Islamischer Staat wollte in Istanbul auch Deutschland treffen

Terroranschlag von Istanbul

Der Anschlag in Istanbul trifft mitten ins Herz. Zwischen Hagia Sophia und der Blauen Moschee lebt die Metropole am Bosporus. Wie kaum eine andere Stadt symbolisierte Istanbul das friedliche Aufeinandertreffen der westlichen Welt und des nicht mehr ganz so fernen Osten. Dieses Ideal gilt vorerst nicht mehr.

Islamischer Staat wollte in Istanbul auch Deutschland treffen

Präsident Erdogan hat die Kontrolle über die Türkei endgültig verloren. Während in der Osttürkei bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, verliert die Türkei außenpolitisch an Halt. Der Draht nach Moskau ist gefroren, der Westen wendet sich ab. Zu verworren sind die Machenschaften Erdogans. Finanzierte die Türkei beispielsweise den IS und somit den Anschlag in Istanbul? Im bitteren Kampf gegen Syrien hat sich Erdogan verspekuliert. Auf Kosten vieler Menschen. Tendenz steigend. Maximilian Wolf Thüringische Landeszeitung

Mitten ins Herz – Terroranschlag von Istanbul

Der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, hält es für möglich, dass der Anschlag von Istanbul gezielt Deutschen gegolten habe. Ein Grund sei, dass Deutschland an der Koalition gegen den Islamischen Staat beteiligt sei, sagte Nouripour am Mittwoch im rbb-Inforadio. Er wolle das gar nicht als Entschuldigung anführen, denn „das würde bedeuten, dass sie uns in Ruhe lassen, wenn wir sie in Ruhe lassen – so ist diese barbarische Truppe nicht.“

Ein weiterer Grund sei aber auch die Willkommenskultur in Deutschland. Die habe zu „Panik“ beim Islamischen Staat geführt, sagte Nouripour. „Die Extremisten wollen nicht, dass wir friedlich miteinander leben, und daran arbeiten sie.“

Der Islamische Staat steht zurzeit unter großem Druck, sagte Nouripour. Er habe viel Territorium verloren, zudem gebe es Probleme mit der Finanzierung. „Deshalb reagieren sie so. Sie brauchen eine Eskalation der Diskussion innerhalb unserer Gesellschaften, damit sie wieder junge Leute verführen können.“

Deshalb dürfe man nicht in Panik verfallen und müsse entschlossen bleiben. Der Islamische Staat könne nur politisch bekämpft werden, so Nouripour. Rundfunk Berlin- Brandenburg

Diesmal trifft es Deutschland

Diesmal trifft es Deutschland. Wir haben gewusst, dass es irgendwann passiert. Gezündet worden ist die Bombe zwar in Istanbul; doch das Ziel war nicht die Türkei allein, sondern Deutschland gleichermaßen. Mindestens zehn völlig wehrlose Menschen sind bei diesem hinterhältigen Attentat ums Leben gekommen. Acht davon aus Deutschland, so die Angaben der türkischen Regierung. Von 15 Verletzten sind ebenfalls neun Deutsche. Es hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Attentate weltweit gegeben, doch kaum eines, bei dem so viele und nahezu ausschließlich Opfer aus der Bundesrepublik zu beklagen waren.

Und das nur vier Tage, nachdem Tornados der Bundeswehr von türkischem Boden aus ihre ersten Einsätze gegen die Terrormiliz Islamischer Staat geflogen sind. Ein Zufall ist dies kaum, sondern vielmehr ein gezielter Angriff. Es liegt nahe, dass der Attentäter ein IS-Kämpfer war. Die deutsche Gruppe hatte er sich genau ausgesucht. Denn Deutsche sind in der Türkei die größte Gruppe von Reisenden. Der Tourismus ist für das Land ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. So hat der Attentäter mit diesem Anschlag auf das touristische Herz des Landes perfide gleich zwei Ziele getroffen. Jetzt, nach diesen grausamen Anschlägen, müssen wir den Terror weiter entschlossen und doch mit Bedacht bekämpfen.

Gemeinsam mit der Türkei. Dazu gehört die deutliche Kritik an Erdogan. Denn nun hat es sich bitter gerächt, dass der türkische Staatspräsident den IS in den vergangenen Jahren nicht ernsthaft bekämpft hatte. Und dass sich Erdogan auch jetzt nicht auf den Kampf gegen die Islamisten konzentriert, sondern mit den Kurden einen Bürgerkrieg führt. Die Opfer sind auch unschuldige Touristen. Nina Grunsky Westfalenpost

Türkische Medien: Mindestens acht Tote nach Explosion in Istanbul

https://youtu.be/xFLF4Y_s-y8

Ihre Meinung ist wichtig!

Persönliche Angaben freiwillig! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.