Klimaproblem gemeinsam angehen

Ein neues Zeitalter

Die Staatengemeinschaft hat es in der Hand, die Weichen in ein neues Zeitalter zu stellen. Dazu zählt auch, jene Länder zu unterstützen, die am menschengemachten Klimawandel den geringsten Anteil haben, von den Folgen der Umweltveränderungen aber zuerst getroffen werden. Selbst wenn das Ziel, den Anstieg der Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, als verbindliches Ziel im Abkommen festgeschrieben wird: Kleine Inselstaaten wie Tuvalu, das nirgends mehr als fünf Meter über dem Meeresspiegel liegt, werden die ersten UN-Vertragsstaaten sein, die den traurigen Status von Klimaflüchtlingen erlangen. In Paris könnte nach Jahrzehnten ergebnisloser Klimaschacherei endlich der Wille geboren werden, das Klimaproblem gemeinsam anzugehen. Was es dazu braucht, liegt auf dem Tisch.  Jürgen Polzin Berliner Morgenpost

Entwicklungsminister erwartet positive Signale vom Weltklimagipfel in Paris

Der Weltklimagipfel in Paris wird nach den Worten von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein positives Signal senden. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte Müller: „Wir werden viel weiter kommen bei dem Ziel, den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken und die globale Erwärmung auf weniger auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen.“ Am effektivsten wäre eine weltweite CO2-Steuer, erklärte Müller. „Die Frage ist, wie weit wir mit freiwilligen Vereinbarungen kommen.“

Der Minister sprach sich daher dafür aus, eine Besteuerung des Schiffsdiesels einzuführen. In den Transportkosten müssten sich auch die Belastungen für Umwelt und Klima abbilden. Müller nannte es erfreulich, dass sich die Regierungen der USA und Chinas in der Klimapolitik bewegten. „Die Entscheidung, ob wir das Zwei-Grad-Ziel erreichen, fällt in den Schwellenländern China, Indien, Brasilien und Indonesien“, sagte der Minister weiter. Nötig sei eine Innovationspartnerschaft, gerade in der Energiewirtschaft. Allerdings werde es in den nächsten 20 Jahren nicht gelingen, die Entwicklung in Asien und Afrika komplett auf der Basis erneuerbarer Energien zu schaffen.

Der Umstieg von Kohle auf erneuerbare Energien werde konsequent gefördert. Doch es sei auch nötig, realistisch zu bleiben. „Wenn diese Länder ganz auf Kernkraft, Kohle und Öl verzichten müssten, wäre eine wirtschaftliche Entwicklung dort kaum möglich“, sagte Müller. Neue Osnabrücker Zeitung

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