Bankrott Griechenlands wäre Rettung für Eurozone

Warum Griechenland - und andere Staaten - Bankrott gehen sollten

Bankrott Griechenlands wäre Rettung für Eurozone

Ein Staatsbankrott, so erläutert Hans Herrmann Hoppe in seinem jüngsten Beitrag auf www.misesde.org, wäre an sich keine Katastrophe, sondern ein Segen. Wenn es dabei wie beim Bankrott eines x-beliebigen Unternehmens zuginge. Der Volkswirtschaft erwüchse daraus kein Schaden. Das Gegenteil wäre bei einer Abwicklung der Firma Staat der Fall. Dann nämlich „befände sich das gesamte Volksvermögen dort, wo es erarbeitet wurde: in den Händen normaler, produktiver Firmen und Personen.“ Mit anderen Worten: gebundenes Kapital würde frei, Bürger und Unternehmen könnten befreit wirtschaften und ehemalige Staatsangestellte müssten plötzlich lernen, auf eigenen Füßen zu stehen und selbst für sich zu sorgen.

Schluss mit Politik der ausgestreckten Hand

Aber leider ist der Staat kein x-beliebiges Unternehmen. Er ist, so Hoppe, „keine produktive, sondern eine parasitäre Firma.“ Sein Einkommen bezieht er entweder aus Steuern, also dem Einkommen und der Leistung anderer oder indem er Geld druckt. Wiederum zu Lasten anderer, deren Geld hierdurch an Kaufkraft verliert. Entsprechend geht der Staat auch anders Bankrott. Um die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, erhöht er entweder die Steuern oder druckt noch mehr Geld. Staatsvermögen wird nicht veräußert, sondern im Gegenteil mehr und mehr Betriebe werden verstaatlicht. Entsprechend sinkt die Produktivität und die Bevölkerung insgesamt verarmt zusehends. Ganz am Ende stehen Hyperinflation und anschließende Währungsreform. Dann beginnt das Spiel mit neuen „unverbrauchten“ Protagonisten des Staates von vorne.

„Es ist das alte Sprichwort, welches die Geschichte schon so oft bestätigt hat“, ergänzt Andreas Marquart, Vorstand des Ludwig von Mises Instituts Deutschland. „Beim Staatsbankrott geht nicht der Staat, sondern seine Bürger Pleite.“

Hoppe kommt zu dem Schluss, dass sich dieser Zyklus nur durch ein Wunder durchbrechen ließe. Dann nämlich, wenn die Bürger die wahre Natur des Staates erkennen und in der Folge „ihn und seine Inhaber als das behandeln, was sie sind: als eine Bande recht- und verantwortungsloser und noch dazu hochmütiger Räuber.“ Wordstatt GmbH Dagmar Metzger

Hofreiter drängt auf kurzfristige Hilfen für Athen

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat nach dem klaren „Nein“ der Griechen zu EU-Sparvorgaben „Bewegung auf beiden Seiten“ verlangt. „Wir brauchen eine Politik der ausgestreckten Hand“, sagte Hofreiter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) mit Blick auf ein neues Hilfspaket für Athen. Jetzt müsse die Stunde „für ausgewogene und visionäre Europapolitiker schlagen, nicht für Scharfmacher und Nationalpatrioten“. Der Grünen-Politiker forderte auch kurzfristige Hilfen für die Griechen. Vor allem eine Stabilisierung des Bankensystems müsse jetzt schnell angegangen werden. Sonst drohe Griechenland zu einem zerfallenden Staat zu werden.

„Die aktuelle Situation haben uns sowohl Syriza als auch Juncker, Merkel & Co. eingebrockt“, sagte Hofreiter. Er forderte die Regierung in Athen auf, „endlich Vetternwirtschaft, Steuerhinterziehung und die hohen Militärausgaben anzugehen“. An die Euro-Staaten appellierte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, ein langfristiges Investitionsprogramm und eine echte Umschuldung anzubieten, damit Griechenland wirtschaftlich wieder auf die Beine komme. Neue Osnabrücker Zeitung

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