S-21-Projektpartner einigen sich auf die Variante „Drittes Gleis“

Die S-21-Projektpartner haben bei ihrem Treffen in Berlin für den Filderbahnhof am Flughafen Stuttgart eine grundsätzliche Einigung auf die Variante „Drittes Gleis“ erzielt. Darauf verständigten sich die Vertreter des Landes Baden-Württemberg, der Deutschen Bahn, des Verbandes der Region Stuttgart (VRS) und der Landeshauptstadt.

An der Zusammenkunft nahmen der DB-Infrastrukturvorstand Dr. Volker Kefer, der S-21-Projektleiter Manfred Leger, Landesverkehrsminister Winfried Hermann, der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Regionalpräsident Thomas Bopp teil.

Verkehrsminister Hermann sagte: „Wir haben hart miteinander gerungen, aber am Ende eine Einigung auf ein Konzept erzielt. Es besteht aus einem Paket mit dem drittem Gleis am Flughafenbahnhof Terminal, mit einer durchgehend kreuzungsfrei ausgebauten Rohrer Kurve und der zeitnahen Umsetzung des Regionalhalts in Stuttgart-Vaihingen.“ Klar sei dabei auch, dass ein Ausbau des Bahnhalts Vaihingen außerhalb der S-21-Finanzierungsverträge erfolge und deshalb vom Land übernommen würde. Der Minister betonte: „Wir haben den klaren Standpunkt vertreten, dass der Kostendeckel bezüglich der Mittel, die das Land für Stuttgart 21 zahlt, weiterhin gilt. Dies hat die Deutsche Bahn akzeptiert.“

DB-Infrastrukturvorstand Kefer erläuterte: „Wir begrüßen es sehr, dass Diskussionen wie heute möglich sind. Wir haben ein Konzept zur betrieblichen Optimierung der Flughafenanbindung und dessen Finanzierung entwickelt, hinter dem alle Projektpartner stehen. Eine finale Entscheidung soll im Lenkungskreis am 20.04.2015 erfolgen, zuvor sind noch die Gremien zu beteiligen.“

Oberbürgermeister Kuhn sagte nach den Gesprächen: „Ich begrüße den großen Schritt nach vorn. Wir haben das dritte Gleis aufs Gleis gesetzt. Jetzt ist klar, dass die Entwicklungsmöglichkeiten für die S-Bahn gesichert werden.“

Regionalpräsident Bopp sagte: „Der Einsatz des Verbands Region Stuttgart für eine bessere Schienenanbindung der Filder hat sich gelohnt. Alle Partner haben die Gunst der Stunde erkannt und die Chance für eine zukunftsfähige Lösung genutzt.“ Zwar gebe es noch Details zu klären, doch die grundsätzliche Bereitschaft aller Partner bestehe, die „Variante drittes Gleis“ zu realisieren. Aus Sicht der Region sei es ein Erfolg, dass der S-Bahn-Halt auf den Fildern auch künftig ausschließlich der S-Bahn zur Verfügung stehe. Darüber hinaus bestünden realistische Optionen für eine Verlängerung der S-Bahn über die Neubaustrecke ins Neckartal. „Für uns sind das die entscheidenden Kriterien, die einen finanziellen Beitrag des Verbands Region Stuttgart rechtfertigen“, so Bopp. Zur möglichen Höhe äußerte er sich zunächst nicht. „Die Finanzierung müssen wir unter den Partnern und mit den jeweiligen Gremien noch klären.“ 

Alle Beteiligten erklärten, dass im Anschluss an die Prüfungen die Gremien einbezogen werden müssen, so dass eine finale Entscheidung beim nächsten Lenkungskreis am 20. April möglich wird. Die Finanzierung werde sich entlang des ÖPNV-Pakts bewegen, den das Land Baden-Württemberg, der Verband Region Stuttgart und die Verbund-Landkreise geschlossen haben mit dem Ziel eines Ausbaus des Öffentlichen Personennahverkehrs.

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