag in Ettlingen auf.

Der heulende Wolf – Gegen schwarze Politik im grünen Kleid

Eigentlich sollte von diesem Politik-Event aus ein kraftvoller Schlussspurt angesetzt werden. Doch mittlerweile wünschen sich nicht wenige Strategen, sie hätten auf diesen sinnfreien Zusatz-Parteitag verzichtet. Für Guido Wolf heißt es jetzt, Augen zu und durch. Er wird kräftig verlieren, so viel ist klar, kann aber immer noch Ministerpräsident werden. Und dann gelten in der Politik die gleichen Gesetze wie im Fußball: Ein Sieg ist ein Sieg, auch wenn die Begleitumstände reichlich panisch waren. Rainer Haendle Badische Neueste Nachrichten

Es war ein bewusster Schulterschluss und kein Zufall, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU)am Freitag einen Termin bei einem Maschinenbauunternehmen in Waiblingen wahrnahm und dabei Baden-Württembergs amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) an ihrer Seite wusste. Neun Tage vor der wohl schwierigsten Landtagswahl in der Geschichte der CDU Baden-Württembergs zeigte die Kanzlerin, was sie von innerparteilicher Konkurrenz hält: Nichts.

CDU-Kandidat Guido Wolf hatte sich gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Kandidatin Julia Klöckner gegen den Merkel-Kurs in der Flüchtlingspolitik gestellt. „Sie hat’s am Anfang halt ein bissle verpasst“, sagte Wolf vor wenigen Wochen im Beisein der Kanzlerin. Worte, die in Berlin bei der Unionsspitze zurzeit ungern gehört werden. Etwas mehr als ein Jahr vor der Bundestagswahl geht es bei der CDU nicht nur darum, im Südwesten wieder das Landesoberhaupt zu stellen, sondern um Rückendeckung und Loyalität. Merkels Weg ist sicher kein einfacher, aber die Kanzlerin ist entschlossen, ihn bis zum Ende zu gehen. Womöglich zu Lasten von Guido Wolf.

Die Umfragewerte sprechen mittlerweile für eine Wiederwahl des Grünen-Politikers Kretschmann, der mit konservativer Politik der CDU die Stimmen stibitzt und der AfD nur wenig Zulauf beschert.

Guido Wolf war schon nicht in der Lage, Kretschmanns wunden Punkt – „Stuttgart 21“ – auszunutzen. Zu dünnhäutig war das Verhalten des CDU-Politikers im Wahlkampf, da wird auch die schönste Kampagne nicht mehr viel helfen. Zumindest politisch wird Baden-Württemberg vorerst kein ausschließliches „Wolfsland“. Maximilian Wolf Thüringische Landeszeitung

CDU-Chef von Baden-Württemberg sorgt sich kurz vor der Wahl um die Geschlossenheit der Union

Kurz vor der Landtagswahl am 13. März in Baden-Württemberg hat der CDU-Landesvorsitzende der Südwest-Union, Thomas Strobl, auf die für die Union bedrohliche Umfragelage mit einem eindringlichen Appell zur Geschlossenheit reagiert. Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND, sagte Strobl: „Ich werde alles Menschenmögliche tun, damit wir den Laden beieinander halten.“ Wenn die Union es nicht schaffe, Geschlossenheit zu zeigen, „sind alle anderen Bemühungen vergeblich“, sagte Strobl, der auch stellvertretender Unions-Fraktionschef im Bundestag und ein enger Vertrauter von Angela Merkel ist.

Nach jüngsten Umfragen läuft die CDU in Baden-Württemberg mit ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf Gefahr, hinter die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann geführten Landes-Grünen zurück zu fallen. Von seiner eigenen Partei wünscht er sich in der Endphase des Wahlkampfs, „eine härtere und klarere Auseinandersetzung mit der Landespolitik“. Die grün-rote Landesregierung habe insbesondere mit ihrer „Politik der Abrissbirne“ in der Bildungspolitik „Chaos, Verunsicherung und Verzweiflung“ bei den Bürgern verursacht.

Forderung nach dauerhaftem Fahndungsdruck an den Grenzen

Mit Blick auf die Flüchtlingsdebatte machte sich Strobl auch für eine dauerhafte Erhöhung des Fahndungsdrucks an den Landesgrenzen stark. „Als Innenpolitiker wünsche ich mir noch mehr Fahndungsdruck. Das was jetzt an Kontrollen läuft sollten wir dauerhaft machen, auch um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken.“ Selbstverständlich müsste dann die Bundespolizei auch materiell und personell das erhalten, was sie dafür brauche. Redaktionsnetzwerk Deutschland

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