Alice Weidel: Deutsche müssen für Merkels Weltrettungspolitik teuer bezahlen

Wegen Niedrigzinsen: Privatversicherte müssen Vorsorgeaufwendungen erhöhen

Alice Weidel: Deutsche müssen für Merkels Weltrettungspolitik teuer bezahlen

Bis zuletzt waren sie dabei überaus erfolgreich: So erzielte die PKV im Branchendurchschnitt 2015 für ihre Versicherten eine Verzinsung von immerhin noch über 3,5 Prozent.

Weil die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank solche Erträge aber nicht dauerhaft ermöglicht, müssen die PKV-Unternehmen ihre Zinserwartungen nun vorsorglich zurückschrauben. Für die Versicherten führt dies zu einem Anstieg der Beiträge. Denn was am Kapitalmarkt nicht zu erwirtschaften ist, muss – so ist es gesetzlich vorgeschrieben – durch eine Erhöhung der Vorsorge ausgeglichen werden. Davon sind Privatversicherte jetzt also ebenso betroffen wie andere Sparer auch, wobei die Beitragsanpassung unmittelbar ihre eigene medizinische Versorgung der Zukunft sichert.

Ohne die Auswirkungen der Niedrigzinsen wäre die PKV-Beitragsentwicklung auch in diesem Jahr unauffällig. Denn schon seit vielen Jahren liegt der Ausgabenanstieg der Privaten nicht über der der Gesetzlichen Krankenversicherung, eher sogar darunter.

Hinzu kommen bei vielen Versicherern gestiegene Aufwendungen für medizinische Leistungen. Beide Effekte zusammen werden in einigen Tarifen zu untypisch starken Beitragserhöhungen führen. Grundsätzlich bietet die PKV aber auch nach der aktuellen Beitragsanpassung ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Aus Umfragen wissen wir, dass die Menschen kleine, regelmäßigere Beitragsanpassungen eher akzeptieren würden als seltene, dann aber deutlich größere Sprünge. Im Einklang mit Verbraucherschützern hat der PKV-Verband dem Gesetzgeber schon vor längerer Zeit Vorschläge gemacht, wie sich eine solche Verstetigung rechtlich ermöglichen ließe. Verband der privaten Krankenversicherng e.V.

Zur angekündigten Beitragserhöhung bei den privaten Krankenkassen erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel: „Die Deutschen merken allmählich, dass sie auf ganzer Linie für Merkels Weltrettungspolitik werden zahlen müssen. Die gesetzlich Versicherten haben sich darauf einzustellen, dass sie die Gratis-Krankenversicherung der zahllosen Migranten mit ihren Steuern und Beiträgen mitfinanzieren müssen.

Nun trifft es auch die privat Versicherten, die einen Beitragsschock erleben werden. Da Merkel und EZB-Chef Draghi die maroden Südländer über eine radikale Nullzinspolitik im Euro halten wollen, können die privaten Kassen nicht mehr genug Kapitalerträge aus ihren Rückstellungen generieren. Dafür müssen nun die Versicherten in Deutschland das Portemonnaie weit aufmachen. Die Beitragssätze werden zum Jahreswechsel massiv steigen im Schnitt um elf bis zwölf Prozent.

Staatliche Eingriffe in die Preisgestaltung, wie sie von einigen Unions-Politikern gefordert werden, wären nur ein Herumkurieren am Symptom. Die unsägliche Niedrigzinspolitik der EZB muss hingegen umgehend beendet werden. Sie nutzt niemandem, aber schädigt Sparer, Versicherte und Versicherer.“ Alternative für Deutschland

Beitragssteigerungen in der PKV angekündigt – BdV rät Kunden zur Tarifoptimierung

Wie von der Versicherungswirtschaft angekündigt, werden viele privat Krankenversicherte zum Jahreswechsel erneut mit Beitragserhöhungen im zweistelligen Bereich belastet. Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bund der Versicherten e. V. (BdV) – Deutschlands größtem Verbraucherschutzverein, wenn es um private Versicherungen geht – fordert von den Privaten Krankenversicherungen (PKV) ein Umdenken in puncto Prämienberechnung: „Nicht nur die sinkenden Zinseinnahmen auf die Rückstellungen der PKV wegen der Nullzinspolitik führen zu laufenden Prämienerhöhungen. Wir fordern schon seit langem, dass auch Inflation und der medizinische Fortschritt von vornherein in die Prämie einkalkuliert werden müssen. Nur so kann man stetigen Prämienerhöhungen Herr werden.“ Der Verbraucherschutzverein rät betroffenen Verbrauchern, sich unabhängig zum Thema „Tarifwechsel“ beraten zu lassen.

Steigende Kosten im Gesundheitssystem sowie ein erhöhtes Schadenaufkommen im Bestand führen dazu, dass die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung stetig steigen. Erhöhungen zwischen 3 und 5 Prozent pro Jahr sind ganz normal. Angekündigt sind jetzt aber branchenweit Erhöhungen im zweistelligen Bereich. Eine weitere Bewährungsprobe für die ohnehin schon geschundenen PKV-Versicherten. „Da die Versicherer mit zu hohen Zinsen kalkuliert haben, wird sich das Problem in den kommenden Jahren weiter zuspitzen“, gibt Kleinlein zu bedenken.
Wehren können sich bereits privat Versicherte gegen solche Erhöhungen regelmäßig nicht. Ihnen bleibt dann nur der Tarifwechsel innerhalb des Unternehmens. BdV-Mitglieder können sich ausführlich zu diesem Thema bei dem Verbraucherschutzverein beraten lassen.

Um extreme Beitragssprünge zu vermeiden und damit auch die Bezahlbarkeit der Prämie im Alter zu garantieren, ist es nach Ansicht des BdV zwingend erforderlich, dass die Branche umdenkt und die Inflation und den medizinischen Fortschritt einkalkuliert. „Dies führt zwar zu höheren Einstiegsprämien, aber der Verbraucher muss dann nur mit moderat steigenden und kalkulierbaren Prämien rechnen“, erläutert Kleinlein.  Bianca Boss – Bund der Versicherten e. V.

Privatversicherungen am Ende – Zeit für eine solidarische Bürgerversicherung

„Das Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherungen ist am Ende. Jetzt zeigt sich überdeutlich, dass ein solidarisch finanziertes und auf Umlage basierendes gesetzliches Versicherungsmodell nachhaltiger ist als das der Privatversicherung, das auf Kapitalmarkt und Zinserträge setzt“, erklärt Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den angekündigten Beitragssteigerungen für Privatversicherte. Vogler weiter:

„Beitragssprünge von durchschnittlich elf Prozent bedeuten für die Privatversicherten eine Mehrbelastung von mehreren hundert Euro im Jahr, teilweise gar über 1.000 Euro zusätzlich. Gerade Rentnerinnen und Rentner, aber auch Soloselbständige laufen Gefahr, ihre Beiträge nicht mehr bezahlen zu können.

Es ist ein Irrweg, wenn aus Kreisen der Union jetzt Gesetzesänderungen zur Rettung der Versicherungskonzerne erwogen werden. Die Zeit ist reif für die Abschaffung der privaten Krankenversicherung als Vollversicherung und für die Schaffung einer solidarischen Gesundheitsversicherung für alle.“ Partei Die Linke im Bundestag

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