VW-Affäre: Weitere Motoren betroffen

Neue Vorwürfe im VW-Abgas-Skandal: Wurde auch beim Porsche Cayenne getrickst?

VW-Affäre: Weitere Motoren betroffen

Die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) wirft dem Volkswagen-Konzren vor, nicht nur bei den bisher bekannten Motoren, sondern auch bei 3,0-Liter-V6-Dieselaggregaten die Abgaswerte manipuliert zu haben. VW wies die Behauptung zurück. Die Motoren werden im VW Touareg und Porsche Cayenne sowie in den größerren Audi-Modellen eingesetzt.

Volkswagen hatte vor wenigen Wochen eingeräumt, in älteren 2,0-Liter-TDI-Fahrzeugen des Konzern eine Software eingebaut zu haben, die das Abgasverhalten des Motors auf dem Prüfstand verbessert. In Deutschland werden deshalb ab Januar mehr as zwei Millionen Autos in die Werkstatt beordert. (ampnet/jri) Auto-Medienportal.Net

Volkswagen-Skandal: Finanzielle Risiken für Verbraucher

2,4 Millionen Halter von Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns, die von den Abgasmanipulationen betroffen, müssen ihre Autos zur Umrüstung in die Werkstatt bringen. „Volkswagen hat das Vertrauen von Verbraucher weltweit missbraucht und diese über die Umwelteigenschaften ihrer Autos massiv getäuscht. Politik und Wirtschaft sind gefordert, für Wahrheit und Klarheit beim Autokauf sorgen“, so der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. Verbrauchertäuschung dürfe nicht zum Schaden der Verbraucher führen. Müller fordert von Volkswagen maximale Kulanz gegenüber den getäuschten Verbrauchern. Ein Rechtsgutachten im Auftrag des vzbv kommt zu dem Ergebnis, dass VW nach aktueller Rechtslage nicht verpflichtet wäre, sämtliche Folgekosten zu tragen.

Auch wenn Volkswagen die Kosten der Umrüstung zahlen muss, bleiben für betroffene PKW-Halter Kostenrisiken. Ein Rechtsgutachten im Auftrag des vzbv (erstellt von Rechtsanwalt Prof. Dr. Remo Klinger) schließt nicht aus, dass Verbraucher auf Folgekosten des Rückrufs sitzen bleiben, etwa wenn sie während der Reparatur einen Ersatzwagen benötigen, einen Verdienstausfall haben oder das Auto infolge der Umrüstung Mängel aufweist. Diese können auftreten, wenn das Fahrzeug nach der Umrüstung mehr Kraftstoff verbraucht, weniger Leistung erbringt oder auch der Wiederverkaufswert sinkt.

„Volkswagen muss als Verursacher auch Folgekosten wie Ersatzwagen, Verdienstausfall oder auch Mängeln die Kosten tragen. Verbraucher dürfen nicht auf dem Schaden sitzen bleiben, den ihnen Volkswagen beschert hat“, so Klaus Müller.

Problematisch ist laut Gutachten auch, dass Gewährleistungsansprüche gegen den Autohändler bereits nach zwei Jahren verjähren. Diese Frist ist bei vielen der betroffenen Fahrzeuge bereits abgelaufen. Für weiterreichende Schadensersatzansprüche nach Deliktsrecht müssten Verbraucher den Nachweis erbringen, dass Volkswagen gegen Schutzgesetze verstoßen hat, etwa gegen den Betrugstatbestand oder durch vorsätzliche und sittenwidrige Täuschung. Diesen Nachweis zu erbringen, wird für Verbraucher schwierig, weil sie keinen Einblick in interne Vorgänge des Unternehmens haben.

Politik ist in der Verantwortung

Der vzbv fordert, dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) anordnet, dass alle Folgekosten durch VW zu tragen sind, also auch Kosten für Ersatzwagen, Verdienstausfall und Wertminderung des PKW infolge der Umrüstung. Das KBA müsse die Ergebnisse seiner Untersuchungen öffentlich machen, damit Verbraucher sich hierauf bei Rechtsstreitigkeiten beziehen können. Nur so können sie im Zweifel vor Gericht erfolgreich für Schadensersatz streiten.
Rechtliche Rahmenbedingungen verbessern

Zudem muss das Gewährleistungsrecht und insbesondere eine Ausweitung der Haftung durch den Hersteller auf den Prüfstand gestellt werden. Die Einführung einer Musterfeststellungsklagen mit allgemeiner verjährungsunterbrechender Wirkung ist erforderlich, damit Verbraucher Rechte durchsetzen können und eine Verjährung von Ansprüchen zu verhindern. www.vzbv.de vzbv Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Neue Vorwürfe im VW-Abgas-Skandal: Wurde auch beim Porsche Cayenne getrickst?

https://youtu.be/y_aTBan-AWc

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