Landeszeitung Lüneburg: Schmaler Grat zum Aktionismus

Interview mit dem Terrorismus-ExpertenProf. Dr. Joachim Krause

Die Attentate von Paris haben die Welt geschockt. Millionen Menschen – auch in arabischen Ländern – sind auf die Straße gegangen, um gegen Gewalt, gegen Rassismus und für Pressefreiheit zu demonstrieren. Doch dieses beachtliche Zeichen wird nicht ausreichen. “Wir müssen uns sicherlich auf mehr Anschläge einstellen”, sagt der Kieler Politikwissenschaftler und Terrorismusexperte Prof. Dr. Joachim Krause im Gespräch mit unserer Zeitung. Anschläge, die von kleinen Terrorzellen oder von Einzeltätern verübt werden, die auch unabhängig von den großen Terrororganisationen Al-Kaida und IS Attentate vor Ort planen und durchführen.

Zwei der drei Attentäter von Paris haben angegeben, ihre Tat im Namen des jemenitischen Ablegers der Al-Kaida begangen zu haben, einer im Namen der Terrormiliz IS. Ist damit eine neue Stufe im Machtkampf zwischen den beiden Terrororganisationen erreich

Sevim Dagdelen: Erdogan ist Gefährder der Sicherheit in Europa

„Islamistische Terrorgruppen in Syrien werden von der Türkei offenbar massiv aufgerüstet. So wie die türkischen Grenzübergänge zu den vom Islamischen Staat kontrollierten Gebieten offen sind, läuft auch der Nachschub für die Konkurrenztruppe der Al-Kaida unter direkter Beteiligung türkischer Behörden. Das ist nicht hinnehmbar und ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen der Opfer der Anschläge von Paris.

In den von den islamistischen Terrorgruppen gehaltenen Gebieten lernen die europäischen Djihadisten ihr blutiges Handwerk für Terroranschläge wie in Paris. Die deutsche Bundesregierung muss umgehend den türkischen Botschafter in Berlin einbestellen und auf ein Ende der türkischen Unterstützung für die islamistischen Terrorgruppen dringen. Wer weiterhin auf einen Kuschelkurs mit Erdogan setzt, vergrößert nur das Sicherheitsproblem für die deutsche Bevölkerung durch ‚Syrienheimkehrer‘, die wie in Paris Mordanschläge für den IS und Al-Kaida begehen.

Bündnissolidarität: Active Fence Turkey im Bundestag beraten

Der Deutsche Bundestag hat am 15. Januar in Erster Lesung die Fortsetzung des Türkei-Einsatzes Active Fence beraten. Für den Parlamentarischen Verteidigungsstaatssekretär Ralf Brauksiepe hat sich die NATO-geführte Mission bewährt.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Syrien hat die Bundeswehr die integrierte Luftverteidigung der NATO an deren Südgrenze verstärkt. Die Stationierung bodengebundener Luftverteidigungssysteme (Patriot) im türkischen Kahramanmaras soll die Ausweitung des Konflikts von Syrien auf die Türkei verhindern. Zur Abwehr ballistischer Raketen verfügt die Türkei über keine eigenen Fähigkeiten.

Brauksiepe betonte im Bundestag, dass die Türkei weiterhin der durch den Syrien-Konflikt am stärksten betroffene NATO-Partner sei. Es gehe darum, türkisches Territorium und türkische Staatsbürger zu schützen. „Wir stehen zu unsere

6 Mio. Syrerinnen und Syrer suchen neue Heimat im eigenen Land

Flüchtlinge ziehen in die Häuser der Menschen, die diese aus Angst verlassen haben

Mehr als 6 Millionen Syrerinnen und Syrer suchen in ihrer Heimat einen anderen, einen sicheren Ort und gelangen doch nur dorthin, wo es gerade ein bisschen weniger schrecklich ist. Auf der Flucht im eigenen Land Es gehört zu den Eigenheiten des Krieges in Syrien, dass ausländische Journalistinnen und Journalisten sich früh entscheiden mussten, auf welcher […]

Jan Korte: Wir brauchen mehr Freiheit und weniger Angst

PressedienstWir brauchen mehr Freiheit und weniger Angst

“Ein tatsächlicher Sicherheitsgewinn dürfte durch die Einführung von Terroristenausweisen kaum erzielt werden. Mit ihrer unverhältnismäßigen und ausgrenzenden Politik spielt die Koalition jedoch den Demokratiefeinden in die Hände. Wir brauchen im Kampf gegen den Terror nicht weniger Freiheit und Demokratie, sondern viel mehr davon. Die Bundesregierung sollte Vernunft walten lassen und ihre Djihadistenausweis-Pläne schnell zurückziehen”, erklärt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zu den heutigen Kabinettsberatungen über den “Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Personalausweisgesetzes zur Einführung eines Ersatz-Personalausweises und zur Änderung des Passgesetzes”. Korte weiter:

“Sichtvermerke im Personalausweis oder

Großer Abschlussappell mit dem Inspekteur der Streitkräftebasis und hochrangigen türkischen Gästen

Letzte Verschiffung im Rahmen der ISAF-Rückverlegung am 21.01.15im türkischen Trabzon

Am 20. und 21. Januar 2015 findet im Hafen von Trabzon die letzte Verladung von Bundeswehr-Fahrzeugen für den Seetransport nach Deutschland als Teil der ISAF-Rückverlegung statt.

Der danach stattfindende feierliche Abschlussappell am 21. Januar im Beisein des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Manfred Nielson sowie türkischer Honoratioren stellt zugleich das offizielle Ende dieser größten logistischen Herausforderung im Rahmen der ISAF-Operation dar.

Zeit der ersten Verschiffung am 29. Juli 2013 führen die Logistiker der Streitkräftebasis im Logistischen Umschlagpunkt Trabzon (LogUgPkt) die mittlerweile fünfte und letzte Seeverladung innerhalb von nur 17 Monaten durch. Die Verladung der Fahrzeuge und des Materials wird am Nachmittag des 20. Januar beginnen und am 21. Januar am frühen Nachmittag abgeschlossen sein.

Voraussichtlich am 3. Februar w

Iran übernimmt Vorherrschaft in seiner Region

USA respekt vor Iran

Iran: Auf dem Weg zur Regionalmacht Neue Töne aus Saudi-Arabien: Nach Meinung eines Redakteurs der Tageszeitung Asharq Al-Awsat ist der Iran gerade dabei die Vorherrschaft in der Region zu übernehmen. Er begründet es damit, dass Riad einer Vielzahl an falschen Einschätzungen unterlag: Geld kann alles und jeden in Washington kaufen. Der Islamic State ist das […]

WAZ: Der Ansturm der Verzweifelten

Essen – Mehr als 170000 Bootsflüchtlinge sind im vorigen Jahr allein an den Küsten Italiens gestrandet. Dazu kommen jene, deren Flucht vor Armut, Elend und Krieg in Griechenland, Spanien oder der Türkei endete. Gewissenlose Schlepperbanden nutzen die Angst der Menschen aus, knöpfen ihnen das letzte Geld ab – und überlassen sie auf hoher See ihrem Schicksal. Skrupellos, erbarmungslos. Für Hunderttausende Menschen aus Afrika und dem Mittleren Osten ist Europa gleichsam das gelobte Land. Für die Hoffnung auf Freiheit, Sicherheit und ein Stückchen von unserem Wohlstand riskieren sie ihr Leben – und stoßen hier auf Ablehnung und Unverständnis. Der Ansturm der Verzweifelten wird weiter anschwellen. Es reicht nicht, den Kontinent zur Festung auszubauen. Der westliche Wohlstand beruht auch auf der Armut im armen Süden. Es ist höchste Zeit, aus dieser Erkenntnis die Konsequenz zu ziehen. Europa muss lernen, zu teilen. Die nächsten Flüchtlingsboote sind schon u

WAZ: Der Ansturm der Verzweifelten. Kommentar von Walter Bau über den Flüchtlingsstrom

Essen – Mehr als 170000 Bootsflüchtlinge sind im vorigen
Jahr allein an den Küsten Italiens gestrandet. Dazu kommen jene,
deren Flucht vor Armut, Elend und Krieg in Griechenland, Spanien oder
der Türkei endete. Gewissenlose Schlepperbanden nutzen die Angst der
Menschen aus, knöpfen ihnen das letzte Geld ab – und überlassen sie
auf hoher See ihrem Schicksal. Skrupellos, erbarmungslos. Für
Hunderttausende Menschen aus Afrika und dem Mittleren Osten ist
Europa gleichsam das gelobte Land. Für die Hoffnung auf Freiheit,
Sicherheit und ein Stückchen von unserem Wohlstand riskieren sie ihr
Leben – und stoßen hier auf Ablehnung und Unverständnis. Der Ansturm
der Verzweifelten wird weiter anschwellen. Es reicht nicht, den
Kontinent zur Festung auszubauen. Der westliche Wohlstand beruht auch
auf der Armut im armen Süden. Es ist höchste Zeit, aus dieser
Erkenntnis die Konsequenz zu ziehen. Europa muss lernen, zu teilen.
Die nächsten Flüchtlingsboote

Aus einem Land mit Perspektiven will keiner fliehen

Menschenpflicht der Solidarität

Aus einem Land mit Perspektiven will keiner fliehen

Wann ist das Boot voll? Angesichts der Dramen im Mittelmeer mit den überfüllten und gekenterten Seelenverkäufern erscheint diese Frage zynisch. Aber sie schwebt nun einmal über der politischen Diskussion. Natürlich kostet es Geld, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Präsident des Ifo-Instituts, Professor Hans-Werner Sinn, kommt in einer neuen Berechnung jedenfalls zu diesem Schluss, der eine gegenteilige Analyse […]

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