Meyer bei Standortgespräch in Itzehoe:

„Nach Prokon-Insolvenz und Prinovis-Schließung erste positive Signale für den Wirtschaftsstandort“

Ein Jahr nach der Insolvenz des Windenenergieunternehmens Prokon und der Schließung des ehemaligen Druckerei-Standortes Prinovis in Itzehoe zeichnen sich für den Wirtschaftsstandort Steinburg wieder verhalten optimistische Zukunftssignale ab. Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer am 26. Februar nach dem mittlerweile vierten Standortgespräch im Kreishaus von Itzehoe sagte, hätten bei Prokon bislang allein über 200 Arbeitsplätze in Itzehoe erhalten werden können. „Dank eines sehr professionellen Managements durch den Insolvenzverwalter haben wir es mit einem bislang erfreulich überschaubaren Arbeitsplatz-Abbau zu tun, zumal ein Teil der ehemaligen Prokon-Mitarbeiter über Qualifizierungsmaßnahmen wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen konnte“, sagte Meyer. Auch hinsichtlich des Verkaufs und einer Nachfolgelösung für das rund 22 Hektar große ehemalige Prinovis-Arreal bestehe Grund zur Hoffnung. „Es laufen intensive Verkaufsgespräche, die noch innerhalb der nächsten Monate abgeschlossen werden könnten“, sagte Meyer.

Prokon-Insolvenzverwalter Dr. Dietmar Penzlin hatte bei dem von Steinburgs Landrat Torsten Wendt moderierten Arbeitstreffen geschildert, dass er bereits im Mai anstrebe, zwei alternative Insolvenzpläne beim Amtsgericht einzureichen. Die eine Variante sehe vor, das Unternehmen als Genossenschaft weiterzuführen. Dazu müssten die Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten und so den Weg  freimachen, einen erheblichen Teil des bislang als Fremdkapital gewerteten Vermögens in  Eigenkapital umzuwandeln. Die zweite Variante sieht einen Verkauf des Unternehmens vor – dafür werden verbiniche Angebote bereits im April erwartet.

Bei Prinovis sind nach Angaben von Geschäftsführer Lars Meusburger von den ehemals 600 Beschäftigten derzeit noch rund 30 Angestellte mit dem Rückbau der Immobilien beschäftigt. Der Prozess soll im April abgeschlossen sein. Rund 120 ehemalige Beschäftigte hätten bereits einen neuen Arbeitsplatz gefunden – die meisten davon in der Region, rund 440 Beschäftige befänden sich noch in einer Tansfergesellschaft. „Gut die Hälfte unserer ehemals 600 Mitarbeiter hat damit eine recht vielversprechende Perspektive“, sagte Meusburger.

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