Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen

Klimaerwärmung ist Kulturthema: Deutscher Kulturrat zum Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen

Der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen ist ein großer Fehler. Für den Deutschen Kulturrat, den Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist es ein Weckruf an unsere Regierung, nun noch mehr Verantwortung für den weltweiten Kilmaschutz zu übernehmen. Deutscher Kulturrat wird sich in der Zukunft verstärkt in die Debatten um den Klimaschutz einmischen.

Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen

Der Deutsche Kulturrat wird den Einsatz gegen den Klimawandel auch als kulturelle Herausforderung diskutieren. Im Herbst werden wir auch zu dieser Frage eine Tagung gemeinsam mit den Deutschen Naturschutzring im Haus der Kulturen der Welt in Berlin durchführen. Im Dezember werden wir uns als zivilgesellschaftliche Organisation in die Debatten auf der Klimakonferenz in Bonn einbringen. Die Klimaerwärmung ist eben auch ein Kulturthema.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Bislang hat sich der Kulturbereich aus Umweltthemen weitgehend herausgehalten. Doch wenn man sich die Herausforderungen wie die Klimaerwärmung anschaut, muss man erkennen, wie unverantwortlich das ist. Da in diesem Jahr die Weltklimakonferenz in Bonn stattfindet, besteht die Chance, Umweltschutzfragen als Kulturfragen gemeinsam neu zu bewerten. Wir lassen uns von Donald Trump nicht bangemachen.“ Deutscher Kulturrat e.V.

Trumps Klimaabsage schadet der Wirtschaft

US-Präsident Donald Trump hat den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. Dazu erklärt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA:

„Trumps Klimaabsage schadet der Wirtschaft. Mit dem Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen stellt US-Präsident Donald Trump seine Wahlkampfversprechen über die langfristigen Interessen der Weltgemeinschaft. Das ist nicht nur gegenüber der Umwelt unverantwortlich, sondern auch gegenüber der globalen Wirtschaft. Die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen kann Hand in Hand gehen mit wirtschaftlichem Wachstum, wenn Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen in effiziente Technologien haben. Präsident Trump stellt diese Perspektive infrage und verzögert damit die Weiterentwicklung einer modernen und umweltfreundlichen Industrie.

Europa und seine Partner – übrigens auch wichtige Bundesstaaten und Unternehmen in den USA – müssen jetzt Kurs halten. Die EU darf sich durch diese Rolle rückwärts, ein halbes Jahr nach der Ratifizierung des Abkommens, nicht von ihrer Linie abbringen lassen und sollte selbstbewusst zum Klimaabkommen stehen. Europa wird dauerhaft davon profitieren, wenn es seine Position als Innovationstreiber bei klimafreundlichen Technologien ausbaut.“ Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)

Die Vereinigten Staaten schaden sich selbst, uns Europäern und allen anderen Völkern der Welt. Denn wer den Klimawandel leugnet und ihn nicht bekämpft, wird nicht nur mit den Folgen immer härterer Unwetter, Dürren und Überflutungen zu tun bekommen, sondern diese „ohne-mich-Strategie“ verhindert auch wirtschaftliches Wachstum und technischen Fortschritt. Denn selbst wenn es den Klimawandel nicht gäbe, sind das Einsparen von Energie und die Nutzung kostenloser Rohstoffe wie Sonne und Wind eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Mehr als 400.000 neue Arbeitsplätze hat das allein in Deutschland gebracht!

Wer den Pariser Klimavertrag kündigt, versperrt den Weg zu wirtschaftlichem Wachstum – und legt Hand an die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.

Die Kündigung des Pariser Abkommens ist auch ein politischer Fehler, denn damit wird die internationale Verlässlichkeit von Verträgen in Frage gestellt. Der Rechtsgrundsatz „Pacta sunt servanda“ – Verträgen ist zu dienen – soll doch Sicherheit und Verlässlichkeit erzeugen. Das ist eine der wichtigsten Gepflogenheiten der internationalen Politik. „The land of the free and the home of the brave“ – Das Land der „Freien und Mutigen“ widerspricht seinen Grundsätzen und stellt sich damit einem weltweiten Konsens entgegen.

Unsere gute Klimapolitik und unsere intensive internationale Klimaschutz-Kooperation mit anderen Ländern hat bereits jetzt ein starkes Bündnis gegen den Klima-Isolationismus der neuen US-Administration geschmiedet. An unserer Seite stehen große Nationen wie China, Brasilien, Indien und Russland sowie die vielen vom Klimawandel besonders hart betroffenen Nationen, wie die afrikanischen Staaten und die kleinen Inselstaaten. Und vergessen wir nicht: Auch in den USA gibt es eine Reihe von Bundesstaaten, Kommunen und Unternehmen, die eine Vorreiterrolle in der Klimapolitik eingenommen haben. Wir alle stehen zum Pariser Abkommen.

Wir halten den Vereinigten Staaten die Tür auf, um gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt wieder beizutreten. Lassen wir uns von Kurzsichtigkeit Einzelner nicht anstecken. Die Weltgemeinschaft muss jetzt zusammenhalten. Klimapolitik ist Friedenspolitik. Deutsche Bundesregierung

 

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