Mayer: Wir werden uns dem Terrorismus nicht beugen

Sicherheitsbehörden müssen jedem Hinweis nachgehen

Die verantwortlichen Sicherheitsbehörden haben das für den gestrigen Dienstagabend geplante Fußballländerspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wegen Terroralarms abgesagt. Hierzu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Stephan Mayer: „Die gestrige Absage des Fußballländerspiels in Hannover hat uns eindrucksvoll vor Augen geführt, dass auch Deutschland im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus steht. Sie war vor dem Hintergrund der aktuellen Gefährdungslage und der konkreten Hinweise richtig und geboten. Der Bundesminister des Innern, Thomas de Maizière, hat ebenso wie der Innenminister des Landes Niedersachsen, Boris Pistorius, verantwortungsvoll und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes gehandelt und deutlich gemacht, dass deren Sicherheit an erster Stelle stehen muss.

Die Polizeikräfte vor Ort haben ruhig und besonnen, aber auch entschlossen reagiert, um eine Gefährdung von Menschen auszuschließen. Ihnen gilt ebenso wie den Einsatzkräften in ganz Deutschland, die aufgrund der hohen Gefährdungslage und der aktuellen Flüchtlingssituation ohnehin schon weit über das übliche Maß im Einsatz sind, unser Dank.

Wir werden auch weiterhin auf absehbare Zeit mit dieser hohen Bedrohungslage leben müssen. Gleichzeitig müssen wir aber deutlich machen, dass wir uns unser tägliches Leben und unsere Freiheiten nicht vom islamistischen Terror nehmen lassen.“ CDU/CSU – Bundestagsfraktion

Innenausschuss-Chef Heveling gegen Verzicht auf Großveranstaltungen

Nach dem Terroralarm in Hannover und der Absage des Länderspiels hat der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Ansgar Heveling (CDU), dazu aufgerufen, nicht von vornherein auf Großveranstaltungen zu verzichten. Heveling sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe): „Wir dürfen uns der Angst nicht beugen. Deshalb wäre es falsch, jetzt zu sagen, bestimmte Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte gibt es jetzt gar nicht.“

Auch weiterhin müsse gelten, dass die Sicherheitsbehörden „das in jedem Einzelfall wieder neu analysieren und entscheiden“. Zugleich sprach Heveling davon, dass die Nervosität „sehr stark angestiegen“ sei. Die jetzige Situation rufe auch Trittbrettfahrer auf den Plan. „Zu unterscheiden, was ernst zu nehmen ist und was nicht, ist auch für die Behörden keine leichte Aufgabe.“ Mit Blick auf die Ereignisse von Hannover betonte der Innenpolitiker: „Ich vertraue den Einschätzungen, zumal sie von verschiedenen Sicherheitsbehörden gemacht wurden.“ Saarbrücker Zeitung

DasParlament

Ihre Meinung ist wichtig!

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.