Blutfettwerte im Blickpunkt: Cholesterinwerte kennen kann helfen

Hohe Cholesterinwerte werden als Hauptursache für Schlaganfälle unterschätzt

Blutfettwerte im Blickpunkt: Cholesterinwerte kennen kann helfen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sind Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Ein zu hoher LDL-Cholesterinwert (Low Density Lipoprotein) kann eine Ursache dafür sein. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. rückt am 14. Juni mit dem bundesweiten Tag des Cholesterins bereits zum 17. Mal den Risikofaktor Cholesterin für kardiovaskuläre Erkrankungen in den Blickpunkt.

Die Lipid-Liga ruft mit dem Tag des Cholesterins vor allem Apotheken, Betriebe, Praxen und Kliniken auf, sich mit der Durchführung von Tests der Blutfettwerte und weiteren Informationen für die gesundheitliche Aufklärung zu beteiligen. Damit soll die Öffentlichkeit verstärkt für zu hohes Cholesterin als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sensibilisiert werden. Das Bewusstsein sei in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, so die DGFF, manche Menschen seien gleichzeitig aber auch verunsichert und kennen den Zusammenhang von Cholesterin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht.

Risikofaktor LDL-Cholesterin

Umfangreiche Daten aus diversen Studien belegen, dass erhöhte LDL-Cholesterinwerte mit einer erhöhten Rate an Herzinfarkten einhergehen. Zu hohes Cholesterin ist einer der Hauptfaktoren für die Entstehung und das Voranschreiten einer Atherosklerose. Befindet sich zu viel LDL-Cholesterin oder auch „schlechtes Cholesterin“ genannt im Blut, kann es sich in den Wänden der Blutgefäße ablagern. Begünstigt durch weitere Risikofaktoren wie z. B, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes und Übergewicht können arterielle Plaques entstehen, die die Gefäße verengen und den Blutfluss beeinträchtigen. Dies kann bis hin zu einem akuten Verschluss dieser Gefäße und damit in einem Herzinfarkt oder Schlaganfall resultieren.

Gerade für Patienten, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, ist das Risiko für ein weiteres kardiovaskuläres Ereignis besonders hoch. Die Senkung des LDL-Cholesterins ist daher einer der wichtigsten und wirksamsten Faktoren zur Reduktion des Risikos für Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Die Cholesterinmessung ist ein einfacher, aber wichtiger Schritt, um das Risiko zu erkennen und zu minimieren“, sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der Amgen GmbH. „Daher sollte jeder seine Cholesterinwerte kennen.“

Der LDL-Cholesterinwert wird in der derzeitigen Behandlung der Risikofaktoren jedoch nicht ausreichend beachtet: Im Rahmen einer Studie des Robert-Koch-Instituts wurden Menschen zwischen 18-79 Jahren gefragt, ob sie wissen, dass ihr Cholesterinwert erhöht ist. 58 Prozent wussten es nicht. Nur 64 Prozent der Patienten mit einem hohen oder sehr hohen kardiovaskulären Risiko werden von ihrem Hausarzt bezüglich dieser Indikation behandelt.(7) Eine andere Studie stellte fest, dass lediglich bei 20 Prozent der behandelten Patienten mit einem hohen oder sehr hohen kardiovaskulären Risiko mit einer Behandlung der Zielwert erreicht wird.

Die Ursachen sind vielfältig

Nur rund 25 Prozent des Cholesterins werden durch Lebensmittel aufgenommen, 75 Prozent bildet der Körper selbst. Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion können zu erhöhten Cholesterinwerten führen, und es gibt Patienten mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhten Cholesterinwerten, der sogenannten Familiären Hypercholesterinämie – eine der häufigsten genetischen Erkrankungen. In Deutschland sind rund 270.000 Menschen davon betroffen. Sie äußert sich in einer Mutation eines Gens, so dass das LDL-Cholesterin nicht oder nur unvollständig aus dem Blut herausgefiltert werden kann. Betroffene haben ein 13-fach erhöhtes Risiko für eine koronare Herzerkrankung im Vergleich zur Normalbevölkerung. Die Familiäre Hypercholesterinämie führt zu früher Manifestation der Atherosklerose im Leben, was einen Verlust im Mittel von 15 bis 21 Lebensjahren für Betroffene bedeutet.

Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden pro Jahr einen Schlaganfall. Das Risiko dafür steigt mit zunehmendem Alter deutlich. Laut einer Prognose wird die Zahl der Schlaganfälle in Deutschland bis 2050 um 62 Prozent höher sein als im Jahr 2007. Eine mögliche Ursache für einen Schlaganfall sind zu hohe Cholesterinwerte. Trotz eindeutiger Studienlage zum Einfluss von hohen Cholesterinwerten bei durch Atherosklerose bedingten Schlaganfällen auf das kardiovaskuläre Risiko werden LDL-Cholesterinwerte (Low Density Lipoprotein) in der klinischen Routine häufig nicht beachtet. Anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai warnen Experten, dass Präventions- sowie Therapiemöglichkeiten in Deutschland nicht ausreichend genutzt werden.

In Deutschland erleiden pro Jahr rund 200.000 Patienten einen Schlaganfall zum ersten Mal und weitere 70.000 Patienten zum wiederholten Mal. Der Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache. Fast 85 Prozent der Schlaganfälle treten jenseits des 60. Lebensjahres auf. Das Eintreten eines Schlaganfalles ist einer der häufigsten Gründe für einen Eintritt in die Pflegeversicherung. Er bedeutet für Betroffene oftmals den Verlust der Unabhängigkeit. Nach 48 Monaten in Pflege leben nur noch rund 42 Prozent der Patienten. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der alternden Gesellschaft in Deutschland wird die Zahl der Schlaganfälle zunehmen.

Das LDL-Cholesterin ist einer der Hauptfaktoren für die Entstehung und das Voranschreiten einer Atherosklerose. Es kann sich als Teil von Ablagerungen, den sogenannten Plaques, in den Gefäßwänden ansammeln und diese Gefäße verengen. Dies kann in einem akuten Verschluss dieser Gefäße resultieren. „Viele klinische Studien konnten belegen, dass hohe LDL-Cholesterinwerte eine große Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen“, sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der Amgen GmbH. „Die Senkung zu hoher LDL-Cholesterinwerte kann auch das Risiko für Schlaganfälle reduzieren.“ Daher ist die Senkung des LDL-Cholesterins einer der wichtigsten und wirksamsten Faktoren zur Reduktion des Risikos für Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Jedoch wird der LDL-Cholesterinwert in der derzeitigen Behandlung der Risikofaktoren nicht ausreichend beachtet: Im Rahmen einer Studie des Robert-Koch-Instituts wurden Menschen zwischen 18-79 Jahren gefragt, ob sie wissen, dass ihr Cholesterinwert erhöht ist. 58 Prozent der Befragten wussten es nicht. 64 Prozent der Patienten mit einem hohen oder sehr hohen kardiovaskulären Risiko werden von ihrem Hausarzt bezüglich dieser Indikation behandelt. Eine andere Studie stellte fest, dass lediglich bei 20 Prozent der Patienten mit einem hohen oder sehr hohen kardiovaskulären Risiko mit einer Behandlung der Zielwert erreicht wird. „Präventions- und Therapieansätze müssen im Kampf gegen den Schlaganfall stärker genutzt werden“, fordert Dr. Stampfli. „Je höher das Grundrisiko eines Patienten ist desto mehr profitiert er von einer starken und konsequenten Lipidsenkung, also einer Senkung des LDL-Cholesterins.“

Für die Vorsorge kann jeder etwas tun: Um frühzeitig das persönliche Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkennen, sollte der Cholesterinspiegel regelmäßig gemessen werden. Einer der wichtigsten Parameter ist der LDL-Cholesterinwert, das sogenannte „schlechte Cholesterin“.¹

¹Amgen GmbH

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