Coronavirus und die Börse – Was wird aus unserem Geld?

Treffen des Bundeswirtschaftsministers und der Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister der Länder zum Corona-Virus

Coronavirus und die Börse – Was wird aus unserem Geld?

Schwarzer Montag an den Börsen. Das Coronavirus lässt die Kurse abstürzen.

Der Dax verliert so viel wie in den Tagen der Finanzkrise 2008. Der Handel an der New Yorker Börse wurde sogar kurzzeitig ausgesetzt. Besonders unter Druck: Banken und Versicherungen. Große Erwartungen werden nun auch an die Zentralbanken gerichtet.

Wie schlimm ist der Kurseinbruch wirklich? Sind Sparkonten und Lebensversicherungen in Gefahr? Welche Auswirkungen hat der Crash für die Bürger?¹

Wirtschaftliche Auswirkungen des Corona-Virus entlarvt Verantwortliche als Hasardeure

Immer gravierender werden nun auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Virus-Krise. Die Börsen haben starke Ausschläge, mancher Marktbeobachter sprach am Montag schon von einem „Crash“. In New York setzte man sogar den Handel an der Börse kurz aus. Der Ölpreis ist eingebrochen. Ganz Italien ist zur Sperrzone erklärt worden – mit noch nicht abzusehenden Folgen für die dortige Tourismus-Branche, die für das Land überlebenswichtig ist.

Auch hierzulande werden Messen und andere Großveranstaltungen abgesagt, mit erheblichen Auswirkungen auch etwa auf die Hotellerie und Gastronomie.

Nach Ansicht der Bayernpartei zeigt sich, auf welch tönernen Füßen unser Wohlstand, ja unsere Art zu leben steht. Es rächt sich nun, dass Störfälle, wie eben jetzt der Corona-Virus, nicht eingeplant, keine Szenarien für den Notfall vorbereitet wurden. Verantwortlich hierfür ist die „hohe Politik“, die nach dem Motto „Augen zu und durch“ jeden gesunden Menschenverstand vermissen ließ.

Denn wenn sich etwa die ohnehin bestehende italienische Schuldenkrise durch einen Ausfall der Sommerreise-Saison dramatisch verschärft, dann kann dies das ganze System „Euro“ in den Abgrund reißen. Der Köcher der EZB ist dann aber leer, denn noch weiter absenken kann man die Zinsen nicht. Das Vabanque-Spiel des Herrn Draghi und seiner Nachfolgerin Lagarde könnte sich als Russisches Roulette entpuppen.

Entsprechend auch der Kommentar des Bayernpartei-Vorsitzenden Florian Weber: „Nun ist er also da, der sprichwörtliche „Schwarze Schwan“, das unwahrscheinliche Ereignis. Und trifft die Verantwortlichen mit herunter gelassener Hose an. Die haben nämlich so agiert, als wären Wohlstand und Sicherheit etwas für die Ewigkeit garantiertes. So aber handeln Hasardeure. Die drohende Rezession könnte Auswirkungen haben, die wir uns noch gar nicht vorstellen können. Und auch das Vorgehen in Bezug auf die Globalisierung muss zumindest in Teilbereichen überdacht werden. Medikamente etwa werden fast vollständig im Ausland produziert und bereits jetzt ist von Engpässen bei der Versorgung die Rede. Ich will jetzt nicht einer kompletten Autarkie das Wort reden, sich aber dermaßen vom Wohlwollen anderer abhängig machen, war schon sehr kurzsichtig.“²

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat heute seine Amtskolleginnen und -kollegen aus den Bundesländern zu einem Austausch über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus in Deutschland getroffen.

Im Zentrum standen ein Austausch über die Auswirkungen in den Bundesländern und in Deutschland insgesamt sowie über Maßnahmen und Instrumente zur Sicherung von Liquidität, Beschäftigung und Wertschöpfung.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Von diesem Treffen geht das klare Signal aus, dass Bund und Länder abgestimmt agieren, gut vorbereitet sind und entschlossen sind, jederzeit gemeinsam situationsgerecht zu agieren und hierbei auch eine Aufstockung vorhandener oder weiterer Liquiditätsinstrumente erfolgen kann, falls erforderlich.“

Die Bremer Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, und Vorsitzenden der Wirtschaftsministerkonferenz, Kristina Vogt, sagte im Anschluss an das Treffen: „Das heutige Treffen hat gezeigt, dass Bund und Länder eng zusammenarbeiten, wenn es darum geht, gemeinsam Unterstützungsmaßnahmen für die Unternehmen und die Arbeitnehmer*innen bereitzustellen. Die bestehenden Programme in Bund und Ländern, neue Angebote bei Bedarf und eine Lockerung der Beihilfebestimmungen schaffen die Voraussetzungen, schnell und pragmatisch reagieren zu können.“

Bundesminister Altmaier hat mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen verabredet, sich weiterhin eng über die wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung auszutauschen.³

¹phoenix-Kommunikation ²Bayernpartei ³Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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