VW-Dieselskandal: 2. Verhandlungstag der Musterfeststellungsklage – was passiert?

VW-Dieselskandal: Verjährungsfrist droht - Betroffene sollten jetzt handeln

VW-Dieselskandal: 2. Verhandlungstag der Musterfeststellungsklage – was passiert?

Für die ca. 470.000 Teilnehmer der in Deutschland historisch wichtigen Musterfeststellungsklage gegen VW steht der nächste Termin an. Am Montag, dem 18. November ist der zweite Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig. Doch was passiert nun? Womit können die Teilnehmer rechnen?

Nachdem sich das Gericht unter dem Vorsitzenden Richter Michael Neef am ersten Verhandlungstag am 30. September zunächst ausführlich mit Fragen der Zulässigkeit der Klage sowie einzelner Klageanträge auseinandergesetzt hat, geht es nun darum, die Begründetheit des Schadensersatzanspruchs zu prüfen. Das bedeutet, es wird geklärt, ob die Teilnehmer überhaupt Anspruch auf Schadensersatz haben.

„Zu diesem Zeitpunkt ist noch kein Urteil zu erwarten. Es ist mit weiteren Gerichtsterminen zu rechnen“, so Helmut Dreschhoff, Rechtsanwalt bei der BRR Baumeister Rosing Verbraucherkanzlei. „Bereits beim ersten Termin hat das Gericht erkennen lassen, dass es die einzelnen Anspruchsvoraussetzungen sehr genau prüfen wird.“

Die Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing vertritt selbst über 1.000 Mandanten im VW-Dieselskandal, sowohl in der Musterfeststellungsklage als auch in Einzelklagen. Die Musterfeststellungsklage eignet sich vor allem für Betroffene ohne Rechtsschutzversicherung, die die Kosten einer Einzelklage nicht selbst tragen möchten. Allerdings kann sich der VW Musterfeststellungsklage kein Verbraucher mehr anschließen. Die Anmeldefrist lief am 29. September ab.

Wer zu den betroffenen Personen gehört und jetzt aktiv werden sollte: Besitzer eines Autos mit VW-Dieselmotor EA189, die einen verpflichtenden Rückruf für ein Software-Update erhalten und bis jetzt noch keine juristischen Schritte eingeleitet haben. Auch Modelle von Skoda, Audi und Seat sind betroffen. Im VW-Dieselskandal droht für alle diese Fälle zum 31.12.2019 die Verjährung. Danach können keine Schadensersatzansprüche mehr geltend gemacht werden. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, vermeidet dabei ein finanzielles Risiko. Für die Prüfung ihres Falls und eine erste kostenlose und unverbindliche Einschätzung können sich Betroffene auf https://anspruch.diesel-gate.com informieren.

Zum Ende des Jahres, mit Ablauf des 31.12.2019, droht die Verjährung im aktuellen VW-Dieselskandal. Alle von diesem Abgasskandal Betroffenen, die bis jetzt noch keine juristischen Schritte unternommen haben, um einen möglichen Schadensersatzanspruch gegenüber VW geltend zu machen, sollten nun handeln. Dazu rät Helmut Dreschhoff, Rechtsanwalt bei BRR Baumeister Rosing Verbraucherkanzlei.

Wer ist betroffen und kann aktiv werden?

Verjährung droht bei Dieselfahrzeugen der Hersteller VW, Audi, Seat und Skoda mit einem eingebauten VW-Dieselmotor des Typs EA189. Diesen gibt es nicht nur in VW-Fahrzeugen, sondern auch in Modellen der Hersteller Skoda, Audi und Seat. Die genannten Fahrzeugmodelle wurden ab dem Jahr 2016 zu einem Software-Update zurückgerufen.

Bis wann sollte gehandelt werden?

Personen, die juristische Schritte einleiten möchten, müssen jetzt aktiv werden. Da die Verjährungsfrist zum Ende dieses Jahres droht und rechtzeitig vorab noch alle notwendigen Unterlagen geprüft werden müssen, ist es ratsam, spätestens bis Mitte November gehandelt zu haben. Vor Einreichung der Klage muss zunächst die Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung eingeholt sowie im Anschluss die Klage erstellt werden.

Die Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing bietet auf ihrer Webseite die Möglichkeit, die Voraussetzungen für den Schadensersatzanspruch online prüfen zu lassen, und gibt kostenlos und unverbindlich eine erste Einschätzung zur Anspruchshöhe auf www.diesel-gate.com.

Was sind die juristischen Optionen?

Da eine Teilnahme an der Musterfeststellungsklage gegen VW nicht mehr möglich ist, bleibt Betroffenen jetzt nur noch die Einzelklage. Der Vorteil ist, dass diese schneller zu einem Abschluss führt. Um ein finanzielles Risiko zu vermeiden, ist es vorteilhaft im Besitz einer Rechtsschutzversicherung zu sein. Wichtig ist, dass es zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses einen bestehenden Rechtsschutz für das betroffene Fahrzeug gab. Idealerweise erfolgte der Kauf des Autos vor dem 22. September 2015, da der Betrug zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal medial bekannt wurde.

Welchen Schadensersatz können Betroffene erhalten?

Betroffene können ihren zu erwartenden Anspruch bei einer Rückabwicklung ihres Kaufvertrags wie folgt berechnen: Der Kaufpreis multipliziert mit den seit dem Kauf gefahrenen Kilometern geteilt durch die zu erwartende Restlaufleistung. Die Rechtsprechung geht bei den meisten Fahrzeugen von einer Gesamtlaufleistung von 250.000 Kilometern aus. Hierbei ist zu beachten: Bei einem Gebrauchtkauf ist die zum Zeitpunkt des Kaufes bereits vorhandene Laufleistung hiervon abzuziehen.

„Wer im aktuellen VW-Dieselskandal betroffen ist und sein Recht auf Schadensersatz einklagen will, muss jetzt aktiv werden“, so Helmut Dreschhoff. „Ohne Klageerhebung ist von VW keine Zahlung zu erwarten.“¹

¹BRR Baumeister Rosing Rechtsanwälte

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