Trotz Zinstief: Verbraucher zahlen pro Jahr über 2 Milliarden Euro zu viel für Kredite

forsa-Studie: Sparen macht optimistisch

Trotz Zinstief: Verbraucher zahlen pro Jahr über 2 Milliarden Euro zu viel für Kredite

Im vergangenen Jahr schlossen Verbraucher in Deutschland neue Ratenkredite mit einem Volumen von 102,2 Milliarden Euro ab. Wer seinen Kredit im Internet abschloss, zahlte im Vergleich zum Bundesdurchschnitt im Schnitt 1,67 Prozentpunkte weniger Zinsen. Hätten alle Kreditnehmer ihren Kredit im Internet abgeschlossen, hätten sie insgesamt 2,2 Milliarden Euro gespart. Das zeigen Daten der Bundesbank, Schufa und des Kreditportals smava. „Noch ist nicht allen Kreditnehmern bewusst, dass es auch in der aktuellen Niedrigzinsphase große Preisunterschiede bei Krediten gibt. Wir schaffen deshalb Transparenz und wollen Verbraucher zum Kredit-Preisvergleich animieren. Denn wer sich Geld leihen muss, sollte nicht auch noch zu viel für Zinsen zahlen müssen“, sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer von smava.

706 Euro statt 997 Euro – Online-Kreditabschluss spart 29 Prozent

Trotz Niedrigzinsphase gab es 2017 große Zinsunterschiede. Im Bundesdurchschnitt zahlten Verbraucher laut Bundesbank einen effektiven Jahreszins von 5,75 Prozent. Wer seinen Kredit im Internet abschloss, zahlte nach Informationen des Online-Kreditportals smava im Schnitt 1,67 Prozentpunkte weniger (4,08 %). Diese Zinsunterschiede bewirkten Preisunterschiede. Am Beispiel des Durchschnitts-Ratenkredits wird deutlich wie stark sie ausfielen. Laut Schufa beläuft sich der Durchschnitts-Ratenkredit auf 8.854,60 Euro und eine Laufzeit von 45,6 Monaten. Im Bundesdurchschnitt kostete er 996,91 Euro an Zinsen. Der im Internet abgeschlossene Durchschnitts-Ratenkredit kostete im Schnitt 705,81 Euro an Zinsen. Das ist ein Preisunterschied von 291,10 Euro (29 %) pro Kredit. Rechnet man den Preisunterschied pro Kredit hoch auf alle laut Schufa 7,6 Millionen neu abgeschlossenen Ratenkredite pro Jahr, dann wird deutlich: Hätten alle Kreditnehmer ihren Kredit im Internet abgeschlossen, hätten sie insgesamt 2,2 Milliarden Euro gespart.

Kaum Bewusstsein für Preisunterschiede

Vor einem Kreditabschluss werden in Deutschland laut Schufa im Schnitt 1,46 Kreditangebote verglichen. Im Vergleich zum gesamten Kreditangebot ist das verschwindend wenig. „Das hängt auch damit zusammen, dass der Vergleich von Filial-Kreditangeboten aufwändig, unangenehm und aussichtslos ist. Ich muss von Filiale zu Filiale gehen. Mich immer wieder einem Unbekannten offenbaren. Und am Ende habe ich, egal wie viele Filialen ich besuche, niemals einen umfassenden Überblick“, sagt Artopé. Ohne es zu wissen, zahlen viele Verbraucher dadurch zu viel für ihren Kredit.

Trend geht zum Online-Kreditabschluss

Laut einer GfK-Marktstudie zur Konsum- und Kfz-Finanzierung im Auftrag des Bankenfachverbands ist der Anteil von Kreditabschlüssen im Internet seit 2015 von 21 auf 27 Prozent in 2017 gestiegen. „Immer mehr Verbrauchern wird klar: Im Internet bekomme ich die gleiche oder sogar eine bessere Leistung zu günstigeren Konditionen. Ich profitiere also vom Kreditabschluss im Internet“, sagt Artopé.

Gang in Online-Filiale reicht nicht – sparen lässt sich nur mit bankübergreifendem Kreditvergleich

„Wer nur zu einer Bank geht, zahlt in der Regel zu viel Geld“, sagt Artopé. Banken sind fokussiert auf den Vertrieb ihrer eigenen Kreditprodukte. „Ein Vergleich mehrerer Banken ist deshalb sehr lohnend.“ Wer kein Interesse hat, von Filiale zu Filiale zu gehen und sich jedes Mal Unbekannten zu offenbaren, kann Kreditportale wie smava & Co. nutzen. Mit ihnen lassen sich mehrere Kredite verschiedener Banken mit einem Mal vergleichen. Im Fall von smava sind es nach Angabe des Portals aktuell 70 Kredite von 25 Banken. smava GmbH

forsa-Studie: Sparen macht optimistisch

Die große Mehrheit der Deutschen blickt optimistisch in die Zukunft. Die finanzielle Situation spielt dabei eine entscheidende Rolle, wie eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag von RaboDirect Deutschland zeigt.

Geld auf der hohen Kante verhilft offensichtlich zu einer heiteren, zuversichtlichen und lebensbejahenden Grundhaltung. Diesen Schluss lässt die aktuelle forsa-Studie zu. Danach haben 75 Prozent der Befragten, die regelmäßig sparen, positive Erwartungen hinsichtlich der Zukunft. Unter den Nicht-Sparern sind es lediglich 52 Prozent.

Berufsaussichten? Positiv!

Ansonsten zeigen sich vor allem junge Leute im Alter von 14 bis 19 Jahren (87 %) rundum optimistisch. Ihre berufliche Perspektive zum Beispiel schätzen 83 Prozent von ihnen als gut ein. Das gilt ebenfalls für die 20- bis 29-Jährigen. Also keine Spur mehr von der perspektivlosen „No-Future-Generation“ aus den 80er-Jahren. Lediglich die nach dem Arbeitsleben verfügbare Altersvorsorge (beziehungsweise Rente) macht ihnen etwas Bauchschmerzen: Nur etwa ein Drittel der unter 30-Jährigen (zwischen 32 und 36 %) geht davon aus, dass das Geld später einmal ausreichen wird. Die Älteren sehen das entspannter und werden mit den Jahren sogar zuversichtlicher. So schätzt die Mehrheit der Generation 60plus (57 %) ihre persönliche Vorsorgesituation durchaus positiv ein.

Männer sind in finanziellen Fragen gelassener als Frauen.

Im Geschlechtervergleich zeigen sich Männer in vielen Punkten unbeschwerter als Frauen. So sind 57 Prozent der Männer davon überzeugt, dass die Höhe ihrer finanziellen Rücklagen für Notfälle schon reichen wird. Unter den Frauen sind sich lediglich 51 Prozent sicher. Auch gehen mehr Männer (64 %) als Frauen (55 %) davon aus, dass sie ihrer Familie finanziell etwas bieten können.

Die Details der forsa-Studienergebnisse schicken wir auf Anfrage gerne zu. Einfach eine E-Mail an RaboDirectMarketing@rabobank.com senden.

Hinweis: Für die repräsentative forsa-Erhebung wurden im Auftrag von RaboDirect Deutschland zwischen dem 8. und dem 18. Januar 2018 insgesamt 1.220 Personen befragt. Die Ergebnisse sind unter der Quellenangabe „forsa/RaboDirect Deutschland“ frei zur Veröffentlichung. RaboDirect Deutschland

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