Ryanair will ab Düsseldorf fliegen

Streit zwischen Sofort-Entschädiger und Airline eskaliert

Der Billigflieger Ryanair möchte Verbindungen ab Düsseldorf anbieten. Das sagte Ryanair-Vorstand David O’Brien der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Er habe regelmäßigen Kontakt zur Geschäftsführung des Flughafens Düsseldorf. Bisher sei es aber nicht möglich gewesen, ihm ausreichend Flugrechte anzubieten.

Ryanair will ab Düsseldorf fliegen

Eine Änderung erwartet der Ire, wenn der Airport Düsseldorf die beantragte Erhöhung der Kapazitäten um 18 Prozent erhält. „Wenn Düsseldorf wachsen kann, sehe ich eine große Möglichkeit. Dann müssen wir zwar noch über die Landegebühren reden, aber insgesamt ist Düsseldorf für uns sehr attraktiv im Zentrum von NRW.“ Rheinische Post

Passagier- und Auslastungsstatistik für Januar 2017

Die Passagierzahlen stiegen um 17 Prozent auf 8,77 Millionen Passagiere. Die Auslastung stieg um 2 Prozent auf 90 Prozent. Das Passagieraufkommen der vergangenen 12 Monate einschließlich Januar 2017 stieg um 15 Prozent auf insgesamt 118,3 Millionen Kunden.

Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair: „Die Passagierzahlen von Ryanair stiegen im Januar 2017 um 17 Prozent auf 8,77 Millionen beförderte Fluggäste, während unsere Auslastung um 2 Prozent auf 90 Prozent zunahm. Die hohe Auslastung haben wir unseren günstigen Preisen und dem kontinuierlichen Erfolg unseres „Always Getting Better“-Programms zu verdanken, das für unsere Kunden noch mehr Benefits bereit hält.

Ryanair-Kunden können sich über noch niedrigere Preise freuen, wenn sie frühzeitig für den Sommer 2017 buchen. Es hat noch nie einen besseren Zeitpunkt gegeben, einen günstigen Flug mit Ryanair zu buchen. Wir empfehlen allen Kunden, die ihren Sommerurlaub 2017 buchen möchten, dies auf der Ryanair.com-Website oder der App zu tun, wo sie die günstigsten Flüge Europas ergattern können.“ Ryanair

Billig um jeden Preis

Streit zwischen Sofort-Entschädiger und Airline eskaliert: EUflight leitet Zwangsvollstreckung gegen Ryanair ein

Die Fluggesellschaft Ryanair weigert sich trotz gerichtlicher Anordnungen Entschädigungen für verspätete Flüge zu zahlen. Deshalb hat jetzt der Fluggast-Sofortentschädiger EUflight die Zwangsvollstreckung gegen die Airline eingeleitet und Pfändung beantragt.

EUflight hatte bereits im Oktober vor dem Amtsgericht Köln (AZ: 113 C 381/16) die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Ryanair gekippt, in denen den Fluggästen die Abtretung ihrer Forderungen bei Flugverspätung oder -annullierung verboten wird. Daraufhin war die Airline dazu übergegangen, trotz Kenntnis von Abtretungserklärungen, Fluggäste direkt zu entschädigen. Auch dieser Trick wurde von EUflight gestoppt (AG Bühl, 3 C 280/16). Nun verzögert Ryanair Zahlungen mit dem Hinweis auf den „großen Arbeitsrückstand in der Bank-Abteilung“.

EUflight, Deutschlands Marktführer im Bereich Fluggast-Sofortentschädigung, hat mittlerweile Entschädigungen an einige hundert Ryanair-Kunden ausgezahlt. EUflight-Geschäftsführer Dr. Lars Watermann: „Ryanair befindet sich offensichtlich im Blindflug, ansonsten würde man mit Nachdruck daran arbeiten, Fluggäste künftig als Kunden zu behandeln oder die eingeräumten Defizite in der internen Bank-Abteilung zu beheben. Wir werden gegen die Blockadehaltung von Ryanair im Sinne des Verbraucherschutzes konsequent vorgehen und sind überzeugt, auch alle anstehenden Gerichtsverfahren gegen die Airline zu gewinnen.“

Ryanair erlitt darauf hin eine weitere Niederlage bei dem Vorhaben, Fluggastrechte zu torpedieren. Trotz Kenntnis von der Abtretung von Ansprüchen aus der EU-Fluggastrechteverordnung, die ein Fluggast an das Portal EUflight verkauft hatte, schickte Ryanair den Passagieren dennoch einen Scheck. Nun entschied das AG Bühl (AZ 3C 214/16), dass die Zahlung an EUflight hätte erfolgen müssen.

Hintergrund: Im September erklärte Ryanair, Entschädigungen künftig auch dann an seine Passagiere auszuzahlen, wenn der Fluggast seine Rechte an ein Fluggastportal abgetreten hatte. In der Urteilsbegründung betont das Gericht, dass Erfüllung nicht eingetreten ist, da Ryanair vor Versand des Schecks Kenntnis von der Abtretung hatte.

In einem anderen EUflight-Verfahren (AG Köln, Az. 144 C 160) erging ein Anerkenntnisurteil gegen Ryanair. Die Airline hatte Schecks an Passagiere geschickt, statt an EUflight zu zahlen, wohl in dem Glauben, sich so der Zwangsvollstreckung zu entziehen. „Eingedenk des Urteils des AG Bühl wird Ryanair auch mit diesem Versuch scheitern“, so Lars Watermann, Geschäftsführer EUflight.

Bereits vor einer Woche stoppte EUflight das Ryanair-Vorhaben, Passagieren die Abtretung ihrer Ansprüche auf Dritte zu verbieten. Nach Auffassung des Gerichts steht ein Abtretungsverbot dem Sinn der Fluggastrechteverordnung und dem Verbraucherschutz entgegen.

„Dies ist die eine weitere wichtige Entscheidung, die EUflight gegen Ryanair durchgesetzt hat“, so Watermann. Dieser erneute juristische Rückschlag für den irischen Billigflieger bestärkt EUflight, auch weiterhin wichtige Urteile gegen Ryanair zu erstreiten. „Wir werden unser Budget zum Ankauf von Forderungen gegen Ryanair signifikant erhöhen“.

EUflight zahlt Passagieren unter Abzug einer Service-Gebühr innerhalb von 24 Stunden die Regresssumme aus. Anschließend wird auf eigenes Risiko die Ausgleichzahlung gegen die Airline erstritten. In mehr als 7.000 Fällen hat EUflight Ansprüche von Fluggästen übernommen und die Kunden bereits ausgezahlt. Dr. Lars Watermann, Dana Wittmaack – EUflight GmbH

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