Vilimsky: Griechenland muss raus aus dem Euro

Wien “Griechenland muss raus aus dem Euro”, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im EU-Parlament Generalsekretär MEP Harald Vilimsky. “Griechenland entwickelt sich zu einem Fass ohne Boden und zeigt seit Jahren keinerlei Willen zu Reformen”, betonte Vilimsky.

Es sei dem österreichischen Steuerzahler gegenüber nicht zu verantworten, weiterhin Milliarden nach Griechenland zu “spenden”, zumal Österreich selbst mit Rekordarbeitslosigkeit, Rekordarmut und Pleitewellen zu kämpfen habe und die Steuern im eigenen Land dringend benötige. “Griechenland hat sich von Anfang an mit Hilfe geschönter Statistiken in den Euro hineingetrickst und hat niemals auch nur annähernd die Kriterien erfüllt. Es wäre daher nur ein Zeichen von Anstand und Fairness, wenn Griechenland von sich aus den Euro verlassen würde und nicht halb Europa in Geiselhaft für seine Schulden nimmt”, so Vilimsky.

Ein “Grexit” – der Austritt Griechenlands aus dem Euro – wäre keine Tragödie. Das Land sorge gerade einmal für 1,3 % der EU-Wirtschaftsleistung, so Vilimsky. Griechenland könne ja durchaus in der EU bleiben, solle aber mit dem Austritt aus dem Euro eine zweite Währungszone für alle Südländer begründen und initiieren.

Mit rund 320 Milliarden Euro Staatsschulden, die 174 % des Bruttoinlandsproduktes entsprächen, derartig aufzutreten, wie dies die neue griechische Regierung tue, sei mehr als unverschämt, betonte Vilimsky. “Es kann nicht sein, dass die neue griechische Regierung die Verträge und Vereinbarungen der Vorgängerregierungen einfach ignoriert und darauf hofft, dass die Deutschen und Österreicher weiterhin ihren Reformunwillen finanzieren”, so Vilimsky.

ots.at

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