Friedensbewegung: Bundesregierung für Flüchtlingsströme nach Europa mitverantwortlich

EU muss verhindern, dass es in Griechenland Tote gibt

Friedensbewegung IPPNW: Bundesregierung für Flüchtlingsströme nach Europa mitverantwortlich. Der frühere Bundesinnenminister hält den Flüchtlingspakt und damit die Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei allerdings nicht für ausreichend. Es sei dringend nötig, dass es endlich zu einer solidarischen Verteilung der Flüchtlinge in den EU-Staaten komme.

Friedensbewegung: Bundesregierung für Flüchtlingsströme nach Europa mitverantwortlich

Die Friedensbewegung IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) gibt der Bundesregierung eine Mitschuld an der hohen Zahl von Menschen, die aus dem Mittleren Osten nach Europa flüchten. „Deutschland trägt dazu bei, mit seinen Waffenexporten in die Region und durch die Unterstützung von Konfliktparteien“, sagt Jens-Peter Steffen von der Internationalen Ärzteorganisation zur Verhütung des Atomkrieges gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“.

In Syrien seien die Aufklärungsflüge der Bundeswehr für die militärischen Operationen der ausländischen Kräfte vor Ort von hoher Bedeutung. „Was auf die von ihnen aufgeklärten Angriffe folgt, erfährt die deutsche Öffentlichkeit nicht“, erklärt Steffen. Der Politikwissenschaftler fordert ein Ende der deutschen Rüstungsexporte und eine andere Bündnispolitik in dem Konfliktgebiet. „Wir brauchen vollkommen andere Strukturen der Sicherheit und der Entwicklung in dieser Großregion.“ neues deutschland

DRK-Präsident : EU muss verhindern, dass es in Griechenland Tote gibt

Seiters mahnt schnelle Entsendung von Experten an: „Organisatorische und finanzielle Hilfe bei Flüchtlingsansturm überfällig“

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, hat die Europäische Union zu schneller Hilfe für Griechenland aufgefordert, das mit dem Flüchtlingsansturm „hoffnungslos überfordert“ sei. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) sagte Seiters: „Die EU muss verhindern, dass es Tote gibt“. In Griechenland seien geordnete Verfahren dringend nötig, um das Elend der Menschen mildern.

Seiters appellierte an alle 28 EU-Mitgliedsstaaten ihre Zusagen einzuhalten und möglich rasch Experten nach Griechenland zu schicken. Das Land brauche unverzüglich die organisatorische und finanzielle Unterstützung, die ihm schon vor anderthalb Jahren zugestanden wäre, meinte Seiters. Er verwies darauf, dass mehr als 800 000 Flüchtlinge 2015 in Griechenland gelandet seien und seit Jahresanfang 2016 bereits weitere 190 000 Neuankömmlinge verzeichnet wurden.

Anders als das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ will das DRK weiterhin in Griechenland helfen. Aus Protest gegen den Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei, der griechische Flüchtlingslager de facto zu Haftanstalten mache, hatten UNHCR und die Mediziner ihre Arbeit eingestellt. DRK-Präsident Seiters verwies dagegen auf die Zusage der EU und der Türkei, das Völkerrecht uneingeschränkt zu wahren. Jeder Flüchtling habe Anspruch auf ein faires Asylverfahren und auf humanitäre Betreuung.

Der frühere Bundesinnenminister hält den Flüchtlingspakt und damit die Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei allerdings nicht für ausreichend. Es sei dringend nötig, dass es endlich zu einer solidarischen Verteilung der Flüchtlinge in den EU-Staaten komme. Neue Osnabrücker Zeitung

Ärzte der Welt verstärkt Einsatz in Griechenland und sieht Schutzpflicht massiv verletzt

Vor dem Hintergrund der beispiellosen humanitären Krise baut Ärzte der Welt sein Engagement in Griechenland, auch in Idomeni weiter aus. Ärzte der Welt sieht im Abkommen der Europäischen Union mit der Türkei die Prinzipien der Genfer Flüchtlingskonvention und den Grundsatz der Nichtzurückweisung von Flüchtlingen ausgehebelt.

Auf Grund der sich immer weiter zuspitzenden Situation verstärkt Ärzte der Welt seine Teams in Griechenland, besonders in Idomeni. Die Situation für die Flüchtlinge wird immer aussichtsloser, gestern haben sich zwei Menschen selbst angezündet. Sie werden jetzt in einem naheliegenden Krankenhaus behandelt. Ärzte der Welt fürchtet sehr, dass Menschen auf der Flucht zunehmend als beliebig verschiebbare Masse wahrgenommen werden und sich die EU-Staaten vom Prinzip der individuellen Einzelfallprüfung vollends verabschieden. Mit dem neuesten Abkommen rücken die EU-Mitgliedstaaten immer weiter vom Wert der Solidarität und ihrer Verpflichtung zum Schutz von Flüchtlingen ab.

Die medizinische und humanitäre internationale Organisation Ärzte der Welt unterstützt seit fast 40 Jahren Migranten: sei es in ihrem Heimatland, auf ihrem Migrationsweg oder in ihrem Aufnahmeland. Überall beobachtet Ärzte der Welt derzeit, dass das internationale Völker- und Asylrecht missachtet wird. In Griechenland stecken bis zu 45.000 Migranten fest, darunter 15.000 Personen in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze. Die Ärzte der Welt-Teams beobachten einen deutlichen Anstieg von Gewalttaten an der Grenze. Vor allem die zunehmende Brutalität der mazedonischen Sicherheitsbehörden ist erschreckend, die sogar Elektroschockpistolen einsetzen und Polizeihunde auf die Flüchtlinge hetzen.

Immer wieder gibt es Zeugen, die die dramatische Lage beschreiben: „Sie wollen uns töten, sie haben uns verprügelt, die Hunde haben mich gebissen, sie behandeln uns wie Tiere“, sagt ein Patient, dessen Verwundungen von einem der Mediziner aus dem Ärzte der Welt-Team behandelt wurden. „Unser Auftrag besteht nicht nur darin, die Menschen zu versorgen. Wir verurteilen auch die Verletzung von grundlegenden Menschenrechten, wie sie aktuell an der Grenze zu Mazedonien in Idomeni geschehen. Wir werden jeden Fall aufzeigen, um weiter gegen jede Art von Unrecht anzukämpfen“, kündigt Nikitas Kanakis, Präsident von Ärzte der Welt Griechenland, an.

Bereits vor der Schließung der Grenzen durchlebte Griechenland eine beispiellose humanitäre Krise. Mittlerweile leben immer mehr Flüchtlinge in Camps unter freiem Himmel. Das internationale Netzwerk von Ärzte der Welt wird jetzt alle Kräfte mobilisieren und die Versorgungsteams vor Ort verstärken.

Die Organisation fordert legale und sichere Zugangswege für Schutzsuchende, die die Möglichkeit haben müssen, Asyl in dem Land ihrer Wahl zu beantragen. Vor allem der Schutz von Frauen und Kindern, die inzwischen den Großteil der Flüchtlinge ausmachen, muss sichergestellt werden.“Die 28 EU-Mitgliedstaaten haben heute die Wahl zwischen einer solidarischen Zukunft, die auf den Grundwerten Europas aufbaut und die verschiedenen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Einflüsse der Asylsuchenden integriert, und einer Politik der Isolation, der Abschottung und Zurückweisung, die ein Nährboden für jede Art von Rassismus ist“, sagt Prof. Dr. Heinz-Jochen Zenker, Präsident von Ärzte der Welt Deutschland. Ute Zurmühl Leitung Medien und Kommunikation Ärzte der Welt e.V

2 Meinungen zu "Friedensbewegung: Bundesregierung für Flüchtlingsströme nach Europa mitverantwortlich". Wie lautet Ihre?

  1. müler   Montag, 28. März 2016, 16:28 um 16:28

    die Griechen sind selber schuld die sollten ihr aussengrenzen absichert das durschwinkel ist vorbei
    und die Balkan weg sollt für immer geschlossen bleiben
    ausserdem USA wille ein zaune zwischen tunisien und
    lybien bauen von Italien nach Frankreich komme kein
    rein die werde mit gewalte geschoben die sind nicht
    zimperlich sowieso das ist nur bienen Flüchtlingen sonst
    nicht Marokko ,algerien , tunesien afgahnistan raus

    Antworten
  2. müler   Montag, 28. März 2016, 16:14 um 16:14

    was solidaritisch Zukunft ? diese miese packt sollt
    bleiben wo die sind diese azozial nicht andere im kopf
    als kinder machen da fällt die bomben aber kinder müsse gemacht typische scheisse Moslem Mentalität
    azozial packt nicht andere im kopf steine auf zöllner
    naturlich ist waffen gebrauche nötig sind steine kein
    waffen? idomeni aüsräumen mit gewalt wenn sein musse

    Antworten

Ihre Meinung ist wichtig!

Persönliche Angaben freiwillig! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.