Düsseldorf: Flüchtlingsunterbringung in denkmalgeschützten Bauten

Schloss Benrath könnte bald von Flüchtlinge bewohnt sein

Düsseldorf: Flüchtlingsunterbringung in denkmalgeschützten Bauten

Auf der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge will die Bezirksregierung Düsseldorf auch Bauwerke in ihre Planungen einbeziehen, die unter Denkmalschutz stehen. „Denkmalschutz muss kein Hindernis für die Unterbringung von Asylbewerbern sein“, sagte Regierungspräsidentin Annemarie Lütkes der “ Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Dies müsse natürlich sorgsam geprüft werden, sagte die Grünen-Politikerin. Derzeit werde zudem überlegt, ob die Kasernenanlage am Flughafen Weeze stärker als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden kann. Die Zeltstadt für bis zu 1000 Menschen in Krefeld solle „möglichst rasch“ errichtet werden. Rheinische Post

Ehrenamtliche, DRK und Stadtmitarbeiter richten Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf Holthausen ein

Rege Betriebssamkeit herrschte am Montag, 17. August, an der neuen Zeltanlage an der Itterstraße in Holthausen: In den vier Zelten, die dort für Flüchtlinge aufgestellt wurden, arbeiteten freiwillige Helferinnen und Helfer und städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) daran, 300 Betten für Asylsuchende dort aufzubauen. Kurzfristig hatten sich auch Mädchen und Jungen der benachbarten Hauptschule sowie Frauen und Männer aus der Nachbarschaft zum Einsatz gemeldet.

„Im Laufe der Woche werden hier die ersten Menschen einziehen. Zum Standort Itterstraße werden Flüchtlinge ziehen, die bisher in der Turnhalle an der Stettiner Straße untergebracht waren, somit bekommen wir die Halle nächste Woche frei und sie kann wieder für den Schulsport genutzt werden“, erklärt Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch. In den nächsten Wochen sollen dann alle als Flüchtlingsunterkunft genutzten Schulturnhallen wieder leergezogen werden. Lediglich die Sporthalle der Heinrich-Heine-Universität wird bis zum 19. Oktober noch als Unterkunft genutzt.

Jeweils ein Zelt mit Schlafräumen und ein Versorgungszelt bilden an der Itterstraße eine Einheit.

Das Versorgungszelt bietet einen Gemeinschaftssaal sowie Wasch- und Duschbereiche und Toilettenräume. Bis Ende Oktober sollen die Zelte, die je nach Witterungsbedingung auch winterfest gemacht werden, als Unterkünfte genutzt werden. Ab Mitte Oktober werden dann die angekündigten Containeranlagen in Betrieb genommen. Für etwas Entlastung sorgt die teilweise Wieder-Inbetriebnahme der Asylbewerberunterkunft an der Schanzenstraße, die durch einen Brand in den letzten Wochen unbewohnbar war.

„Nach einer gründlichen Überprüfung konnten wir für die Nutzung der ersten und zweiten Etage wieder grünes Licht geben. Dort stehen uns dann 39 Räume wieder zur Verfügung. Zudem haben wir inzwischen 9 Familien mit insgesamt 39 Frauen, Männer und Kinder nach der Evakuierung aus der Schanzenstraße an anderer Stelle mit Wohnraum versorgen können“, so Miriam Koch. Von Michael Buch pld – Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf

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