Betriebskrankenkassen sind Vorreiter bei Darmkrebsvorsorge

Darmkrebsmonat März: „Lass Darmkrebs nicht Dein Schicksal sein!“

Betriebskrankenkassen sind Vorreiter bei Darmkrebsvorsorge

Der Gemeinsame Bundesausschuss beschäftigt sich damit, ein organisiertes Programm zur Früherkennung von Darmkrebs zu entwickeln. Der BKK Dachverband begrüßt dies sehr. Denn im „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“ haben die Betriebskrankenkassen (BKK) bereits belegt, dass die Darmkrebsvorsorge in Deutschland durch ein derartiges Programm deutlich verbessert werden kann. Um diese erfolgreiche Kooperation dreht sich die aktuelle Zahl des Monats März.

In den vergangenen fünf Jahren haben sich nach einem persönlichen Anschreiben durch die BKK mehr als 85.000 Versicherte im Alter von 50 bis 54 Jahren gezielt auf die Krankheit untersuchen lassen. Darüber hinaus nahmen ca. 225.000 Versicherte das Angebot wahr, den immunologischen Test durchzuführen und schickten ihn dann anschließend zur Auswertung ein. Damit wurde vielen Menschen Leid erspart und einigen sogar das Leben gerettet. Auch hat das Pilotprojekt des BKK Dachverbandes und der BKK Landesverbände NORDWEST und Bayern den Gesetzgeber dazu veranlasst, die Krebsvorsorge neu zu regeln. Weitere Bündnispartner: die Felix-Burda-Stiftung, der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen Deutschland e.V. und der Privatversicherer Barmenia Krankenversicherung a.G.

Persönliche Ansprache im Arbeitsumfeld hat sich bewährt

Am 31. Dezember 2017 wurden die Leistungen des Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs von der neuen Gesetzeslage abgelöst. Patienten in der gesetzlichen Krankenversicherung haben nun ab dem Alter von 50 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf einen quantitativen, immunologischen Stuhltest. Ab 55 Jahren besteht der Anspruch alle zwei Jahre. Eine persönliche Einladung zur Darmkrebsvorsorge ist bisher gesetzlich nicht vorgesehen. Allerdings waren gerade die persönliche Ansprache und die Aktionen im Arbeitsumfeld die entscheidenden Erfolgsfaktoren für die guten Beteiligungsquoten des Aktionsbündnisses. Weil die Gesundheit der Versicherten den BKK am Herzen liegt, führen 30 Betriebskrankenkassen auf freiwilliger Basis das Aktionsbündnis gegen Darmkrebs und weiterreichende Leistungen fort.

Durch ihre Nähe zu den Unternehmen und den Beschäftigten, sowie durch ihre traditionsbedingten Kenntnisse der Branchen unterstützen die BKK Unternehmen bei der Gestaltung gesunder Lebens- und Arbeitsbedingungen. So gibt es aktuell einen „Handlungsleitfaden zur betrieblichen Darmkrebsvorsorge“. Denn Darmkrebsvorsorgeaktionen sind in jedem Unternehmen möglich und retten Leben! BKK Dachverband e.V.

Darmkrebsmonat März: „Lass Darmkrebs nicht Dein Schicksal sein!“

Zum 17. Mal macht der Darmkrebsmonat März in Kürze bundesweit auf die Darmkrebsvorsorge aufmerksam. Unter dem Motto „Lass Darmkrebs nicht Dein Schicksal sein!“ wird auf die Eigenverantwortung und die großen Chancen hingewiesen, diesen Krebs zu verhüten. Die Vorsorge-Darmspiegelung hat bereits 120.000 Todesfälle verhindert. Darmkrebs ist bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Im Durchschnitt erkranken 167 Menschen pro Tag! Jedes Jahr rund 61.000 – so viele Betroffene, wie beispielsweise Einwohner in Rosenheim leben.

Bis 2008 war die Zahl der Neuerkrankungen gestiegen – seitdem geht sie sowohl bei Männern als auch bei Frauen leicht zurück. Auch die Prognose des Robert Koch-Instituts (RKI) geht von einem weiteren Rückgang der Inzidenz in diesem Jahr aus.1 Und selbst für die Anzahl der Sterbefälle ist ein weiterer leichter Rückgang zu sehen. Von zuletzt 25.512 auf nun 25.418 Tote.Diese positive Entwicklung wird vor allem auf die gesetzliche Darmkrebsvorsorge zurückgeführt. Hier hat insbesondere die Vorsorge-Darmspiegelung dafür gesorgt, dass Darmkrebs in zahlreichen Familien nicht zum Schicksalsschlag wurde.

Seit Einführung der Vorsorgekoloskopie im Jahr 2002 haben bereits über 6,5 Millionen Menschen an dieser Präventionsmaßnahme teilgenommen. Dadurch konnten bis heute circa 120.000 Todesfälle und 250.000 Neuerkrankungen verhindert werden.2 „Die Früherkennung und -behandlung von Darmkrebs zählen zu den Maßnahmen, die nachweislich in der Lage sind, die Sterblichkeit auf Bevölkerungsebene zu senken“, so das Robert Koch-Institut im Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016.Wenn die Vorsorge dagegen aber so lange hinausgezögert wurde, bis der Darmkrebs zu weit fortgeschritten ist, wird die Aussicht auf Heilung zunehmend schwieriger. Daher ruft die Felix Burda Stiftung zum aktiven Handeln auf: Unter dem Motto „Lass Darmkrebs nicht Dein Schicksal sein!“, begeistert sie wieder hunderttausende von gesunden Menschen in Deutschland für die Prävention und motiviert sie, die gesetzlichen Leistungen gegen Darmkrebs in Anspruch zu nehmen. Gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren haben Anspruch auf einen jährlichen Test auf verstecktes Blut im Stuhl (immunologischer Okkultbluttest).

Ab 55 Jahren haben Versicherte Anspruch auf die Durchführung von zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens zehn Jahren. Wer sich gegen die Darmspiegelung entscheidet, kann stattdessen alle 2 Jahre einen Stuhltest durchführen lassen. Anders verhält es sich dagegen, wenn ein familiäres Risiko für Darmkrebs vorliegt: In einem solchen Fall kann bereits ab dem 25. Lebensjahr eine Darmspiegelung lebensrettend sein. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dann auch hierfür die Kosten im jüngeren Alter. Schnelle Antworten zum persönlichen Risiko für Darmkrebs liefert der Online-Test der Felix Burda Stiftung unter www.schnellcheck-darmkrebs.de 1 Krebs in Deutschland für 2013/2014. Stiftung LebensBlicke und des Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.

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