Norbert Röttgen (CDU) warnt vor Trump als US-Präsidenten

Wahl in den USA

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Norbert Röttgen (CDU), fand deutliche Worte im Bezug auf den Wahlkampf in den USA. Die Gesellschaft habe sich immer mehr polarisiert und so den Populismus gestärkt.

Norbert Röttgen (CDU) warnt vor Trump als US-Präsidenten

Dieses Phänomen sei in den USA besonders stark ausgeprägt, aber auch die Europäer müssten wachsam sein. Röttgen warnt vor Trump als möglichen US-Präsidenten, dieser sei eine destruktive Kraft, der die Zerstörung des Mainstreams fördere. Ihn in diesem Amt zu begrüßen, sei „entschieden zuviel Willkommenskultur“. Damit widerspricht er dem CSU-Chef Horst Seehofer. Von Hillary Clinton als neue Präsidentin hält Röttgen hingegen viel. „Von Clinton können wir eine berechenbare Außenpolitik und einen Schulterschluss mit der EU erwarten.“ phoenix-Kommunikation

Wahl in den USA

Wer kann sich an den Abend des 4. November 2008 erinnern? Amerika steckte bis zur Halskrause in der Finanzkrise, die Zukunft sah finster aus. Doch im Grant Park von Chicago war von Untergangsstimmung keine Spur. Menschen lagen sich nach der Wahl in den Armen. Es roch nach Aufbruch. John McCain, der weiße Republikaner, gratulierte dem schwarzen Sieger Barack Obama mit so würdevollen Worten zum Sieg, dass sie seither in jedem Lehrbuch über anständiges Verlieren zitiert werden. Acht Jahre später erleben die USA einen Kontrast, wie er krasser nicht sein könnte. Hillaryland oder Trump-Country – dazwischen gibt es für viele nichts mehr. Wo einst Optimismus regierte, herrschen nun Verzagtheit, Lähmung, Angst. Angst vor allem vor einer Globalisierung, die ihre Verlierer unterpflügt.

Diese Angst war da, bevor Trump 2015 auf die Bühne trat. Der Scharlatan hat sie nur gebündelt, überspitzt und ihr ein Sprachrohr gegeben. In vielen Teilen Amerikas hat die Globalisierung Arbeitsplätze wie ein riesiger Staubsauger geschluckt und dort in kleinerer Zahl wieder ausgespuckt, wo Löhne und Sozialstandards am niedrigsten sind. Washington hat den Transformationsprozess nie klug gestaltet. Geblieben sind Drogen, Alkohol, hohe Krankenstände, teilweise bittere Armut. Und ein sich bis zur Mittelschicht ausdehnendes Proletariat. Sie sind es vor allem, die Trump ins Amt helfen wollen. Sie glauben zwar nicht wirklich, dass der Prahlhans massenhaft Arbeitsplätze zurückholen wird. Aber sie wollen, dass jemand mit der Axt dazwischengeht, wo bisher nur faule Kompromisse gemacht wurden. Vor acht Jahren roch es am Wahlabend in Amerika nach Aufbruch. Heute hält sich das Land die Nase zu. Dirk Hautkapp – Westfalenpost

Wogegen Amerika heute wählt

Die USA haben die Wahl – und der Rest der Welt das Nachsehen? Bei der Wahl in Amerika geht es nicht nur darum, einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Es geht um den mächtigsten Posten der Welt. Wer in Washington regiert, beeinflusst auch das Geschehen in Europa, Syrien, Russland oder China. Und sonderlich verlockend sind die Optionen nicht, die da zur Wahl stehen. Auch für viele Amerikaner stellt sich diesmal nicht die Frage, wofür sie sich entscheiden sollen, sondern wogegen. Viele, die ihr Kreuz ab heute machen oder es bereits per Briefwahl abgegeben haben, wollen vor allem etwas verhindern. Die einen wollen eine Präsidentin verhindern, die mal wieder aus dem innersten Zirkel der Macht kommt, die im Verdacht steht, Macht und Einfluss ihres Mannes und Ex-Präsidenten für den eigenen Wahlkampf und das eigene Fortkommen zu benutzen. Die anderen wollen um jeden Preis einen Präsidenten verhindern, der als dümmster anzunehmender Unfall in die Geschichte eingehen könnte. Clinton oder Trump? Klingt für viele Amerikaner nach großem oder kleinem Übel. Wogegen wird sich eine Mehrheit der Wähler entscheiden? Lausitzer Rundschau

Donald Trump schließt mit Endspurt durch mehrere Bundesstaaten – null

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