Sahra Wagenknecht: Arbeitsplatz-Vernichter Deutsche Bank

Eine einfachere und effizientere Deutsche Bank

Sahra Wagenknecht: Arbeitsplatz-Vernichter Deutsche Bank

Bei der Pressekonferenz der Deutschen Bank in der Zentrale in Frankfurt am Main stellte der zukünftige Vorstandsvorsitzende John Cryan am Donnerstag sein Konzept für eine grundlegende Umstrukturierung des Konzerns vor. Cryan, der ab Mai 2016 alleine an der Spitze der Bank stehen wird, tritt seit seinem Amtsantritt als Co-Vorsitzender im Juni erstmals vor die Presse. Teilnehmen wird auch Cryans derzeitiger Co-Vorsitzender, Jürgen Fitschen. phoenix-Kommunikation

Deutsche Bank in Not

Wenn sich die Vorwürfe der amerikanischen Behörden bewahrheiten, dann steht der Deutschen Bank neben allen Milliardenlasten der jüngeren Vergangenheit Ärger der besonderen Art ins Haus. Ein Verstoß gegen Russland-Sanktionen der USA würde die Bank in einen geopolitischen Konflikt hineinziehen – eine neue Dimension von Streit, die für die Bank bei ihrem Geschäft jenseits des Atlantiks ungeahnte Folgen haben kann. Vor drei Jahren machte das Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen auf Kulturwandel. Der erschien damals glaubhaft. Selbst bei den Skandalen, die danach öffentlich wurden, konnten Fitschen und Jain immer auf ihre Vorgänger zeigen. In der Causa Russland geht das nicht, weil diese Fälle in großen Teilen in die Amtszeit der beiden Manager gehören. Der Kulturwandel, nach dem es keine windigen Finanzgeschäfte mehr geben sollte, war also entweder nur eine hohle Manager-Phrase, oder Teile der Belegschaft haben die Unternehmensführung nicht ernstgenommen. Man weiß nicht, was man schlimmer finden soll. Von Georg Winters Rheinische Post

„Die Tatenlosigkeit der Bundesregierung bei der notwendigen Neuordnung des Finanzsektors kostet tausende Arbeitsplätze. Anstatt als Konsequenz aus der globalen Finanzkrise und unzähliger strafbarer Manipulationen die Deutsche Bank strikt zu regulieren und wieder zu einem Diener der Realwirtschaft zu machen, ließ Merkel die kriminelle Vereinigung mit angeschlossenem Bankgeschäft unangetastet“, kommentiert Sahra Wagenknecht den angekündigten Arbeitsplatzabbau bei der Deutschen Bank.

Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter: „Die Regierung muss endlich ihre Verantwortung für den Finanzsektor wahrnehmen, indem sie den notwendigen Bedarf an Bankdienstleistungen für die Bevölkerung sicherstellt und die Investmentbank-Zockerei zu Lasten der Steuerzahler verbietet. Außerdem ist die herrschende Politik dafür verantwortlich, dass die Postbank zunächst privatisiert, später von der Deutschen Bank gekauft und jetzt von dem angeschlagenen Konzern zum Schaden der Angestellten zum bestmöglichen Preis wieder verhökert wird.

DIE LINKE fordert, Großbanken streng zu regulieren, demokratisch zu kontrollieren und in öffentliches Eigentum zu überführen.“

Finanzexperte: US-Ermittlungen gegen Deutsche Bank mit erheblichem Risiko verbunden

Im Skandal um Geldwäsche in Russland bei der Deutschen Bank steht jetzt ein hochrangiger Manager unter Verdacht. Das US-Justizministerium und die Finanzbehörde von New York, die in der Sache schon länger ermitteln, prüfen, ob die Deutsche Bank in Russland gegen Sanktionen verstoßen hat.

Der Fall sei „ein erhebliches, unkalkulierbares Risiko für die Deutsche Bank“, sagte ein Börsenmakler. Die Aktie verlor als Reaktion auf die Affäre knapp zwei Prozent an Wert. „Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, gegen Sanktionen verstoßen zu haben“, kommentierte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, in einem Sputniknews-Gespräch mit Bolle Selke.

Gegenstand der Ermittlungen sei eine Reihe von so genannten Spiegelgeschäften, bei denen russische Kunden der Bank Wertpapiere in Rubel durch die Moskauer Filiale der Deutschen Bank gekauft und diese dann in ausländischen Währungen, darunter in US-Dollar, wieder verkauft haben sollen. Der Verkauf soll über die Deutsche Bank in London abgewickelt worden sein. Sputnik Deutschland

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