Kraftstoffpreise bleiben auf hohem Niveau – Kosten für Heizöl blieben konstant

Entspannung am Ölmarkt macht sich noch nicht bemerkbar

Kraftstoffpreise bleiben auf hohem Niveau – Kosten für Heizöl blieben konstant

Kraftstoff bleibt in Deutschland weiterhin teuer – trotz einer zuletzt spürbaren Entspannung an den Rohölmärkten. Gegenüber der vergangenen Woche sank der Preis für einen Liter Super E10 nach Angaben des ADAC um lediglich 0,1 Cent auf durchschnittlich 1,460 Euro. Für einen Liter Diesel mussten Autofahrer mit 1,300 Euro pro Liter im Schnitt exakt so viel bezahlen wie in der Vorwoche.

Die Entwicklung am Rohölmarkt zeigt noch keinen Effekt: Während Mitte Mai ein Barrel der Sorte Brent noch bei rund 80 Dollar notierte, sind die Kurse inzwischen auf rund 75 Dollar gesunken.

Der ADAC empfiehlt Autoreisenden, den Tank nach Möglichkeit spätnachmittags oder abends zu füllen. Dann sind die Spritpreise erfahrungsgemäß am niedrigsten. Grundsätzlich lohnt es sich, vor dem Tanken die aktuellen Kraftstoffpreise zu vergleichen und gezielt beim günstigsten Anbieter in der Nähe zu tanken. Unterstützung liefert dabei die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. ADAC Newsroom

Gut geschmiert?

Eine Geschichte über den Nahen Osten geht so: Ein Mann, der dort mit einem Streichholz in der Nähe einer Pipeline herumläuft, ist so ziemlich das Gefährlichste, was es gibt. Und nun gibt es einen Mann, der – bildlich gesprochen – nicht mit einem Streichholz, sondern mit einem Flammenwerfer im Nahen Osten herumläuft: Donald Trump. Aber zur Abwechselung ist er einmal nicht die alleinige Wurzel allen Übels. Öl war für Staaten schon immer eine taktische Waffe und für Konzerne, wenn es auch nur halbwegs lief, die Lizenz zum Gelddrucken. Zwar muss man das Feindbild vom „bösen Ölmulti“ als Klischee nicht überstrapazieren; aber leider ist es halt oft gar kein Klischee, sondern dicht an der Wahrheit.

Alle Autofahrer und alle Besitzer einer Ölheizung kennen das: Irgendwann liegen sie wieder mal in der Luft wie ein übler Geruch, die Versuche, die Preisspirale noch stärker in die Höhe zu treiben als es der Markt objektiv erfordern würde. Das ist in einer freien Marktwirtschaft das Recht von Produzenten. Umso stärker sollten es sich Konsumenten auf die Fahne schreiben, durch Beharrlichkeit und Geschick dagegen zu halten. Durch Energiesparen. Und dadurch, dass man, wenn möglich, nicht zu den teuersten Tageszeiten oder an den teuersten Tankstellen Station macht. Das mögen kleine Dinge sein, aber sie läppern sich.

Im Großen bleibt die Erkenntnis: Die Versuche, vom Öl unabhängiger zu werden, etwa bei der E-Mobilität, lassen zuweilen die nötige Entschiedenheit vermissen; vielleicht deshalb, weil herkömmliche Verbrennungsmotoren für die nächsten Jahrzehnte noch immer die höheren Gewinne versprechen. Dann darf man sich nicht wundern. Reinhard Breidenbach – Allgemeine Zeitung Mainz

Heizkosten im Jahresvergleich: nur Verbraucher mit Gasheizung profitieren

Heizbedarf zwischen Oktober und April fünf Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum / Kosten für Gasheizung gegenüber Heizperiode 2016/2017 um sieben Prozent gesunken / Kosten für Ölheizung konstant geblieben

In der vergangenen Heizperiode (Oktober 2017 bis April 2018) war Heizen mit Gas sieben Prozent günstiger als im Vorjahreszeitraum. Statt 1.130 Euro zahlte eine Musterfamilie, die ihr Reihenhaus mit Gas beheizt, nur 1.050 Euro. 1)

Hauptgrund für die Kostensenkung ist der um rund fünf Prozent gesunkene Heizbedarf. Oktober, Januar und April waren ungewöhnlich mild. Hinzu kommen die niedrigen Gaspreise. Der Durchschnittspreis für 20.000 kWh sank gegenüber der Heizperiode 2016/2017 von 1.210 Euro auf 1.187 Euro.

Für Verbraucher, die mit Öl heizen, blieben die Kosten dagegen konstant. Der um sieben Prozent gestiegene Heizölpreis hat den gesunkenen Heizbedarf egalisiert. 2.000 Liter kosteten durchschnittlich 1.228 Euro statt 1.152 Euro.

Wettbewerb lässt Gaspreis weiter sinken – Ersparnis von 170 Mio. Euro p. a. durch Anbieterwechsel

Der durchschnittliche Gaspreis für Endkunden hat im April 2018 einen neuen Tiefstwert erreicht. „Gas ist günstig wie nie. Verbraucher sollten das Preistief für einen Wechsel nutzen, vor allem wenn sie noch in teuren Grundversorgungstarifen stecken“, sagt Dr. Oliver Bohr, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. Innerhalb eines Jahres konnten Verbraucher so insgesamt 170 Mio. Euro einsparen, wie aus einer repräsentativen Studie von WIK-Consult hervorgeht. 2) CHECK24 GmbH

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