Henkel: VW-Chef Winterkorn muss sofort zurücktreten

Der VW-Skandal - ein Totalschaden

Henkel: VW-Chef Winterkorn muss sofort zurücktreten

Hans Olaf Henkel, Mitglied des Europäischen Parlaments und der Alfa Partei („Allianz für Fortschritt und Aufbruch“) fordert in Brüssel den sofortigen Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG, Martin Winterkorn.

„So einen Skandal habe ich in meiner beruflichen Laufbahn in Deutschland noch nie erlebt“, meinte Henkel, der von 1995-2006 sechs Jahre an der Spitze des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) stand. „Schon die damaligen Rotlichtskandale, in die der Vorstand der Volkswagen AG zusammen mit Betriebsratsmitgliedern und Gewerkschaftsfunktionäre verwickelt war, haben mich zutiefst erschüttert. Die nun aus den Vereinigten Staaten bekannt gewordenen Manipulation der Abgaswerte für durch die Volkswagen AG in den USA verkauften Automobile sprengen alles, was sich einige Vertreter der deutschen Industrie nach dem Kriege geleistet haben“, meinte Henkel.

Man müsse ja nicht gleich, wie auch schon bei ähnlichen Skandalen in Japan vorgekommen, als Vorstandsvorsitzender Harakiri begehen, aber nur zum Verkehrsminister zitiert zu werden, genüge nun wirklich nicht. „Die Manipulation von Abgaswerten durch die Volkswagen AG in den Vereinigten Staaten belastet nicht nur dieses Unternehmen, sie wirft auch nicht nur ein schlechtes Licht auch auf alle anderen deutschen Autohersteller, sie untergräbt den Ruf der gesamten deutschen Industrie, wenn nicht unseres Landes.“ Schon deshalb müsse Herr Winterkorn eine klare Linie zwischen Volkswagen und dem Rest der deutschen Industrie ziehen. „Das kann er am besten durch seinen sofortigen Rücktritt“, meinte Henkel. Jörg Müller-Brandes Deutsche Delegation der EKR-Fraktion Europäisches Parlament

Verbraucherschützer: VW muss auch deutschen Kunden reinen Wein einschenken

Nach der US-Abgasaffäre von Volkswagen fordern Verbraucherschützer, dass auch deutschen Diesel-Fahrern reiner Wein eingeschenkt wird. VW müsse zügig alle Fakten auf den Tisch legen, sagte Klaus Müller, Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, dem Tagesspiegel (Mittwochausgabe). „Wurden Abgaswerte auch in Deutschland manipuliert? Das wäre ein schlimmer Schaden für die gesamte deutsche Industrie und ein schwerer Vertrauensverlust der Verbraucher“, meint Müller. Aber nicht nur VW sei in der Pflicht, sondern auch Behörden, Labore und Prüfer. „Wer auf dem Prüfstand trickst, muss sich fragen lassen, wo noch?“, sagte Müller. „Gerade noch wurde auf der IAA das Auto der Zukunft vorgestellt. Datenschutz beim automatisierten Fahren, selbst fahrende Autos – hier ist doch das Vertrauen der Verbraucher die Grundlage des Erfolgs.“ Der Tagesspiegel

VW-Entschuldigung im Diesel-Skandal: „Wir haben totalen Mist gebaut“

Volkswagen stellt 6,5 Milliarden Euro zurück

Alle in der Europäischen Union zugelassenen Volkswagen mit Dieselmotoren erfüllen nach Konzernangaben die gesetzlichen Abgasbestimmungen. Von den Manipulationsvorwürfen über geschönte Abgaswerte in den USA betroffen seien ausschließlich Fahrzeuge mit Motoren des Typs EA 189, die in rund elf Millionen Fahrzeugen eingebaut sind. Die Motoren wurden nicht nur in VW-Modellen benutzt, sondern auch in anderen Fahrzeugen des Konzerns. Bei einem Großteil dieser Fahrzeuge habe die Software aber keine Auswirkungen auf das Messverfahren, teilte VW mit.

Volkswagen betont, dass die beanstandete Software – die erkennen soll wann sich ein Fahrzeug im Testverfahren befindet und wann nicht – im Alltag weder Fahrverhalten, Verbrauch noch Emissionen beeinflusse. Um möglichen Prozessen zu begegnen, beabsichtigt Volkswagen rund 6,5 Milliarden Euro zurückzustellen. Die Ergebnisziele werden den veränderten Bedingungen angepasst. (ampnet/dm) Auto-Medienportal.Net

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