Muttertag im Weißen Haus – zum jüngsten US-Angriff in Afghanistan

Was US-Superbombe in Afghanistan Moskau signalisierte

Der Raketenschlag in Syrien und die Bombardierung in Afghanistan sollen der ganzen Welt und den amerikanischen Wählern die Entschlossenheit des US-Präsidenten Donald Trump demonstrieren. Dies schreibt der TV-Sender CNN am Freitag auf seiner Webseite.

Muttertag im Weißen Haus – zum jüngsten US-Angriff in Afghanistan

Am Gründonnerstag, als der »Heilige Vater« in Rom Straftätern die Füße wusch, ließ es der »Weiße Vater« in Washington ordentlich krachen. »Ich habe noch nie im Leben einen solchen Knall gehört«, sagte ein afghanischer Ohrenzeuge, nachdem in der Landesprovinz Nangarhar US-Streitkräfte mittels Superbombe GBU-43 eine Kommandozentrale der IS-Terrormiliz pulverisiert und 36 Dschihadisten in den Tod befördert hatten. Dass der erste Einsatz dieser als »Mutter aller Bomben« apotheosierten Wahnsinnswaffe kurz nach Trumps syrischem Sündenfall erfolgte, erhärtet die These, der US-Präsident habe nun endlich die bislang vermisste Leitkultur seiner Amtsführung gefunden: die Kultur des Krieges. Mit dem stärksten Sprengkörper der US-Streitkräfte unterhalb der atomaren Schwelle ein eher mittelrangiges Ziel zu bekämpfen, mag militärisch wenig Sinn machen. Politisch-psychologisch ist die Botschaft indes evident: Wir kennen die Probleme, wir wollen die Lösung, und wir haben die Mittel dafür.

Auf die Frage, ob die Bombe eine Warnung an Nordkorea sei, sagte Trump, das sei »egal«. »Nordkorea ist ein Problem. Das Problem wird gelöst werden.« Nicht nur, dass diese Ankündigung alles andere als beruhigend klingt. Sie ist auch im Kontext einer scheinbaren Marginalie in Trumps Rede zum Syrien-Angriff zu sehen. Dem üblichen »Gott segne Amerika« folgte da die geradezu pontifikale Formel: »und die ganze Welt«. Gotteskrieger sind bekanntlich die schlimmsten. neues deutschland

Was US-Superbombe in Afghanistan Moskau signalisierte

Der Vize-Vorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russischen Föderationsrat, Franz Klinzewitsch, sieht im Einsatz der amerikanischen „Mutter aller Bomben“ GBU-43 und dem jüngsten Angriff gegen den syrischen Luftwaffenstützpunkt Schairat ein an Russland gerichtetes Signal.

Der Einsatz der superstarken nicht atomaren Bombe in Afghanistan muss Klinzewitsch zufolge „im Kontext der allgemeinen militärpolitischen Strategie gesehen werden, die die USA nach dem Einzug von Donald Trump ins Weiße Haus umsetzen“. Diese Tatsache stehe in einer Reihe mit dem unternommenen Raketenschlag gegen Syrien. In beiden Fällen handele es sich um eine Demonstration der eigenen Stärke, und diese „Schauauftritte“ hätten „einen einzigen Adressaten – Russland“, so Klinzewitsch.

Das Mitglied des russischen Parlamentsoberhauses betonte, dass sich die USA „zutiefst irren“, wenn sie hoffen, Russland auf diese Art und Weise dazu bewegen zu können, seine Politik in die für sie notwendige Richtung zu lenken. „Man muss den Amerikanern Einhalt gebieten. Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die Versuche, in diese finstere Reihe auch noch Nordkorea zu stellen, unkalkulierbare Folgen haben könnten“, erklärte Klinzewitsch.

Die US-Streitkräfte hatten am Donnerstag erstmals ihre stärkste nicht atomare Bombe vom Typ GBU-43 unter Gefechtsbedingungen gegen den IS in Afghanistan eingesetzt. Diese etwa 9,5 Tonnen Sprengstoff enthaltende Bombe wurde von einer MC-130, einem US-Flugzeug für Sonderoptionen, abgeworfen. Wie behauptet wird, sollen die USA 15 solche Bomben besitzen, die auch als „Mutter aller Bomben“ bezeichnet werden. Aus Washington hieß es, dass damit ein Tunnelsystem des IS vernichtet und zugleich das Festhalten der US-Regierung an dem Versprechen, diese Terrorgruppierung zu zerschlagen, demonstriert werden sollte. Sputnik Deutschland

US-Superbombe tötet Dutzende IS-Kämpfer in Afghanistan

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