Anlegen wie die Reichen oder lieber Spitzengehalt

Gehälter ab 100.000 Euro: So wird man zum Spitzenverdiener

Anlegen wie die Reichen oder lieber Spitzengehalt

Die Mehrzahl der Deutschen glaubt einer aktuellen Umfrage zufolge, dass vermögende Menschen bessere Geldanlageprodukte haben als der Otto-Normal-Bürger. Dass dieser aber ebenfalls die Möglichkeit hat, sich über Aktien an Unternehmen zu beteiligen und so ein Vermögen aufzubauen, erkennt nur jeder zehnte Bundesbürger. Stattdessen lassen die meisten ihr Geld in überwiegend niedrig verzinsten Giro- oder Sparkonten liegen. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Anleger sind gut beraten, schon früh in rentable Anlageformen wie Aktien oder Aktienfonds zu investieren, um so von Kursgewinnen und Dividendenzahlungen langfristig zu profitieren. Das geht auch mit geringen Beträgen, etwa über einen Sparplan. Ein Fondssparplan lässt sich bereits ab einem Betrag von 25 Euro abschließen. Vorteil: Er ist flexibel. Die Raten lassen sich beliebig und kostenlos erhöhen, reduzieren oder wenn nötig, für einen bestimmten Zeitraum aussetzen.

Wer in den zurückliegenden 30 Jahren beispielsweise monatlich 100 Euro in deutsche Aktienfonds investiert hat, zahlte insgesamt 36.000 Euro ein. Der Sparplan brachte ihm per Ende Dezember 2017 im Durchschnitt rund 123.100 Euro ein. Das entspricht einer Wertentwicklung von 7,2 Prozent im Jahr. Auch mit kleineren Budgets lassen sich also überdurchschnittliche Renditen erzielen. (BVI) Bundesverband Investment und Asset-Management e.V.

Das Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften in Deutschland liegt bei 58.150 Euro brutto. Wer sich ein Spitzengehalt von 100.000 Euro und mehr sichern möchte, muss in der Regel eine spezifische Ausbildung und eine Führungsposition vorweisen. Das zeigt eine Analyse des StepStone Gehaltsreport 2018, für den die Online-Jobplattform 50.000 Fach- und Führungskräfte befragt hat. Während in der obersten Management-Ebene mehr als jeder Dritte über ein Gehalt ab 100.000 Euro brutto verfügt, kommt nur jeder Fünfte im mittleren Management auf einen Verdienst in dieser Höhe. Ohne Management-Rolle sind die Chancen auf ein sechsstelliges Gehalt verschwindend gering: Nur 2 Prozent der befragten Fachkräfte ohne Führungsverantwortung liegen laut StepStone Gehaltsreport über der Gehaltsgrenze von 100.000 Euro.

Wer 100.000 Euro verdienen will, sollte studieren

Schon die Wahl der Ausbildung stellt die Weichen für ein hohes Gehalt. Fast jeder fünfte Diplom-Absolvent schafft den Sprung zum Top-Gehalt, während zum Beispiel ein Meisterbrief nur selten zu Spitzengehältern führt (6 Prozent). „Wer sich schon bei der Berufswahl an den Verdienstmöglichkeiten orientieren will, sollte allerdings nicht nur auf die heutige Lage schauen. Das Gehaltsgefüge ist im Umbruch. Banker werden noch immer sehr gut bezahlt, obwohl ihre Bedeutung in der digitalisierten Welt abnimmt. IT und technische Berufe boomen hingegen wie nie zuvor, erzielen aber oft noch keine Spitzengehälter. Das wird sich in Zukunft ändern“, erklärt StepStone Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers.

Pharmaindustrie mit den meisten Spitzenverdienern

  • Die Branche mit den meisten Fach- und Führungskräften mit einem Gehalt über 100.000 Euro ist die Pharmaindustrie. 15 Prozent aller Fachkräfte sichern sich hier ein entsprechendes Gehalt.
  • Auch in der Chemiebranche (14 Prozent) und im Bankwesen (13 Prozent) gibt es viele Top-Verdiener.

Fast jeder dritte Arzt verdient 100.000 Euro

  • Unter Ärzten ist die Anzahl der Spitzenverdiener am höchsten (31 Prozent).
  • Banking-Spezialisten und Juristen folgen mit einigem Abstand auf Rang zwei und drei (14 und 12 Prozent).

Männer häufiger mit Spitzengehalt als Frauen

  • Die Wahrscheinlichkeit, mehr als 100.000 Euro zu verdienen, ist als Mann wesentlich höher. Gründe dafür sind unter anderem die Berufswahl und die Tatsache, dass Männer seltener aus familiären Gründen pausieren oder in Teilzeit arbeiten.
  • Während 11 Prozent der männlichen Fachkräfte über 100.000 Euro verdienen, sind es bei ihren Kolleginnen nur 3 Prozent.

Die Unternehmensgröße entscheidet

  • Für alle Fach- und Führungskräfte gilt: Die Wahrscheinlichkeit ein Spitzengehalt über 100.000 Euro erzielen zu können, steigt mit der Unternehmensgröße des Arbeitgebers.
  • Großunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern zahlen 17 Prozent ihrer Angestellten ein Gehalt über 100.000 Euro – bei Firmen, die zwischen 1.000 und 10.000 Mitarbeiter beschäftigen, sind es nur 10 Prozent. StepStone Presseteam
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