Deutschland und Europa müssen Allianz schmieden, um Finanzlücke der Vereinten Nationen zu schließen

Deutschland und Italien unterstützen Vereinte Nationen bei grüner Finanzierung

Inmitten all dieser Krisen und Konflikte bräuchte es einen Weltenerklärer an der Spitze des größten UN-Beitragszahlers. Ohne die USA sind die Vereinten Nationen nicht schlagkräftig. Es bräuchte also einen US-Präsidenten, dem das Schicksal der Rohingya in Myanmar nicht egal ist.

Deutschland und Europa müssen Allianz schmieden, um Finanzlücke der Vereinten Nationen zu schließen

Einen, der es auf konstruktive Weise mit dem nordkoreanischen Machthaber aufnimmt und nicht den Kurznachrichtendienst Twitter als Vehikel für Kriegsrhetorik benutzt. Stattdessen steht da ein unberechenbarer, selbstverliebter Mann mit einer populistischen Agenda, die an den Grenzen der USA endet. Die Trump-Jahre, das kann man heute schon behaupten, werden verlorene Jahre für die UN sein. Frankfurter Rundschau

Trump erschwert selbst bereits das Alltagsgeschäft der Vereinten Nationen. Wie sollen sich die UN auf ein Gesprächsformat zur Nordkorea-Krise verständigen, wenn der US-Präsident darauf keine Lust zu haben scheint? Das wird allenfalls dazu führen, dass sich Staaten jenseits der UN zusammenfinden, um sich der Probleme gemeinsam anzunehmen. Wie das aussehen kann, machen Russland, die Türkei und der Iran gerade in Syrien vor. Sie rufen eine Sicherheitszone nach der anderen aus, die USA können dabei nur zuschauen. Trump interessiert sich nicht für Syrien, wie übrigens sein Vorgänger Obama auch nicht. Inmitten all dieser Krisen und Konflikte bräuchte es einen Weltenerklärer an der Spitze des größten UN-Beitragszahlers. Ohne die USA sind die Vereinten Nationen nicht schlagkräftig. Mitteldeutsche Zeitung

Deutschland und Italien unterstützen Vereinte Nationen bei grüner Finanzierung

Deutschland und Italien wollen die Vereinten Nationen bei der Erarbeitung und Umsetzung einer weltweiten Strategie zu nachhaltiger Finanzierung mit je bis zu 2,5 Mio. US-Dollar unterstützen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth und der italienische Umweltminister Gian Luca Galetti am Wochenende in New York. Italien und Deutschland knüpfen damit an einen Schwerpunkt der italienischen G7- und der deutschen G20-Präsidentschaft an.

Staatssekretär Jochen Flasbarth: „Der Ausrichtung der Finanzströme sowie der Finanzierung kommt bei der Umsetzung des Pariser Klimaübereinkommens und der UN-Nachhaltigkeitsziele eine Schlüsselrolle zu. Sie müssen daher integraler Bestandteil aller VN-Politiken sein. Wir haben während unserer G 20-Präsidentschaft gezeigt, dass das Investment in Klimaschutz und Nachhaltigkeit Wachstum generiert, Arbeitsplätze schafft und zu mehr sozialer Gerechtigkeit führt.“

Bei dem bilateralen Gespräch sprachen sich beide Seiten für eine enge Zusammenarbeit auch mit der zukünftigen G20-Präsidentschaft aus. Weitere Themen des Zusammentreffens waren die im November in Bonn stattfindende Weltklimakonferenz COP23 sowie die UN-Reformagenda. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Europapolitiker Sven Giegold mahnt Verwaltungsreform der UN an -„Investitionen in globale Sicherheit wichtiger als höhere Militärausgaben“

Für den Fall, dass die USA künftig weniger in die Vereinten Nationen einzahlen, fordern die Grünen, Deutschland und andere Europäer müssten die Finanzlücke mit Hilfe einer „Allianz der UN-Freunde“ schließen. „Wir Europäer sollten uns den Anti-UN-Populismus von Donald Trump nicht zu eigen machen und eine internationale Koalition schmieden, die eine möglicherweise entstehende finanzielle Lücke schließt“, sagte der Grünen-Europapolitiker Sven Giegold im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Vereinten Nationen seien wichtiger denn je.

„In Zeiten, in denen es mehr Krisen und Konflikte gibt als je zuvor, dürfen die Vereinten Nationen nicht zum Sparschwein werden. Schon heute kommen wichtige humanitäre UN-Einsätze nicht zustande, weil das Geld dazu fehlt“, sagte Giegold weiter. „Immer wenn es heiß wird, springen die Vereinten Nationen in die Bresche und leisten weltweit Hilfe. Das ist unbezahlbar, und wir sollten uns das entsprechend auch etwas kosten lassen. Das sind Investitionen in unsere globale Sicherheit, die menschlicher und wirksamer sind als zwei Prozent der Wirtschaftsleistung ins Militär zu stecken. Wir dürfen die UN nicht sturmreif schießen.“ Dass mit Trump „ausgerechnet der Chef der ineffizientesten US-Regierung, die es jemals gegeben hat, mehr Effizienz von einer internationalen Organisation einfordert, ist geradezu absurd“, sagte Giegold weiter.

Eine Reform der UN-Verwaltung hält jedoch auch der Grünen-Politiker für angebracht. „Die UN vergeben zum Beispiel Positionen nach Länderquoten. Das ist der Tod jeden Leistungsanspruchs. Das muss sich ändern“, forderte Giegold. Viele UN-Bedienstete seien in die innere Kündigung gegangen. „Beförderungen und Entlassungen müssen entpolitisiert werden. Eine Verwaltungsreform innerhalb der Vereinten Nationen ist sinnvoll“, betonte Giegold. Neue Osnabrücker Zeitung

Ihre Meinung ist wichtig!

Persönliche Angaben freiwillig! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.