DRK-Präsident: Zivilgesellschaftliche Erfahrungen mit Flüchtlingen werden Deutschland verändern

Spendenrekord für das DRK / Mehr Schutz für Helfer

Eine dauerhafte Stärkung der Zivilgesellschaft als Folge der spektakulären Hilfsbereitschaft der Deutschen für die Flüchtlinge erwartet der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters. Die Erkenntnis, dass der Staat diese Herausforderung nicht allein geschafft hätte, bilde einen Fundus an bürgerschaftlichem Engagement, aus dem „die deutsche Gesellschaft auch bei künftigen Herausforderungen ähnlicher Art schöpfen“ werde, sagte Seiters gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND. Zugleich forderte er für ehrenamtliche Helfer in derartigen Ausnahmesituationen einen Freistellungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber und den Anspruch auf Lohnfortzahlung, wie das bei den Feuerwehren und beim THW bereits gelte.

Seiters verwies darauf, dass in diesem Jahr im Vergleich zu 2014 die Spenden für das DRK um über ein Drittel auf rund 40 Millionen Euro gestiegen seien. Allein 5,5 Millionen Euro entfielen dabei auf die reine Flüchtlingshilfe. Mittlerweile betreuten rund 20 000 ehrenamtliche und hauptamtliche DRK-Helfer rund um die Uhr mehr als 150 000 Flüchtlinge in 450 Notunterkünften. „Wir können noch einiges stemmen.

Aber gerade die Belastbarkeit ehrenamtlicher Helfer hat auch seine Grenzen, zumal der Flüchtlingsstrom ja möglicherweise noch lange anhalten wird.“ Der DRK-Präsident forderte für derartige Ausnahmesituationen für die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen „eine vergleichbare Regelung wie bei den Freiwilligen Feuerwehren und beim Technischen Hilfswerk.“ Deren Helfer hätten einen „Freistellungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber und einen Anspruch auf Lohnfortzahlung“, betonte Seiters. Redaktionsnetzwerk Deutschland

Die Lösung liegt in der Mitte

Dass das Jahr 2015 in die Geschichtsbücher eingehen wird, daran besteht schon lange kein Zweifel mehr. Es steht ebenso fest, dass die Krisen und Katastrophen unser Land polarisiert haben. Dabei prallen auf den ersten Blick zwei Gruppen aufeinander: diejenigen, die die enorme Herausforderung der Flüchtlingskrise mit dem lapidaren „Alles wird gut“ abhandeln möchten und jene, die in jedem Muslimen mindestens einen Islamisten oder einen potenziellen Terroristen sehen. Die Lösung aber liegt wie so oft nicht in den beiden Extremen, sondern in der Mitte. Es ist nur noch nicht entschieden, ob unsere Gesellschaft diesen Weg zu Ende gehen wird.

Gelebte Integration

Denn in der Aufgabe der Integration liegt beides – die große Chance und die enorme Bedrohung. Vermutlich kann die Politik zur Lösung nur einen Teil beitragen. Sie bewegt sich immer am Rande der Überforderung. Wenn 60 Millionen Menschen weltweit im Kampf ums Überleben und um ein besseres Leben ihre Heimat verlassen, dann wird Migration auf viele Jahre zum globalen Dauerzustand. Europa hat angesichts dieser riesigen Herausforderung ein jämmerliches Bild abgegeben. Nur wenige Länder sind wirklich bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. Manche betrachten die Union nur unter finanziellen Gesichtspunkten. Die Türkei lässt sich ihr Engagement an der Grenze zu Syrien von Deutschland und Europa bezahlen. Sie führt einen Bürgerkrieg gegen die Kurden und schränkt die Freiheit der Presse ein.

Auch in Ungarn und Polen erleben wir einen starken politischen Rechtsruck. In Deutschland aber haben viele Menschen die Überforderung von Politik und Verwaltung gespürt und selbst gehandelt. Über zehn Prozent der Bundesbürger engagieren sich in der Flüchtlingskrise. Die Menschen spüren genau, dass es einen Weg gibt, der wahrhaftiger ist, als die Klischees von Multikultur und Fremdenfurcht es vermuten lassen. Wenn Flüchtlinge in sauerländischen Dörfern in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen werden, ist das ein beeindruckendes Beispiel für gelebte Integration. Sehnsucht nach Normalität Und es ist ein Beispiel für Normalität. Eine Normalität, nach der wir alle uns nach den furchtbaren Terror-Anschlägen von Paris so sehr sehnen. Zur Normalität gehört auch, alle in unserer Gesellschaft in den Blick zu nehmen, die bedürftig sind. Es gibt Städte in Nordrhein-Westfalen, in denen mehr als 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter Hartz-IV-Bedingungen leben müssen.

Wenn die Integration gelingen soll, dann muss allen gleichermaßen geholfen werden. Es darf keine Konkurrenz entstehen. Dafür braucht es auf jeden Fall eine prosperierende Wirtschaft und damit Arbeitsplätze – auch für jene, die nicht erstklassig qualifiziert sind. Dringend notwendig sind Investitionen in das Bildungssystem. Und selbstverständlich müssen die Regeln konsequent gelten und durchgesetzt werden, die unser friedliches Zusammenleben garantieren.

Unsere Freiheit ist ein Wert an sich. Dazu gehört auch, dass nicht alle bleiben können – also jene abzuschieben, die bei uns kein politisches Asyl erhalten. Wer aus wirtschaftlichen Gründen kommen möchte, sollte dies auf der Basis eines Einwanderungsgesetzes tun. All das schafft Sicherheit und sie entzieht den Rechtspopulisten um Pegida und AfD den Boden. Dafür wird es höchste Zeit, denn die Wahrheit liegt in der Mitte. Es lohnt sich, in 2016 mehr Chancen als Risiken zu sehen. Westfalenpost

DasParlament

Eine Antwort auf "DRK-Präsident: Zivilgesellschaftliche Erfahrungen mit Flüchtlingen werden Deutschland verändern"

  1. müller   Dienstag, 22. März 2016, 12:00 um 12:00

    Integration sollte ich lachen ! ich rede mit diese

    verflucht mosleme nicht . diese feiglinken interessiert
    micht nicht 90% Diebe und kriminel arbeit die
    wiessen überhaupt nicht was arbeit ist .Engagement
    ist kein deutsche das ist französich teilnahme im
    deutsche arme leuchter afd hat recht und sie schreiben nur misste

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