Kondolenzbücher wegen Flugzeugunglück ausgelegt

Flugzeugabsturz Germanwings: ASB-Kriseninterventionsteam in Südfrankreich im Einsatz

In der Bürgerhalle des Landtags liegt seit Mittwoch das Kondolenzbuch des Landes Nordrhein-Westfalen aus. Landtag und Landesregierung möchten damit den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geben, ihrer Trauer um die Opfer des Flugzeugunglücks in den französischen Alpen und ihrem Mitgefühl für die Angehörigen durch einen Eintrag in das Kondolenzbuch Ausdruck zu verleihen. Landtagspräsidentin Carina Gödecke trug […]

In der Bürgerhalle des Landtags liegt seit Mittwoch das Kondolenzbuch des Landes Nordrhein-Westfalen aus. Landtag und Landesregierung möchten damit den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit geben, ihrer Trauer um die Opfer des Flugzeugunglücks in den französischen Alpen und ihrem Mitgefühl für die Angehörigen durch einen Eintrag in das Kondolenzbuch Ausdruck zu verleihen.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke trug sich als erste in das Kondolenzbuch ein. Sie schrieb: „Den Schmerz können wir den Familien, Angehörigen und Freunden nicht nehmen. Aber wir können diesen Schmerz teilen. In großer Anteilnahme und in tiefer Verbundenheit spricht der Landtag Nordrhein-Westfalen sein Mitgefühl aus.“

Auch in den Landesvertretungen Nordrhein-Westfalens in Berlin und in Brüssel wurden Kondolenzbücher ausgelegt.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke beim Eintrag in das KondolenzbuchAm Morgen hatte die Landtagspräsidentin in Haltern gemeinsam mit örtlichen Abgeordneten an einer Trauerfeier für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen teilgenommen, die bei dem Absturz in Südfrankreich ums Leben gekommen waren. Das für Donnerstagabend in der Wandelhalle des nordrhein-westfälischen Parlamentes angesetzte Passionskonzert wird dem Gedenken an die Opfer des Flugzeugunglücks gewidmet.

Die Maschine war am Dienstag mit 150 Insassen an Bord auf dem Weg vom spanischen Barcelona in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Der Airbus A320 stürzte aus bislang ungeklärter Ursache im Département Alpes-de-Haute-Provence ab. Bildquelle: Landtag NRW/Bernd Schälte.  Mitteilungen des Landes Nordrhein-Westfalen

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März in Südfrankreich sind Angehörige aus Deutschland und Spanien unterwegs zur Unglücksstelle. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurden deshalb drei Mitarbeiter des Krisen-Interventions-Teams (KIT) des ASB München entsandt. Die speziell ausgebildeten und sehr erfahrenen Kriseninterventionshelfer werden vor allem die Angehörigen der deutschen Passagiere betreuen, beraten und begleiten. Ihre Aufgabe ist es auch, den betroffenen Menschen eine Übersicht über die Gesamtsituation und die Abläufe zu geben sowie weitere Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten (kurz- und langfristig) anzubieten. So sollen die Betroffenen im Rahmen der Möglichkeiten selbst handlungsfähig werden und sein.

Die Mitarbeiter des KIT München werden voraussichtlich einige Tage vor Ort in der Nähe der Absturzstelle im Einsatz sein. Als Notfallseelsorger wird ein zusätzlicher KIT-Mitarbeiter dazustoßen, um für die Betroffenen psychosoziale und seelsorgerische Fürsorge zu leisten. Ein weiteres Team des KIT München mit sechs Mitarbeitern steht für einen möglichen Einsatz bereit.

Das KIT München ist seit 1994 im Einsatz. Damit ist das Krisen-Interventions-Team das erste Projekt seiner Art weltweit. Das KIT München ist eine Einrichtung des ASB München, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Münchner Hilfsorganisationen und Institutionen aus dem Bereich der BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) mitarbeiten. Eine zentrale Unterstützungsmöglichkeit, mit der das KIT München seit vielen Jahren sehr gut zusammenarbeitet, ist die Einrichtung NOAH des BBK.Mehr zum KIT München finden Sie unter: http://www.kit-muenchen.de/ – Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB), Bundesverband www.asb.de

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