Ohoven wünscht sich mehr Marktwirtschaft von Merkel

Deutscher Mittelstand: Ein Mythos im Wandel

Ohoven wünscht sich mehr Marktwirtschaft von Merkel

Vor allem dem Mittelstand ist es zu verdanken, dass Deutschland die Wirtschaftskrise 2009 so glimpflich überstanden hat. Daran erinnerte auch Arndt Günter Kirchhoff in seiner Begrüßung. Der Präsident des Instituts der Deutschen Wirtschaft und Mitherausgeber des Buches „Mittelstand – Motor und Zukunft der Wirtschaft“, das der Tagung ihren Namen gab, identifizierte die großen Themen, die den deutschen Mittelstand bewegen – Unternehmensnachfolge, Digitalisierung und Globalisierung.

Deutscher Mittelstand: Ein Mythos im Wandel

Bis 2018 werden rund 135.000 Unternehmen deutschlandweit vor der Aufgabe stehen, eine Nachfolgeregelung zu treffen. Die Weitergabe eines Unternehmens an die nächste Generation ist ein komplexer Prozess und das Scheitern leider der Normalfall. Welche rechtlichen, steuerlichen und organisatorischen Aspekte bei der Unternehmensnachfolge zu beachten sind, darüber referierte Karl A. Niggemann vom Institut für Wirtschaftsberatung (IfW).

Intensive Diskussionen folgten auf den Vortrag von Dr. Rudolf Schmitz über die Erbschaftssteuer und die Konsequenzen für den Mittelstand. Bereits im Dezember 2014 stellte das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber vor die Aufgabe, eine Reform des Erbschaftsteuergesetzes einzuleiten. 2016 soll das neue Gesetz kommen, durch das die Verschonung bei der Nachfolge künftig bei großen Unternehmen deutlich restriktiver gehandhabt wird.

Kaum abzusehen ist bisher, wie der deutsche Mittelstand der Digitalisierung der Arbeitswelt begegnen wird. Laut Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Düsseldorf, gibt es noch immer die zwei großen Lager der Befürworter und Skeptiker. Letztere befürchten, dass durch die Digitalisierung mehr Arbeitsplätze wegfallen als gewonnen werden. Dabei zeigen jüngste Statistiken, dass gerade kleine Unternehmen deutlich vom Internetgeschäft profitieren. „Obwohl der Jahresumsatz durch die Online-Medien steigt, fehlen konkrete Strategien für digitale Geschäftsmodelle“, so Göbel.

Wachstum stand auch im Fokus des Expertenbeitrags „Globalisierung und Mittelstand“ von André Schwarz, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. Dabei stellte er sich deutlich hinter das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union und den USA. „In den Medien wird die Angst vor dem Abkommen geschürt, dabei braucht gerade eine Exportnation wie Deutschland den freien Handel und auch der Mittelstand wird davon profitieren“, so Schwarz. Daniel Lichtenstein ISM International School of Management GmbH

Zum morgen beginnenden Bundesparteitag der CDU in Karlsruhe erklärt der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven: „Die CDU als Partei der Mitte muss ihr marktwirtschaftliches Profil schärfen. Ich frage mich, wie lange Frau Merkel noch gute Miene zum bösen Spiel macht und ihren Koalitionspartner weiter an der Regulierungsschraube drehen lässt. Der unternehmerische Mittelstand erwartet vom CDU-Bundesparteitag insbesondere ein klares Nein zu Andrea Nahles‘ Vorstoß zur Beschränkung von Zeitarbeit und Werkverträgen.

Mehr Flexibilität im Arbeitsrecht ist auch zur Integration der Flüchtlinge erforderlich. Dazu gehören die Abschaffung der Vorrangprüfung bei Asylsuchenden und Ausnahmen beim Mindestlohn. Die CDU darf nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, dass das Gros der Flüchtlinge über eine geringe oder gar keine berufliche Qualifikation verfügt. Deshalb ist der Niedriglohnbereich als Brücke in den regulären Arbeitsmarkt unverzichtbar.“ BVMW Pressesprecher Eberhard Vogt

Wie fällt die Bilanz der Kanzlerin aus Sicht des Mittelstands aus? „Durchwachsen“, sagt Mario Ohoven

https://youtu.be/EOEoVwtETUU

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