CFD Anbieter FXFlat wegen Schadensersatz angeklagt

Betrüger locken Anleger mit hohen Gewinnaussichten auf dubiosen Online-Handelsplattformen

CFD Anbieter FXFlat wegen Schadensersatz angeklagt

Vor dem Amtsgericht Ratingen wird am 19.06.2019 eine Schadensersatzklage verhandelt. Ein Kunde der Ratinger Firma FXFlat Wertpapierhandels GmbH klagt, weil sein eingezahltes Geld auf dubiosen Wegen verschwunden ist. FXFlat wäscht seine Hände in Unschuld und beteuert über einen Düsseldorfer Rechtsanwalt keine Ahnung über den Verbleib des Geldes zu haben.

Sowohl der Rechtsanwalt als auch FXFlat verstrickten sich jedoch bei Ihren Ausführungen in Widersprüche, sodass der Verdacht des Prozessbetruges durch die Staatsanwaltschaft geprüft werden soll. Der Einschüchterungsversuch des Rechtsanwalts und FXFlat den geschädigten Kunden mit „Folgen“ für seine Aussagen vor Gericht zu bedrohen ist wohl der Unternehmenspolitik von FXFlat geschuldet.¹

BKA Information:

Betrüger locken Anleger mit hohen Gewinnaussichten auf dubiosen Online-Handelsplattformen

Potenzielle Anleger stoßen im Netz immer wieder auf Anbieter von scheinbar besonders lukrativen Investitionsmöglichkeiten, die das schnelle Geld und außerordentlich hohe Gewinne versprechen. Häufig aber stecken hinter solchen Angeboten Straftäter, deren einziges Ziel es ist, die Anleger um ihr Geld zu betrügen.

Das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter aus Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen warnen aktuell gemeinsam mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vor einer neuen Masche von Betrügern, die auf Online-Handelsplattformen Anlageprodukte mit scheinbar hohen Gewinnchancen bei einfachster Handhabung anbieten.

Der Kunde investiert angeblich in finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFDs) und binäre Optionen auf Rohstoffe, Aktien, Indizes, Währungen („Forex“) oder Kryptowährungen. Wie genau die Kapitalanlage funktioniert, erklärt der Onlinehändler auf seiner Internetseite allerdings nicht. Viele der Anbieter verfügen noch nicht einmal über die notwendigen Lizenzen, derartige Geschäfte in Deutschland bzw. mit deutschen Kunden zu tätigen.

Hat sich der Kunde auf der Handelsplattform registriert und erstes Geld investiert, wird er umgehend von Mitarbeitern der Handelsplattform angerufen. Die Anrufer geben sich als kompetente Finanzbroker mit jahrelanger Handelserfahrung aus, um sich so das Vertrauen der Neukunden zu erschleichen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Betrüger, die die Anleger um ihr Kapital bringen wollen.

Fakt ist: Die eingezahlten Gelder werden in Wahrheit nie einer Kapitalanlage zugeführt. Die komplette Handelsplattform einschließlich des vermeintlichen Kundenkontos ist ein Fake.

Die Aussichten der Opfer, ihr Geld wiederzuerlangen, sind sehr gering. Die Täter überweisen und verschieben die Kundengelder auf verschiedenste Konten im Ausland, die Betreiberfirmen der Handelsplattformen wechseln häufig und bei den Firmensitzen handelt es sich um bekannte Offshore-Briefkastenadressen. Es droht der Totalverlust des investierten Kapitals.

Die BaFin weist darauf hin, dass beim Handel mit CFDs und binären Optionen grundsätzlich ein hohes Verlustrisiko besteht. Seit dem 2. Juli 2018 sind im Interesse des europaweiten Anlegerschutzes auch lizenzierten Finanzdienstleistungs- und Kreditinstituten die Vermarktung, der Vertrieb und der Verkauf binärer Optionen an Privatkunden verboten. Bereits am 8. Mai 2017 hatte die BaFin die Vermarktung, den Vertrieb und den Verkauf von CFDs an Privatkunden beschränkt. Seit dem 1. August 2018 gelten hierfür europaweit weitere Beschränkungen wie Hebelbeschränkungen, automatische Verlustbegrenzungen, ein Nachschusspflichtverbot, Vermarktungsbeschränkungen und eine verpflichtende Risikowarnung.

Was können Sie tun, um sich zu schützen?

  1. Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die eine sichere Anlage, eine garantierte Rendite, dazu hohe Gewinne oder ein nur sehr geringes Risiko versprechen! Misstrauen Sie Bonusversprechungen und Erfolgen auf Demo-Konten.
  2. Bevor Sie Geld übergeben oder eine Anlage tätigen, holen Sie immer unabhängigen Rat (z.B. bei Verbraucherzentralen) ein.
  3. Nutzen Sie bei Anlageangeboten im Internet verschiedene Suchmaschinen, um möglichst umfassende Informationen zum Anbieter und zum Produkt zu erhalten.
  4. Achten Sie bei Anlageangeboten im Internet darauf, ob ein Impressum angegeben ist. Wer ist Ihr potentieller Vertragspartner und wo hat er seinen Sitz?
  5. Handelt es sich um ein von der BaFin oder einem anderen EU-Land lizenziertes Unternehmen? Dies können Sie über die Unternehmensdatenbank der BaFin unter https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/start.do jederzeit abfragen.
  6. Lehnen Sie unaufgeforderte Anrufe im Zusammenhang mit Anlageangeboten ab! Lassen Sie sich nicht auf Beratungsgespräche mit Unbekannten ein.
  7. Vorsicht vor zukünftigen Betrugsversuchen! Wenn Sie bereits Opfer wurden und in einen Betrug investiert haben, werden die Betrüger Sie wahrscheinlich wieder ins Visier nehmen oder Ihre Daten an andere Kriminelle verkaufen.
  8. Vorsicht bei Hilfsangeboten! Häufig geben sich Betrüger, die Ihre Kundendaten erworben haben, als „Samariter“ aus, die Sie dabei unterstützen wollen, Ihr verlorenes Geld zurückzuholen.
  9. Seien Sie misstrauisch und kontaktieren Sie bei Verdacht die Polizei und/ oder die BaFin!²

Weiterführende Informationen:

Unternehmen, denen die BaFin ihr Geschäft bereits untersagt hat, veröffentlicht sie auf ihrer Internet-Seite unter: https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/verbraucher_node.html;jsessionid=A0B31453CEB8602630B1A6BE0D48C97A.1_cid372

Warnmeldung der Verbraucherzentrale Bundesverband von November 2018: https://www.marktwaechter.de/pressemeldung/binaere-optionen-beschwerden-ueber-unserioese-anbieter

¹BZ ²Bundeskriminalamt

DasParlament

4 Antworten zu "CFD Anbieter FXFlat wegen Schadensersatz angeklagt"

  1. Krass   Donnerstag, 27. Juni 2019, 6:58 um 6:58

    Ich bewerte FXFLAT im Zuge mit CapTrader als sehr negativ.
    CapTrade hat mich im Januar zu einer total unseriösen Angaben zur Kontoeröffnung veranlasst. Auf Beratung habe ich bei der Kontoeröffnung Angaben gemacht.
    Nun wo ich parallel bei FXFLAT ein Konto eröffnen wollte, werde ich aufgrund von Captrader abgelehnt.
    Also, für meine Ansicht sehr unseriös das Vorgehen von CAptrader und dann hierzu die Reation von FXFLAT.

    Antworten
    • René   Donnerstag, 27. Juni 2019, 16:15 um 16:15

      Geh lieber zu GBE broker: http://bit.ly/2WmtM7o
      Viel günstiger

      Antworten
      • Krass   Freitag, 28. Juni 2019, 7:27 um 7:27

        Danke für den Hinweis. Ich schaue mir das mal an.

        Antworten
  2. Nett   Montag, 17. Juni 2019, 20:15 um 20:15

    Yes, Baby.

    Antworten

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