Beiträge zur Pflegeversicherung: Gutes Geld für gute Pflege

Bertelsmann-Studie zeigt wichtiges Problem auf - PKV bietet die richtige Lösung für die Pflege an

Beiträge zur Pflegeversicherung: Gutes Geld für gute Pflege

Gute Pflege steht und fällt mit den Menschen, die pflegen. Es muss also gelingen, dass der Alten- und Krankenpflegeberuf für mehr Menschen attraktiv wird. Natürlich brauchen die Pflegekassen dann mehr Geld. Wie sollte es anders sein, zumal im Zuge des demografischen Wandels mehr Menschen pflegebedürftig werden? Offensichtlich akzeptieren die Bürger hier steigende Kosten. Der Pflegebeitrag ist zum Jahresanfang deutlich um 0,5 Prozentpunkte vom Bruttolohn gestiegen, ohne dass sich jemand aufgeregt hätte. Gute Pflege braucht viele qualifizierte Leute und beträchtliche Finanzmittel: So wenig überraschend diese alte Einsicht ist, so schwer ist es leider, sie in puncto Personal und Personalzufriedenheit zu verwirklichen.¹

Pflegepolitik mangelhaft: „Care-Klima-Index“ schlechtes Zeugnis für Spahn

Der Pflegenotstand hält an. Das zeigt der aktuelle „Care-Klima-Index“ deutlich. Wenn rund ein Drittel der Beschäftigten und Betroffenen die Qualität der Pflege als mangelhaft, die Patientensicherheit als niedrig und rund zwei Drittel die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte als schlecht beurteilen, dann ist das ein katastrophales Zeugnis für Gesundheitsminister Jens Spahn.

Leider geht es hier nicht um Schulnoten; unter den mangelhaften Leistungen leiden sehr konkret andere Menschen. Der Pflegenotstand muss endlich beendet werden. Wenn der Gesundheitsminister da nicht liefert, muss ernsthaft über das Thema „Versetzung“ geredet werden.

Das Thema drängt, denn ein „weiter so“ bedeutet de facto eine Verschlechterung. Gerade heute hat Prognos Zahlen zum steigenden Pflegebedarf veröffentlicht. Schon jetzt fehlen 100.000 Pflegekräfte in den Krankenhäusern und 40.000 in der Altenpflege. Diese viel zu knappe Belegschaft muss Jahr für Jahr mehr Menschen versorgen. Also steigt auch jedes Jahr der Personalbedarf.

Wenn wir dieses Problem auf Dauer lösen wollen, ohne die finanzielle Belastung einseitig durch eine Erhöhung des Pflegebeitrages auf den Rücken der heutigen Beitragszahler zu laden, brauchen wir eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung. Dabei würden nach den Vorstellungen der Linken alle in eine gemeinsame Kasse einzahlen, alle Einkommensarten würden berücksichtigt und die paritätische Finanzierung zwischen Versicherten und Arbeitgebern würde wieder hergestellt.

Die sich daraus ergebenden Mehreinnahmen würden eine bessere Pflege und eine bessere Gesundheitsversorgung ermöglichen, ohne dass der Beitragssatz steigen müsste. Dann wäre auch eine Pflegevollversammlung möglich, bei der alle Leistungen von der Pflegeversicherung übernommen werden. Verschuldung durch Pflege würde dann der Vergangenheit angehören.²

Zur Diskussion über die zukünftige Finanzierung der Sozialen Pflegeversicherung erklärt Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV):

Die von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Studie des Prognos-Instituts weist zu Recht auf die großen finanziellen Herausforderungen in der Pflege durch die demografische Entwicklung hin. Darin wird u.a. empfohlen: „Mehr Generationengerechtigkeit kann letztlich nur durch Maßnahmen erreicht werden, welche die zukünftigen Beitragsanstiege in die Gegenwart verlagern und bereits die heutigen Generationen stärker zur Finanzierung der zukünftigen Pflegeausgaben heranziehen.“

Eine solche generationengerechte Lösung muss nicht neu erfunden werden, es gibt sie bereits – nämlich in der Privaten Pflegeversicherung. Alle privat Pflegeversicherten bilden für ihre zukünftigen Pflegekosten eine nachhaltige Kapitalvorsorge, die sich in den letzten zehn Jahren von 17 Mrd. auf über 34 Mrd. Euro mehr als verdoppelt hat.

Und mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können auch gesetzlich Versicherte mit sehr überschaubaren Beiträgen eine kapitalgedeckte Vorsorge für den Pflegefall aufbauen und damit die Lücken der Gesetzlichen Pflegeversicherung schließen.

Je mehr Menschen und Leistungen kapitalgedeckt abgesichert werden, desto besser ist es für die Zukunft unseres Gesundheitswesens und für die Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Die PKV steht für den Ausbau der kapitalgedeckten Säule bereit, und zwar in der Pflegeversicherung ebenso wie in der Krankenversicherung.³

¹Bernhard Walker – Badische Zeitung ²Partei Die Linke im Bundestag ³Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.

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