US-Kanzlei plant deutsche Sammelklage gegen VW-Konzern

VW Abgasskandal: Probleme schon länger bekannt?

US-Kanzlei plant deutsche Sammelklage gegen VW-Konzern

Drei Wochen nach dem Beginn der Umrüstung der von der Stickoxid-Thematik Dieselmotoren hat Volkswagen in Deutschland mehr als 50 Prozent der geplanten ersten Einheiten abgearbeitet. Bis heute wurden nach Konzernangaben rund 4300 VW Amarok mit 2,0-Liter-Motor mit einer neuen Motorsteuerungs-Software nachgerüstet. Damit erfüllt das Fahrzeug die erforderlichen Grenzwerte zur Einhaltung der EU-5-Abgasnorm.

VW liegt bei Diesel-Umrüstung im Plan

Im Laufe der nächsten Monate erfolgt die Umrüstung der Motoren vom Typ EA 189 mit 1,2 und 1,6 Litern Hubraum. Im März folgt der VW Passat mit den betroffenen 2.0-TDI-Motoren. Voraussichtlich zum Ende des zweiten Quartals wird mit den Umrüstungen bei den 1,2 Liter-Motoren begonnen. Zum Abschluss der Rückrufaktion ab dem dritten Quartal des Jahres erfolgt die Umsetzung bei den Fahrzeugen mit 1,6 Liter-Motor.

Für alle Motoren ist ein Software-Update vorgesehen, die reine Arbeitszeit nimmt weniger als eine halbe Stunde in Anspruch, wie sich bei der Nachrüstung des Amarok bestätigt hat. Beim 1,6-Liter-Motor wird zusätzlich ein Strömungsgleichrichter im Ansaugtrakt eingesetzt, so dass für die reine Arbeitszeit, inklusive Software-Update, knapp 45 Minuten kalkuliert werden. Auto-Medienportal.Net (ampnet/jri)

VW Abgasskandal: Probleme schon länger bekannt?

Im VW Abgasskandal gibt es neue Hinweise, dass die Konzernspitze schon länger über die erhöhten Abgaswerte in den USA informiert war. Das kann sich auf Schadensersatzansprüche auswirken.

Nach übereinstimmenden Medienberichten war die VW-Führungsetage schon länger über die erhöhten Abgaswerte und entsprechende Untersuchungen in den USA informiert. Wie u.a. das Handelsblatt am 15. Februar berichtet, soll der ehemalige Vorstandschef schon im Mai 2014 von den Problemen und den Untersuchungen der US-Umweltbehörde in Kenntnis gesetzt worden sein. Das heißt zwar nicht, dass die VW-Spitze zu diesem Zeitpunkt auch über den Einsatz einer Manipulationssoftware bei Dieselfahrzeugen Bescheid wusste, lässt aber die Version, dass nur ein kleiner Kreis Ingenieure eingeweiht war, unglaubwürdiger erscheinen. Denn die Kontrollsysteme haben bei Volkswagen offenbar funktioniert. Insofern hätte wahrscheinlich auch eher reagiert werden können.

Bekannt wurde der Skandal um manipulierte Abgaswerte in den USA erst im September vergangenen Jahres. Auch die VW-Aktionäre wurden erst zu diesem Zeitpunkt in Kenntnis gesetzt und haben durch den Absturz der VW-Aktie viel Geld verloren. Auf diesen Verlusten müssen sie aber nicht zwangsläufig sitzen bleiben. Um Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen, können sie sich an im Aktienrecht versierte Rechtsanwälte wenden.

In den Kern rückt dabei die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Konzernspitze von den Abgasmanipulationen wusste. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz müssen derartige Insider-Informationen, die den Kurs der Aktie massiv beeinflussen können, umgehend im Wege einer Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht werden. Da Volkswagen dieser Informationspflicht offenbar nicht nachgekommen ist, können Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden.

Dabei können die Klagen auf Schadensersatz in einem Musterverfahren gebündelt werden. Ein Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz, kurz KapMuG-Verfahren, ist in etwa vergleichbar mit den bekannten Sammelklagen in den USA. Die Klagen werden gebündelt und die Ansprüche der Kläger verbindlich im Musterverfahren geregelt. GRP Rainer Rechtsanwälte bereitet entsprechende Schadensersatzklagen für VW-Aktionäre vor. GRP Rainer Rechtsanwälte

Deutsche Autoindustrie nicht unter Generalverdacht stellen

Lange: Lückenlos aufklären und Manipulationen wirksam vorbeugen

Am heutigen Donnerstag hat der Deutsche Bundestag im Rahmen einer Aktuellen Stunde auf Antrag der Grünen über den „Stand der Aufklärung und Konsequenzen aus dem Abgasskandal“ diskutiert. Hierzu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange:

„Dies ist die dritte von den Grünen beantragte Aktuelle Stunde zu VW. Wir hätten lieber sachlich über die vorliegenden Anträge diskutiert, wie das ursprünglich geplant war. Die Debatte hat gezeigt, dass es den Grünen nicht um sachliche Diskussion geht, sondern vor allem um Ihre Anti-Automobil-Ideologie. Dabei scheinen sie zu vergessen, dass sie in Niedersachsen in der Landesregierung sitzen und damit zweitgrößter Anteilseigner der VW AG sind.

Es muss eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle bei VW geben. Das steht außer Frage. Aber wir müssen der Untersuchungskommission auch Zeit geben, um umfassende und verlässliche Arbeit zu leisten. Die gesamte deutsche Autoindustrie unter Generalverdacht zu stellen, wie es die Opposition tut, schadet unserem Wirtschaftsstandort Deutschland und den über 700.000 direkt betroffenen Arbeitsplätzen.

Unser Hauptaugenmerk sollte jetzt darauf liegen, für Verbesserungen bei den Abgasuntersuchungen zu sorgen und mehr Transparenz herzustellen, um das Vertrauen der Verbraucher wiederzugewinnen. Daher wollen wir von der Union, dass die Hersteller künftig ihre Motorsoftware gegenüber dem Kraftfahrt Bundesamt (KBA) offenlegen. Zudem soll es eine Rotation der Prüfdienste geben sowie eigene Prüfstände beim KBA. Damit können wir Manipulationen in Zukunft wirksam vorbeugen. Auch den Vorschlag von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, künftig Dopingtests für Autos durchzuführen, begrüßen wir. Das wird eine abschreckende Wirkung haben.“ CDU/CSU – Bundestagsfraktion

DasParlament

Eine Antwort auf "US-Kanzlei plant deutsche Sammelklage gegen VW-Konzern"

  1. müler   Sonntag, 28. Februar 2016, 16:54 um 16:54

    nazi Auto die ich nicht brauche die sollt diese soft

    lade fertig machen und ein neu anfange mit ein
    andere Name nicht wolkswagen diese Name stammt
    von adolph hitler scheisse labde

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