WAZ: Der Ansturm der Verzweifelten. Kommentar von Walter Bau über den Flüchtlingsstrom

Essen – Mehr als 170000 Bootsflüchtlinge sind im vorigen
Jahr allein an den Küsten Italiens gestrandet. Dazu kommen jene,
deren Flucht vor Armut, Elend und Krieg in Griechenland, Spanien oder
der Türkei endete. Gewissenlose Schlepperbanden nutzen die Angst der
Menschen aus, knöpfen ihnen das letzte Geld ab – und überlassen sie
auf hoher See ihrem Schicksal. Skrupellos, erbarmungslos. Für
Hunderttausende Menschen aus Afrika und dem Mittleren Osten ist
Europa gleichsam das gelobte Land. Für die Hoffnung auf Freiheit,
Sicherheit und ein Stückchen von unserem Wohlstand riskieren sie ihr
Leben – und stoßen hier auf Ablehnung und Unverständnis. Der Ansturm
der Verzweifelten wird weiter anschwellen. Es reicht nicht, den
Kontinent zur Festung auszubauen. Der westliche Wohlstand beruht auch
auf der Armut im armen Süden. Es ist höchste Zeit, aus dieser
Erkenntnis die Konsequenz zu ziehen. Europa muss lernen, zu teilen.
Die nächsten Flüchtlingsboote sind schon unterwegs.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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Eine Antwort auf "WAZ: Der Ansturm der Verzweifelten. Kommentar von Walter Bau über den Flüchtlingsstrom"

  1. D. Bunk   Samstag, 3. Januar 2015, 18:01 um 18:01

    Sehr geehrter Herr Walter Bau,
    „Der westliche Wohlstand beruht auch auf der Armut im armen Süden. ……. Europa muss lernen, zu teilen.“
    Selten habe ich in einer Zeitung eine derartig saudumme Meinung und einen solchen Schwachsinn gelesen, wie in Ihrem Kommentar.
    Der erste zitierte Satz ist eine nachgeplapperte dumm-dreiste Fehlannahme, die zu nichts gut ist, als die Vorurteile, auf der sie beruht, weiter zu schüren.

    Der zweite zitierte Satz ist Sprengstoff im Feuer der PEGIDA: Die schreien doch gerade: „Mit uns nicht mehr!“
    Und da verbreiten Sie, Herr Bau – und der Redaktion fällt das nicht auf – solch einen Unfug?
    Ist Ihnen bewusst, dass das an der Grenze zur Anstiftung von Aufruhr liegt?
    Über die WAZ-Redaktion kann nur mit Francois de Fénelon (1651 -1715) urteilen: „O Elend! O grauenvolle Nacht, die uns Kinder Adams umhüllt, – o furchtbare Verblödung, o völlige Verkehrung des Menschen!“

    Mit besten Grüßen
    D. Bunk

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