Alice Weidel: Rogoff verrät den wahren Grund für die Bargeldabschaffung

Weichen längst gestellt / Nur massiver öffentlicher Protest kann Abschaffung des Bargelds noch verhindern

Eine Obergrenze für Barzahlungen soll Geldwäsche verhindern. Tatsächlich spielt das Bargeld in der organisierten Kriminalität eine immer geringere Rolle, und die Kosten einer Abschaffung des Bargeldes wären für den Bürger, der in 95 Prozent der Fälle Bargeld für legale Zwecke verwendet, eine sehr starke Einschränkung seiner Freiheitsrechte“, so Friedrich Schneider, Experte für organisierte Kriminalität und Schattenwirtschaft der Universität Linz.

Alice Weidel: Rogoff verrät den wahren Grund für die Bargeldabschaffung

„Die Politik hat die Weichen längst auf Abschaffung des Bargelds gestellt“, erklärt Steffen Schäfer, Unternehmer und Mitgründer der Initiative www.stop-bargeldverbot.de. „Zu groß sind die Verlockungen eines vermeintlichen finanziellen Perpetuum mobiles, das man in den Negativzinsen entdeckt zu haben glaubt, als dass die Politik hier widerstehen könnte. Nur massiver öffentlicher Protest, der deutlich macht, dass wir Bürger nicht bereit sind, uns unsere Freiheit und unser Ersparnisse stehlen zu lassen, kann diesen Zug noch aufhalten.“

Die Initiative www.stop-bargeldverbot.de veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Bargeld e.V. und Thorsten Schulte am 22. Oktober eine große Kundgebung in Frankfurt am Main. Ab 14 Uhr werden an der Frankfurter Hauptwache u. a. Prof. Joachim Starbatty, Mitglied des EU-Parlaments und Erstunterzeichner der Initiative, sowie der Vermögensverwalter Gottfried Heller, ebenfalls Erstunterzeichner, deutlich machen, dass Bargeld ein essentieller Pfeiler einer freien Gesellschaft ist. „Freiheit muss immer wieder neu errungen werden“, so Schäfer. „Unsere Kundgebung für den Erhalt des Bargelds ist ein Teil dieses Ringens.“

„Die Politik der Niedrig- und Negativzinsen ist der maßgebliche Antrieb hinter der geplanten Abschaffung des Bargelds“, erläutert Kolja Spöri, Unternehmer, Autor und Erstzeichner. „Daher ist Frankfurt als Sitz der Europäischen Zentralbank genau der richtige Ort, um deutlich zu machen, dass wir diese Politik und ihre Konsequenzen ablehnen.“ Die EZB hat ihr Mandat schon weit und lange überschritten. Mario Draghi schickt sich an, der Totengräber der Freiheit und des Wohlstandes in Europa zu werden. Die Politik ist ihm dabei ein Gehilfe. „Nicht nur ist sie der größte Profiteur von Negativzinsen, mit der Abschaffung des Bargelds erfüllt sich die Politik auch einen langgehegten Traum: den gläsernen und vollständig überwachten Bürger“, so Spöri.

„Verblendete Enteignungspläne“ / Bargeldinitiativen kritisieren Vorstöße von Kenneth Rogoff scharf

„Rogoff spricht sich nicht nur für die Fortführung der völlig verfehlten Zentralbankpolitik aus, er will sie sogar noch potenzieren und hierfür ein Kernelement der Freiheit opfern“, so kommentiert Prof. Joachim Starbatty, Erstunterzeichner der Initiative Stop-Bargeldverbot.de, die jüngsten Äußerungen von Kenneth Rogoff. Der Harvard-Professor Rogoff hatte koordinierte Aktionen der Zentralbanken gefordert und sich für deutlich höhere, negative Zinssätze ausgesprochen, um die nächste Krise „schnell überwinden“ zu können. Um diese Negativzinsen überhaupt durchsetzen zu können, setzt er auf die weltweite Abschaffung des Bargelds oder zumindest eine drastische Einschränkung des Bargeldverkehrs.

„Die Äußerungen Rogoffs sind blanker Hohn“, so Starbatty weiter. Weder die QE-Programme noch die Null- bzw. Negativzinssätze der Zentralbanken haben die Krise gelöst. Im Gegenteil, sie haben nur dazu geführt, dass sich neue Blasen bei den Vermögenswerten bilden konnten. „Nun will Rogoff mehr vom gleichen Gift. Dieses Gift aber wollen die Bürger nicht schlucken. Deshalb kämpft Rogoff so vehement für die Abschaffung des Bargelds. Es ist die effektivste Methode, sich gegen negative Zinssätze zu verteidigen. Damit steht es den verblendeten Enteignungsplänen dieses angeblichen Wirtschaftsexperten im Wege.“

„In der Tat“, ergänzt Gottfried Heller, ebenfalls Erstunterzeichner der Initiative Stop-Bargeldverbot.de „ist Bargeld die Bastion wirtschaftlicher Selbstbestimmung und damit eine essentielle Säule der Freiheit.“ Ohne Bargeld wäre nicht nur eine vollständige Überwachung und Kontrolle der Bürger möglich, es bestünde dann auch keinerlei Möglichkeit mehr, sich gegen staatliche Zugriffe auf die erarbeiteten Ersparnisse zu schützen. Dabei sind Negativzinsen die extremste Form der Enteignung. Der IWF hat bereits eine einmalige Vermögensabgabe ins Spiel gebracht, um die Schuldenkrise zu lösen. Auch werden dann Bail-Ins, bei denen die Sparer für eine Bankpleite haften, problemlos möglich. „Ohne Bargeld ist der Bürger den staatlichen Enteignungs- und Überwachungsträumen schutzlos ausgeliefert. Dies dürfen wir nicht zulassen.“ Dagmar Metzger – Stiftung für Freiheit & Vernunft

Zur Forderung von Kenneth Rogoff das Bargeld abzuschaffen, erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel:

„In seinem Beitrag, der bei Focus Online erschienen ist, wiederholt der Ökonom Kenneth Rogoff erneut die vorgeschobenen Gründe für die Bargeldabschaffung. Sie nütze angeblich der Kriminalitätsbekämpfung und verhindere illegale Einwanderung. Beides ist Unsinn.

Schließlich nennt er dann aber ganz unverhohlen die wahre Begründung: Ohne Bargeld ist den Zentralbanken eine uneingeschränkte Negativzinspolitik möglich. Das heißt nichts anderes als die direkte Enteignung der Bürger. Die Menschen könnten nicht mehr ihr Eigentum in Form von Bargeld aufbewahren, sondern müssten mit ansehen, wie ihr elektronisches Geld von negativen Zinsen aufgefressen wird.

Eigentlich müsste man Rogoff für diese Offenheit dankbar sein. Denn das, was noch vor kurzem als Verschwörungstheorie abgetan wurde, gibt der Harvard-Professor hier offen zu. Allerdings warnt er nicht vor diesem Szenario, sondern sieht es als einzige ‚Rettung‘ des Finanzsystems. Stimmt auch; man will allen Bürgern, Altersvorsorgern und Sparern den Weg aus dem kranken Bankkontensystem verbauen. Ein Bargeldverbot wäre der entscheidende Schritt zur grenzenlosen Macht von Banken und Staat über das Individuum. Das Ende der Freiheit und der Weg in eine ewige Knechtschaft.

Die AfD stemmt sich als einzige Partei gegen die Abschaffung des Bargelds; sie führt als einzige Partei auch eine Geldsystemkritik in ihrem Grundsatzprogramm. Die AfD ist die Partei, die sich mit Entschiedenheit gegen alle Bestrebungen des versteckten oder des offenen Totalitarismus wendet, in welchem Gewand uns dieser auch immer begegnet.“ Alternative für Deutschland

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